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Ärztliche Leitung: Zentrum für Schlaf- und Beatmungsmedizin

Ärztliche Leitung: Zentrum für Schlaf- und Beatmungsmedizin
Dr. Thomas Voshaar
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  • Schnarchen

    Wie kommt es zum Schnarchen?


    Schnarchen entsteht, wenn im Schlaf die Muskelspannung im Rachen nachlässt. Im Schlaf ist es ganz natürlich, dass die Spannung der Muskulatur reduziert ist. Das geschieht vor allem in den Traum- und Tiefschlafphasen. Normalerweise sorgen mehr als zwanzig Muskelpaare im Rachen-Schlund-Bereich dafür, die Atemwege im Schlaf offen zu halten.

    Erfüllen diese speziellen Muskelpaare ihre Aufgabe nicht vollständig, kommt es im Schlaf zum sogenannten „Teilkollaps“ des Nasen-Rachen-Raumes. Dieser wird hierdurch eingeengt. Der verbleibende Atemfluss versetzt dann einige Regionen des Nasen-Rachen-Raumes bzw. des Gaumengewebes in Schwingungen. Diese Schwingungen erzeugen das typische Schnarchgeräusch.

    Bei Atemaussetzern ist der Nasen-Rachen-Raum auf Grund der erschlafften Muskulatur vollständig verschlossen, die Atmung ist bei einem solchen „Totalkollaps“ der Atemwege vollständig unterbrochen. Ärzte diagnostizieren in diesem Fall eine obstruktive Apnoe. Der lateinische Begriff „obstruere“ bedeutet „verschließen“. Schnarchen ist störend und kann weitreichende Auswirkungen im sozialen Umfeld haben, beispielsweise wenn Ihnen nahestehende Menschen sich durch das Schnarchen gestört fühlen und einen Schlafplatz in einem anderen Zimmer suchen. Schnarchen gefährdet aber aus medizinischer Sicht Ihre Gesundheit nicht, wenn es keine weiteren Beschwerden verursacht. Bei einem Aufenthalt im Schlaflabor kann abgeklärt werden, ob nur ein lästiges Schnarchen vorliegt oder dieses von krankhaftem Wert ist.

    Therapiemöglichkeiten


    Wenn Sie lediglich schnarchen und sonst keine weiteren Beschwerden haben, benötigen Sie aus ärztlicher Sicht keine Therapie und insbesondere keine Atemmaske für die Nachtruhe. In einzelnen Fällen kann das Schnarchen durch bestimmte Hilfsmittel reduziert werden: zum Beispiel durch eine Lagerungsbandage, die bestimmte Schlafpositionen (meist die Rückenlage) verhindert, in denen Sie für gewöhnlich schnarchen. Weitere Möglichkeiten sind eine Aufbissschiene für Ihre Zähne sowie die Therapie einer behinderten Nasenatmung oder einer Kehlkopfentzündung. Operationen zur Beseitigung des Schnarchens kommen nur in Einzelfällen in Frage. Die Chancen und Risiken einer Operation sollte zuvor mit den Ärzten im Schlaflabor und dem behandelnden HNO-Arzt ausführlich besprochen werden. Rauchen und Übergewicht können das Schnarchen ebenfalls beeinflussen. Deshalb kann sich in einigen Fällen schon durch die Aufgabe des Rauchens oder durch eine Gewichtsreduktion das Schnarchen vermindern.


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  • Schlafapnoe

    Was ist Schlafapnoe?


    Apnoe bedeutet in der Medizin „fehlende Atmung“ bzw. Atempause/Atemstillstand. Treten im Schlaf mehr als fünf Atempausen pro Stunde auf, die je mehr als zehn Sekunden andauern, besteht mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Schlafapnoe. Es gibt verschieden Arten von Atempausen. Eine obstruktive Atempause wird zumeist vor dem Beginn und am Ende der Atempause von einem lauten Schnarchgeräusch begleitet.

    Wenn es im Schlaf zum vollständigen Abfall der Muskelspannung („Totalkollaps“) im Rachen kommt, ist die Atmung unterbrochen. Diese Unterbrechung der Atmung, die länger als zehn Sekunden dauert, wird als obstruktive Apnoe bezeichnet. Der Körper reagiert auf diese Situation der Atempause mit einer Weckreaktion. Manchen Menschen werden dadurch wirklich wach, bei Anderen kommt es zu einer nicht wahrgenommenen Aktivierung im Gehirn. Dadurch spannt sich die Rachenmuskulatur wieder an, die Atemwege werden wieder frei und das Einatmen ist dann normal möglich. Zentrale Atempausen hingegen sind „leise“ Atempausen und werden meist von der betroffenen Person oder von Anderen nicht bemerkt. Diese Atempausen (länger als zehn Sekunden) gehen ohne Verlegung des Rachenraumes einher und werden durch einen fehlenden Atemimpuls vom Atemzentrum des Gehirns verursacht. Diese Form der Atempausen treten bei der zentralen Schlafapnoe gehäuft auf.

    Nun treten auch bei gesunden Menschen Atemstillstände in geringem Umfang auf. Man geht bei der medizinischen Beurteilung allgemein davon aus, dass bis zu fünf Atempausen im Schlaf pro Stunde als normal anzusehen sind. Alles was darüber hinaus an Atempausen auftritt, kann den Schlaf stören und sollte somit bei nicht erholsamem Schlaf behandelt werden.

    Übrigens: Jemand der an einer schweren Schlafapnoe leidet, muss nicht immer müde sein. Umgekehrt kann auch bei leichter Schlafapnoe schon eine ausgeprägte Müdigkeit am Tag auftreten.

    Symptome der Schlafapnoe


    Es gibt zwei wichtige Beschwerden, die eine obstruktive Schlafapnoe charakterisieren. Lautes und unregelmäßiges Schnarchen mit und ohne bemerkten Atemaussetzern sowie eine gesteigerte Müdigkeit am Tag mit Einschlafneigung. Es können Konzentrations- und Gedächtnisstörungen hinzukommen, ebenso depressive Verstimmung, morgendliche Kopfschmerzen und Mundtrockenheit durch Schnarchen mit offenem Mund. Es kann auch zu Libidoverlust und Herzrasen kommen. Häufi g sind auch vermehrtes Wasserlassen in der Nacht oder nächtliches Schwitzen, vermehrtes Sodbrennen, Nacken- und Schulter- sowie Rückenschmerzen Folge einer Schlafapnoe.

    Risikofaktoren für eine obstruktive Schlafapnoe


    Man hat durch medizinische Studien erkannt, dass gewisse Faktoren häufi ger mit dem Auftreten einer obstruktiven Schlafapnoe einhergehen. Dazu gehören: männliches Geschlecht, besondere Altersgruppen (zwischen dem 55. und dem 60. Lebensjahr), Übergewicht, eine Halskragenweite von mehr als 42 cm, Postmenopause (Klimakterium), Alkohol (der eine Fehlsteuerung der Rachenmuskulatur begünstigt) sowie Entzündungen oder Schwellungen im Rachen. Dazu zählen Mandel- und Kehlkopfentzündungen oder vergrößerte Mandeln.


    Begleiterkrankungen


    Eine höhergradige Schlafapnoe hat unbehandelt erhebliche negative Effekte auf unser Herzkreislauf- und hormonelles System. So hat ein Patient mit einer Herzinsuffi zienz und gleichzeitiger Schlafapnoe, insbesondere bei Cheynes-Stokes- Atmung, eine erheblich höhere Sterblichkeit als Patienten mit alleiniger Herzschwäche. Auch ein Diabetes mellitus lässt sich bei gleichzeitiger Schlafapnoe nicht so gut medikamentös einstellen. Bestimmte Herzrhythmusstörungen werden meist bei unbehandelter Schlafapnoe nicht auf Dauer gut behandelt werden können.
    Bei folgenden Erkrankungsgruppen kommt eine Schlafapnoe gehäuft vor: Diabetes mellitus Typ 2 (ca. 30 %), schwer einstellbarer arterieller Hypertonie (ca. 50 %), schwere koronare Herzkrankheit (ca. 20 %) und bei schwerer Linksherzinsuffzienz (bis zu 70 %).

    Therapiemöglichkeiten


    Die Therapie der Schlafapnoe richtet sich nach der Art und dem Schweregrad der Schlafapnoe. Ebenso werden die verursachten Beschwerden bzw. Folgeerkrankungen und die Bedürfnisse des Betroffenen soweit wie möglich in die Therapie mit einbezogen.

    • Schlafatemtherapie
    • Aufbissschienen
    • Lagerungstherapie
    • Sauerstofftherapie
    • Operation


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  • Restless-Legs-Syndrom (RLS)

    Restless-Legs-Syndrom (RLS) - Syndrom der unruhigen Beine


    Unter dem Restless-Legs-Syndrom versteht man unangenehme Missempfi ndungen jeglicher Art, die sich zumeist in den Beinen in Ruhephasen sowohl am Tage als auch bei der Bettruhe störend bemerkbar machen. Diese äußern sich als ziehende, klopfende oder reißende Schmerzen oder als Kribbeln.

    Sind die genauen Ursachen des Restless-Legs- Syndroms nicht bekannt, so spricht man von der primären Form des Restless-Legs-Syndrom. Etwa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind von RLS betroffen.

    Symptome


    In der Phase des Einschlafens oder im Schlaf kommt es zu unangenehmen Missempfi ndungen in den Beinen und somit zu Schlafunterbrechungen. Selten sind auch Arme oder andere Körperteile betroffen. Durch die Beeinträchtigung der nächtlichen Erholung kommt es oft zu Konzentrationsschwächen und vermehrter Schläfrigkeit am Tage. Die Missempfindungen der Beine bzw. deren Unruhe lassen oft alltägliche Situationen wie ruhiges Sitzen, Theaterbesuch oder langes Autofahren sehr schwer fallen.

    Untersuchung


    Nach dem Ausfüllen eines speziellen Fragebogens sprechen Sie mit dem Arzt. Anschließend werden Laboruntersuchungen und eine nächtliche Messung im Schlafl abor vorgenommen.

    Therapie


    Je nach Stärke des Restless-Legs-Syndroms und den daraus resultierenden Schlafstörungen kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz. Auf die Einnahme dieser Medikamente sollte bei leichten Fällen des RLS jedoch verzichtet werden. Kraftsport und Wechselduschen (warm-kalt) und der Verzicht auf symptomverstärkende Medikamente können die Symptome lindern.


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  • Das Hypoventilationssyndrom

    Bei einer Hypoventilation kommt es zur Abflachung der Atmung über einen längeren Zeitraum. Tritt dies im Schlaf gehäuft auf, kommt es zu einem Sauerstoffmangel und Anstieg des vom Körper abzuatmenden Kohlendioxids im Blut. Aufgrund dessen können Kopfschmerzen, Tagesschläfrigkeit, Konzentrationsstörungen als Beschwerden auftreten. Ein länger bestehendes Hypoventilationsyndrom führt zu einer Kreislaufbelastung und auch ggf. zu einer Druckerhöhung im Lungenkreislauf (pulmonale Hypertonie). Der therapeutische Goldstandard ist die Beatmungstherapie.

    Es gibt verschiedene Arten von Hypoventilationssyndromen:


    Obesitas Hypoventilationssyndrom

    Das Obesitas-Hypoventilationssyndroms zeichnet sich durch eine extreme Adipositas (Übergewichtigkeit, BMI 30 kg/m²) und eine alveoläre Hypoventilation mit Erhöhung des Kohlendioxidgehaltes im Wachzustand (PaCO2 > 45mmHg) aus. Im Schlaf, insbesondere in den Traumschlafphasen treten gehäuft Hypoventilationsphasen auf. Die Therapie ist multimodal. Akut wird eine Beatmungstherapie eingeleitet. Langfristig ist eine dauerhafte Gewichtsreduktion anzustreben.

    Erworbenes Hypoventilatonsyndrom

    Bei verschieden Erkrankungen oder nach Unfällen treten im Schlaf gehäuft Hypoventilationsphasen auf. Dies kommt z.B. bei muskulären Lungenerkrankungen, Skoliosen oder neuromuskulären Erkrankungen aufgrund einer Erschöpfung der Atemmuskulatur (Zwerchfell etc.) vor. Auch Erkrankungen des Gehirns (Schädelhirntrauma, Hirnhautentzündung etc.) können zu einer Fehlsteuerung der Atmung und so zu Hypoventilationen führen.

    Angeborenes Hypoventilationssyndrom

    Äußerst selten kommen angeborene Störungen des Atemzentrum vor. Als Folge dessen treten im Schlaf gehäuft Hypoventilationsphasen auf.


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  • Insomnie - Schlaflosigkeit

    Schlaflosigkeit ist die häufi gste Art der Schlafstörungen, von der zwischen 10 und 15 Prozent der Bevölkerung in Deutschland betroffen sind. Übersetzt bedeutet Insomnie „Schlaflosigkeit“. Hierzu zählen Ein- und Durchschlafstörungen, die zu einem veränderten Schlaf-/Wachrhythmus mit erhöhtem Leidensdruck am Tage führen. Die Insomnie kann in allen Altersklassen auftreten. Man unterscheidet akute und chronische Insomnien. Die Insomnie ist eine Ausschlussdiagnose. Somit müssen vorher andere Ursachen/Erkrankungen für diese Ein- und Durchschlafstörungen ausgeschlossen werden.

    Symptome


    Symptome der Insomnie sind Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen. Die Betroffenen können schnell gereizt oder nervös sein und fühlen sich oft überfordert.

    Untersuchung


    Ein ärztliches Gespräch kann eventuell schon Aufschluss über die Ursachen der Schlafl osigkeit geben. Um andere schlafstörende Erkrankungen auszuschließen, sollte eine Messung im Schlafl abor erfolgen.

    Therapie


    Ein wichtiger Punkt ist die Optimierung der Schlafhygiene. Schulungen mit verhaltenstherapeutischen Maßnahmen sowie Entspannungstechniken können helfen, Stress und Probleme in den Griff zu bekommen. In der Anfangsphase der Therapie kann diese mit Medikamenten unterstützt werden. Über längere Zeit sind Schlafmedikamente keine Lösung.


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  • Narkolepsie - Schlafsucht

    Bei der Narkolepsie handelt es sich um eine Störung der Schlaf-Wach-Regulierung, die vom Gehirn gesteuert wird. Es kommt zu plötzlichen Schlafanfällen, die nicht kontrollierbar sind. Die Krankheit kann in jedem Alter auftreten, beginnt jedoch in der Regel im jungen Erwachsenenalter.

    Symptome


    Zwanghafte, plötzliche Schlafanfälle am Tag, die nur sehr kurz anhalten. Es kann zu leichten bis starken Muskelerschlaffungen (Kataplexie) kommen. Auch Halluzinationen beim Einschlafen (hypnagoge Halluzination) oder Erwachen oder zwischen kurzen Schlafphasen können auftreten. Meist sind sie visuell und recht wirklichkeitsnah. Weiterhin beschreiben die Betroffenen eine kurzfristige Lähmung eines Körperteils in der Aufwachphase (Schlafl ähmung). Zum Vollbild der Narkolepsie gehören alle vier genannten Beschwerdebilder. Sie müssen aber nicht immer alle zusammen auftreten.

    Untersuchung


    Nach einem Anamnesegespräch mit dem Arzt werden im Schlafl abor verschiedene Messungen durchgeführt. Dazu gehört auch ein Multi-Schlaf-Latenz- Test (MSLT) zur Registrierung des Schlafmusters. Ergänzend werden spezielle Blutuntersuchungen durchgeführt.

    Therapie


    Die Behandlung der Narkolepsie besteht aus einer medikamententösen Therapie und verhaltenstherapeutischen Maßnahmen, bei denen das private Umfeld miteinbezogen werden sollte.


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