Schnarchen

Wie kommt es zum Schnarchen?


Schnarchen entsteht, wenn im Schlaf die Muskelspannung im Rachen nachlässt. Im Schlaf ist es ganz natürlich, dass die Spannung der Muskulatur reduziert ist. Das geschieht vor allem in den Traum- und Tiefschlafphasen. Normalerweise sorgen mehr als zwanzig Muskelpaare im Rachen-Schlund-Bereich dafür, die Atemwege im Schlaf offen zu halten.

Erfüllen diese speziellen Muskelpaare ihre Aufgabe nicht vollständig, kommt es im Schlaf zum sogenannten „Teilkollaps“ des Nasen-Rachen-Raumes. Dieser wird hierdurch eingeengt. Der verbleibende Atemfluss versetzt dann einige Regionen des Nasen-Rachen-Raumes bzw. des Gaumengewebes in Schwingungen. Diese Schwingungen erzeugen das typische Schnarchgeräusch.

Bei Atemaussetzern ist der Nasen-Rachen-Raum auf Grund der erschlafften Muskulatur vollständig verschlossen, die Atmung ist bei einem solchen „Totalkollaps“ der Atemwege vollständig unterbrochen. Ärzte diagnostizieren in diesem Fall eine obstruktive Apnoe. Der lateinische Begriff „obstruere“ bedeutet „verschließen“. Schnarchen ist störend und kann weitreichende Auswirkungen im sozialen Umfeld haben, beispielsweise wenn Ihnen nahestehende Menschen sich durch das Schnarchen gestört fühlen und einen Schlafplatz in einem anderen Zimmer suchen. Schnarchen gefährdet aber aus medizinischer Sicht Ihre Gesundheit nicht, wenn es keine weiteren Beschwerden verursacht. Bei einem Aufenthalt im Schlaflabor kann abgeklärt werden, ob nur ein lästiges Schnarchen vorliegt oder dieses von krankhaftem Wert ist.

Therapiemöglichkeiten


Wenn Sie lediglich schnarchen und sonst keine weiteren Beschwerden haben, benötigen Sie aus ärztlicher Sicht keine Therapie und insbesondere keine Atemmaske für die Nachtruhe. In einzelnen Fällen kann das Schnarchen durch bestimmte Hilfsmittel reduziert werden: zum Beispiel durch eine Lagerungsbandage, die bestimmte Schlafpositionen (meist die Rückenlage) verhindert, in denen Sie für gewöhnlich schnarchen. Weitere Möglichkeiten sind eine Aufbissschiene für Ihre Zähne sowie die Therapie einer behinderten Nasenatmung oder einer Kehlkopfentzündung. Operationen zur Beseitigung des Schnarchens kommen nur in Einzelfällen in Frage. Die Chancen und Risiken einer Operation sollte zuvor mit den Ärzten im Schlaflabor und dem behandelnden HNO-Arzt ausführlich besprochen werden. Rauchen und Übergewicht können das Schnarchen ebenfalls beeinflussen. Deshalb kann sich in einigen Fällen schon durch die Aufgabe des Rauchens oder durch eine Gewichtsreduktion das Schnarchen vermindern.
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