Diabetes in der Schwangerschaft

Bei einem Diabetes in der Schwangerschaft unterscheiden wir zwischen einem bereits vor der Schwangerschaft bekannten Typ-1- oder Typ-2-Diabetes, einer erstmals in der Schwangerschaft aufgetretenen oder diagnostizierten Störung des Zucker- oder Glukosestoffwechsels (Gestationsdiabetes) und einer in der Schwangerschaft diagnostizierten manifesten Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat eigene Empfehlungen für Patientinnen mit bekanntem Diabetes mellitus erstellt, bei denen eine Schwangerschaft vorliegt oder die eine Schwangerschaft planen. Die Empfehlungen (Patienten-Leitlinien) können Sie unter diesem Link aufrufen:

www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/redaktion/mitteilungen/leitlinien/PatL_Schwangerschaft_2008.pdf

Bei einem Gestationsdiabetes handelt es sich um eine Glukosetoleranzstörung (Zuckertoleranzstörung), die erstmals in der Schwangerschaft mit einem 75-g oralen Glukosetoleranztest (oGTT, Zuckerbelastungs-Test) unter standardisierten Bedingungen und qualitätsgesicherter Glukosemessung (Blutzuckermessung) aus venösem Plasma diagnostiziert wird. Die Diagnose ist bereits mit einem erhöhten Nüchtern-Glukosewert möglich.

Ein Gestationsdiabetes wird dann festgestellt, wenn nach Aufnahme von 75 g gelöstem Traubenzucker einer oder mehrere der folgenden Werte erreicht oder überschritten werden:

Nüchtern-Blutzucker 92 mg/dl
Nach 1 Stunde 180 mg/dl
Nach 2 Stunden 153 mg/dl

Der Test sollte nach Empfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) bei allen Schwangeren in Schwangerschaftswoche 24 + 0 bis 27 + 6 durchgeführt werden, soweit nicht bereits ein Diabetes oder Risikofaktoren für einen Diabetes vorliegen.
Leider werden die Kosten trotz dieser Empfehlungen bislang von den Kassen nicht übernommen.

Ein in der Schwangerschaft neu diagnostizierter manifester Diabetes mellitus liegt dann vor, wenn der Nüchtern-Blutzucker mindestens zweimalig über 126 mg/dl oder der Wert 2 Stunden nach der Traubenzuckeraufnahme bei 200 mg/dl oder aber darüber liegt. Eine solche Form des Diabetes wird wie eine bereits vor der Schwangerschaft bekannte Zuckerkrankheit behandelt.
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