Magengeschwür (Ulcus)

Ursache:
Helicobacter pylori Infektion
Medikamenteneinnahme (insbesondere Schmerz- und antirheumatische Mittel), Übersäuerung (Hyperacidität) postoperativ bei Intensivbehandlungen, Stress, aggressive Einflüsse wie Nikotin und Alkohol

Symptome:
Schmerzen nach der Nahrungsaufnahme, teilweise auch davon unabhängig

Symptome bei Komplikationen des Ulcus :
Bei Blutungen kommt es zu Teerstuhl (schwarz verfärbter Stuhl), Kreislaufstörungen bis zum Schock, Erbrechen von Blut. Bei der Perforation (Magendurchbruch) zeigen sich akute Schmerzen des gesamten Bauchraumes. Bei einer Einengung des Magens (Stenose) gibt es Probleme bei der Nahrungsaufnahme mit eventuell wiederholtem Erbrechen.

Diagnostik:
Magenspiegelung (Gastroskopie) mit Histologie und Bakteriologie (Abklärung einer Infektion mit Helicobacter pylori bzw. Zelluntersuchung), Röntgen (Magendarmpassage), klinische Untersuchung.

Therapie:
Primär konservative, medikamentöse Therapie. Ein bösartiger Tumor muß zuvor ausgeschlossen werden. Diätetische Maßnahmen mit Beseitigung von aggressiven Faktoren.

Eine Operation wird durchgeführt, wenn eine Ulcuskomplikation eintritt. Hierzu gehören endoskopisch nicht stillbare Blutungen, eine Perforation der Magenwand, eine Stenose oder eine nicht erfolgreiche konservative Therapie mit nicht abheilendem Magengeschwür in den Kontrolluntersuchungen.

Bei der geplanten operativen Therapie werden resiezierende von nicht resezierenden Verfahren unterschieden. Bei der Resektion wird eine Teil-Entfernung des Magens durchgeführt. Zur Wiederherstellung der Nahrungspassage wird eine neue Verbindung zwischen dem Restmagen bzw. der Speiseröhre und dem Dünndarm hergestellt. Nicht resezierende Verfahren mit gezielter Nervendurchtrennung in der Magenwand werden heutzutage nur noch sehr selten durchgeführt.

Bei Blutungen aus einem Magengeschwür erfolgt zunächst eine endoskopische Therapie zur Blutstillung. Nur wenn diese nicht erfolgreich ist, kommt eine Operation mit Umstechung der Blutungsquelle zur Anwendung, abhängig vom intraoperativen Befund ist auch ggf. eine Teilentfernung des Magens notwendig.

Bei einer Perforation eines Magengeschwürs ist die Operation die notwendige erste Therapie. Intraoperativ erfolgt dann eine Übernähung im Bereich der Ulcusperforation, ohne das eine Magenteilentfernung immer erforderlich sein muß.
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