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Ärztliche Leitung: Zentrum für Schlaf- und Beatmungsmedizin

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Dr. Thomas Voshaar
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Therapiemöglichkeiten

Therapiemöglichkeiten

Schlafatemtherapie


Bei einer bedeutsamen Schlafapnoe gibt es keine effektivere und besser durch Studien geprüfte Behandlungsmethode als die Schlafatemtherapie mittels Maske und Überdruck. Das Schlafatemtherapiegerät erzeugt über eine Maske einen Überdruck im Nasen-/Mund-/Rachenbereich und führt so zu dessen Erweiterung. Durch diese Stabilisierung mittels Luftdruck ist kein Zusammenfallen des Rachenraums mehr möglich, somit können Atempausen bzw. das Schnarchen nicht mehr auftreten. Das Prinzip funktioniert wie bei einem Fahrradschlauch, der mit Luft aufgepumpt wird und dabei seine Stabilität erhält.

Während des Aufenthalts im Schlaflabor testen wir bei Ihnen, wenn möglich, verschiedene Maskentypen. Man unterscheidet zwischen Nasen-, Nasenmund-, Mund- und Vollgesichtsmasken. Daneben gibt es individuell angefertigte Masken. Alle Geräte können mit einem Luftbefeuchtungssystem ausgestattet werden, um bei Schleimhautproblemen unter der Therapie diese zu reduzieren und den Therapiekomfort zu erhöhen. Im Verlauf der Therapie kann es notwendig werden, dass von einem Gerätetyp auf einen anderen gewechselt werden muss, weil sich die nächtlichen Atemstörungen geändert haben.

Die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten mit Schlafapnoe nimmt durch die Therapie in der Regel beträchtlich zu. Die Tagesschläfrigkeit verschwindet, die Leistungsfähigkeit wird wieder erhöht und Beeinträchtigungen, wie Konzentrationsschwächen infolge des nicht-erholsamen Schlafeswerden beseitigt.

Therapiegeräte

Welches Schlafatemgerät ist am besten geeignet?

Für jede Patientin und jeden Patienten wählt das Schlaflabor Bethanien das am besten geeignete System aus. Berücksichtigt werden dabei der Ausgangsbefund, mögliche Begleiterkrankungen, der zur Beatmung notwendige Therapiedruck der zugeführten Luft und der Komfort des Gerätes, Therapeutische Unterschiede bei Schlafatemgeräten Die Therapiegeräte arbeiten alle mit positivem Luftdruck. Dabei steht CPAP für Coutinuous Positive Airway Pressure. Die CPAP-Therapie ist der erfolgreiche Standard. Andere Therapieverfahren per Maske stehen ergänzend zur Verfügung.

APAP-Gerät:

Der Druck wird durch das Gerät in einem einstellbaren Bereich festgelegt. Braucht ein Patient beispielsweise in Rückenlage höhere Luftdrücke, um die Atemwege offen zu halten, als in Seitenlage, kann das Gerät dies entsprechend automatisch ausgleichen.

Bilevel oder BiPAP:

Hier wird zwischen einem Einund einem Ausatemdruck unterschieden. Dieses Gerät kommt zum Einsatz, wenn ein hoher Beatmungsdruck erforderlich ist und hierdurch Beschwerden bei der Behandlung auftreten oder wenn eine zusätzliche Unterstützung des Atemrhythmus erforderlich ist. Neben den genannten Geräten gibt es weitere Spezialgeräte, die nur in ganz besonderen Fällen zum Einsatz kommen.

Weitere Therapieverfahren


Aufbissschienen

Den Unterkiefer nach vorne verlagernde Kunststoffschienen verhindern, dass der Unterkiefer im Schlaf zurücksinkt und den dahinter liegenden Rachenraum verengt. Die Therapie mit einer Aufbissschiene kann bei einem leichten Schlafapnoe-Syndrom oder einem reinen Schnarchen versucht werden, wenn eine Beatmungstherapie mit Maske nicht erfolgreich verläuft oder nicht eindeutig indiziert ist. Ein Therapieerfolg ist mit der Aufbissschiene aber nicht immer garantiert. Zudem kann es nach längerer Anwendung zu Schmerzen im Kiefergelenk
kommen.

Lagerungstraining

Wenn bei der nächtlichen Messung im Schlafl abor eine lageabhängige Schlafapnoe festgestellt worden ist, kann ein sogenanntes Lagerungstraining versucht werden. Bei dem Lagerungstraining lernen Betroffene, im Schlaf die Rückenlage zu vermeiden, falls in dieser Lage die meisten Atmungsstörungen auftreten. Dazu kann auch eine Lagerungshilfe verwendet werden. Ein Bauchgurt, mit weichem Schaumstoff auf der Rückseite ausgestattet, verhindert im Schlaf das Einnehmen einer Rückenlage.

Medikamentöse Therapie

Eine medikamentöse Therapie zur Beseitigung von Atempausen gibt es nicht. Im Gegenteil können einige Medikamente eine Schlafapnoe sogar begünstigen. So können zum Beispiel Opiate (Morphin etc.) eine zentrale Schlafapnoe verursachen oder verstärken. Auch erfolgversprechende Hilfsmittel, die etwa im Internet angeboten werden, können keinen positiven Effekt nachweisen. In der Regel fehlen seriöse Studien für diese Mittel. Das Schlafl abor Bethanien rät von solchen Mitteln daher dringend ab.

Operative Therapie


Ist eine Operation bei Schlafapnoe sinnvoll?

Das Schlaflabor Bethanien empfi ehlt bei einer ausgeprägten Schlafapnoe zunächst die Therapie mit einem Schlafatemgerät. Die Beatmungstherapie hat den Vorteil, dass Sie jederzeit beendet oder angepasst werden kann. Eine Operation hingegen kann nicht rückgängig gemacht werden und birgt Risiken. Sie wird daher von unserer Seite nur in speziellen Fällen und nach Beratung mit HNO-Ärzten empfohlen. Bei starker Behinderung der Nasenatmung durch Polypen und sonstige Gewebewucherungen oder eine stark verkrümmte Nasenscheidewand kann eine Operation durchaus sinnvoll sein. Die Schlafapnoe wird durch eine derartige Operation zwar nicht beseitigt, die Operation kann aber für weitere Behandlungsmaßnahmen wie die Beatmung hilfreich sein. Vergrößerte Mandeln werden vorwiegend im Kindesalter operiert. Eine Mandelentfernung bei Erwachsenen wird in der Regel nur dann vorgenommen, wenn die Mandeln häufig entzündet sind. Ein relevantes Schlafapnoe-Syndrom verschwindet aber nach einer solchen OP nicht.

Zur Behandlung des Schnarchens oder auch bei einer leichten Schlafapnoe ist die Operation von weichem Gaumen, Gaumensegel und Rachenwänden möglich. Dabei handelt es sich um die sogenannte Uvulo-Palato-Pharyngo-Plastie (UPPP). Sie sollten jedoch wissen, dass es nach einem solchen Eingriff - je nach Ausmaß der OP - zu Problemen kommen kann. So können durch die Operation Probleme beim Sprechen (Näseln), oder beim Schlucken (häufi ges Verschlucken) entstehen. Zudem können sich durch den Eingriff unangenehme Narbenzüge im Bereich des Rachens bilden. Die Schlafapnoe verschwindet durch die UPPP zumeist nicht vollständig, kann jedoch abgemildert werden. Bei einer schweren Schlafapnoe macht die UPPP keinen Sinn. In jedem Fall ist bei Erwägung jedweder Operation eine ausführliche Beratung mit einem HNO-Facharzt und Schlafmediziner erforderlich.

Operative Therapieverfahren


Nasenoperation

Dabei werden Verkrümmungen der Nasenscheidewand berichtigt und Gewebewucherungen in der Nase oder Polypen operativ entfernt.

Gaumenstraffung mit Radiofrequenz-Therapie (RFT) oder Laser-Therapie

Bei der Radiofrequenz-Therapie wird mit Hilfe von Radiowellen in einem schonenden Verfahren schlaffes Gewebe im Rachenraum wieder gestrafft. Bei der Lasermethode wird schlaffes, überfl üssiges Gewebe mit einem hoch energetischen Lichtstrahl entfernt.

Uvulo-Palato-Pharyngo-Plastik (UPPP)

Beim UPPP-Verfahren wird die weiche Gaumenmuskulatur operativ gestrafft und das Gaumenzäpfchen gekürzt.

Schlaftherapie zu Hause


Nach dem Aufenthalt im Schlaflabor

Nach einer Eingewöhnungsphase berichten die meisten Patientinnen und Patienten über eine deutlich bessere Qualität des Schlafs und über den Rückgang oder das vollständige Verschwinden der Symptome. Der Schlaf wird wieder als erholsam wahrgenommen. Dazu muss die Therapie allerdings immer und konsequent durchführt werden - und zwar lebenslang.

Das Absetzen der Therapie hat zur Folge, dass die Symptome wieder auftreten. Die Beatmungsgeräte werden noch im Schlafl abor auf den für Sie notwendigen Beatmungsdruck eingestellt. Der Druck kann in Schlaflaboren überprüft und angepasst werden, da dieser sich im Laufe der Therapie verändern kann, zum Beispiel nach erheblicher Gewichtsveränderung.

Eine Überprüfung des Beatmungsgerätes ist ambulant möglich. Nach der Grundeinstellung des Beatmungsgeräts im Schlafl abor wird die erste Kontrolle nach drei Monaten ambulant gegebenenfalls auch stationär durchgeführt. Wenn alle Parameter weiterhin ein gutes Ergebnis bei der nächtlichen Messung zeigen, ist eine weitere Kontrolle erst nach ein bis zwei Jahren erforderlich. Eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus ist nur erforderlich, wenn es einer Druckanpassung bedarf oder wenn Probleme anderer Art auftreten.

Mögliche Therapieprobleme
Bei Problemen wie nachlassendem Therapieeffekt, dem Auftreten neuer Schlafstörungen oder bei Problemen mit neu verschriebenen Medikamenten melden Sie sich bitte zeitnah im Schlafl abor. Wir möchten Ihnen in solchen Fällen rasch helfen.

Wie bei jeder Therapie können auch bei einer Beatmungstherapie
Probleme auftreten:

Achten Sie auf Undichtigkeit der Atemmaske und vermeiden Sie die Entstehung von Druckstellen, damit es nicht zu Hautschädigungen kommt. Kommt es zur Austrocknung der Nasen- und Rachenschleimhaut, ist der Einsatz eines Warmluftbefeuchters möglich. Diese Luftbefeuchter gibt es für alle gängigen Schlafatemgeräte. Bei Verdacht auf einen Gerätedefekt, etwa durch ein ungewöhnliches Geräusch oder ungleichmäßigen Druck der Beatmungsluft, sollten Sie Wartungsarbeiten bei dem zuständigen Gerätehersteller ausführen lassen.

Sollten Sie weitere Probleme mit Ihrem Atemgerät oder Fragen zum Therapieverlauf haben, rufen Sie uns einfach an, damit wir Ihnen so schnell wie möglichhelfen können.

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