Speiseröhrencarcinom

Ursachen:
Die Ursachen sind zu größten Teil unklar, es gibt jedoch statistisch vermutete Beziehungen zu Alkohol- und Nikotinkonsum, Verätzungen der Speiseröhre, langjährige Refluxkrankheit

Häufigkeit:
4 – 6 Erkrankungen pro 100000 Einwohner

Symptome:
Retrosternale Schmerzen, Schluckstörungen, Gewichtsverlust

Diagnostik:
Röntgenuntersuchung der Speiseröhre, Endoskopie mit Gewebeprobeentnahme, Computertomografie. Gegebenenfalls sind weitere Untersuchungen wie eine Bronchoskopie (Spiegelung der Luftröhre und der Bronchien) erforderlich.

Therapie:
Zur Therapie stehen die Strahlen- und Chemotherapie und die operative Behandlung zur Verfügung. In der Strategieplanung der Behandlung müssen das Tumorstadium, die Lokalisation des Tumors, Begleiterkrankungen und der Allgemeinzustand des Patienten berücksichtigt werden.

Operative Therapie:
Bei der operativen Therapie wird eine (Teil-) Entfernung der Speiseröhre durchgeführt. Um die Nahrungspassage wiederherzustellen wird dann der Magen oder ein Teil des Darms zu einer „ Ersatzspeiseröhre“ umgewandelt. Für diesen Eingriff werden sowohl die Brusthöhle als auch der Bauchraum eröffnet. Teilweise kann die Durchführung dieser Eingriffe auch minimal invasiv erfolgen.

Strahlen- Chemotherapie:
Diese Behandlungsmöglichgkeiten werden je nach Tumorstadium als alleinige Behandlung oder in Kombination mit der operativen Therapie durchgeführt.

Lokale invasive Therapie:
Wenn eine operative Therapie nicht möglich ist, können Lasertherapie und Stentimplantation als lokale Therapiemöglichkeiten durchgeführt werden, um die Nahrungsaufnahme weiter zu gewährleisten.

Mögliche Komplikationen

Intraoperativ (Während der Operation):
Organ- und Gefäßverletzungen, Blutungen, Notwendigkeit einer Bluttransfusion, Nervenverletzung

Postoperativ (Nach der Operation):
Blutungen, Wundheilungsstörungen bzw.- Infektionen, Abszeß, Bauchfellentzündung, Entzündung des Mittelfeldes (Mediastinitis), Pneumonie, Notwendigkeit einer erneuten Operation.

Nachsorge:
Postoperativ erfolgt zunächst die Behandlung auf der Intensivstation. Einen engmaschige Kontrolle der Laborwerte wird durchgeführt. Die Wunden und Drainagen werden tgl. kontrolliert,. Je nach Operation und Verlauf erfolgen weitere Untersuchungen. Es erfolgt eine ausreichende Schmerzmedikation. Der Patient und / oder seine Familie erhalten während des stationären Aufenthaltes eine Diätberatung.
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