Das Hypoventilationssyndrom

Bei einer Hypoventilation kommt es zur Abflachung der Atmung über einen längeren Zeitraum. Tritt dies im Schlaf gehäuft auf, kommt es zu einem Sauerstoffmangel und Anstieg des vom Körper abzuatmenden Kohlendioxids im Blut. Aufgrund dessen können Kopfschmerzen, Tagesschläfrigkeit, Konzentrationsstörungen als Beschwerden auftreten. Ein länger bestehendes Hypoventilationsyndrom führt zu einer Kreislaufbelastung und auch ggf. zu einer Druckerhöhung im Lungenkreislauf (pulmonale Hypertonie). Der therapeutische Goldstandard ist die Beatmungstherapie.

Es gibt verschiedene Arten von Hypoventilationssyndromen:


Obesitas Hypoventilationssyndrom

Das Obesitas-Hypoventilationssyndroms zeichnet sich durch eine extreme Adipositas (Übergewichtigkeit, BMI 30 kg/m²) und eine alveoläre Hypoventilation mit Erhöhung des Kohlendioxidgehaltes im Wachzustand (PaCO2 > 45mmHg) aus. Im Schlaf, insbesondere in den Traumschlafphasen treten gehäuft Hypoventilationsphasen auf. Die Therapie ist multimodal. Akut wird eine Beatmungstherapie eingeleitet. Langfristig ist eine dauerhafte Gewichtsreduktion anzustreben.

Erworbenes Hypoventilatonsyndrom

Bei verschieden Erkrankungen oder nach Unfällen treten im Schlaf gehäuft Hypoventilationsphasen auf. Dies kommt z.B. bei muskulären Lungenerkrankungen, Skoliosen oder neuromuskulären Erkrankungen aufgrund einer Erschöpfung der Atemmuskulatur (Zwerchfell etc.) vor. Auch Erkrankungen des Gehirns (Schädelhirntrauma, Hirnhautentzündung etc.) können zu einer Fehlsteuerung der Atmung und so zu Hypoventilationen führen.

Angeborenes Hypoventilationssyndrom

Äußerst selten kommen angeborene Störungen des Atemzentrum vor. Als Folge dessen treten im Schlaf gehäuft Hypoventilationsphasen auf.
Bethanienstraße 21
47441 Moers
Tel. 02841/200-0

© 2018 Bethanien
Datenschutz
Impressum



Beauftragter für Medizinproduktesicherheit
Kontakt-E-Mail:
marcus.eidmann@bethanienmoers.de