Pressemitteilungen aus dem Jahr 2012
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Notruf "116117" jetzt bundesweit geschaltet
Unter dieser Nummer erreichen Sie ab 16. April 2012 bundesweit den ärztlichen Bereitschaftsdienst in Ihrer Nähe
Krankheiten kennen keine Sprechzeiten: Eine akute Magenverstimmung über die Feiertage oder unerwartet hohes Fieber am Wochenende – es gibt viele Gründe, die einen Arzt erforderlich machen, wenn die Praxen gerade geschlossen sind.
Unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116117 erreichen Sie ab 16. April 2012 den ärztlichen Notdienst. Überall in Deutschland sind niedergelassene Ärzte im Einsatz, die Patienten in dringenden medizinischen Fällen ambulant behandeln – auch nachts, an Wochenenden und an Feiertagen.
Die Nummer funktioniert ohne Vorwahl, gilt deutschlandweit und ist kostenlos – egal ob Sie von zu Hause oder mit dem Mobiltelefon anrufen. Deutschland ist das erste Land der EU,das diese einheitliche Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst eingeführt hat.
Wann rufen Sie die 116117 an?
Handelt es sich um eine Erkrankung, mit der Sie normalerweise einen niedergelassenen Arzt in der Praxis aufsuchen würden, aber die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst zuständig.
Der Bereitschaftsdienst ist jedoch nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst, der in allen lebensbedrohlichen Fällen Sofort-Hilfe leistet. Bei Notfällen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall und schwere Unfälle, alarmieren Sie wie bislang den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112.
Wenn Sie die Nummer 116117 aus Moers anrufen, werden Sie mit der hausärztlichen Notfallpraxis verbunden, die sich auf dem Gelände des Bethanien-Krankenhauses befindet (Anfahrt über die Wittfeldstraße).
(Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung weitere Infos zur bundesweiten Rufnummer 116117 unter: http://www.116117info.de/html/) -
Gemeinsamer Nachmittag von Jung und Alt
Seniorinnen aus dem Altenkrankenheim Bethanien besuchten Kindergarten Kurze Straße
Gemeinsame Lesestunde von Jung und Alt: Die Kinder Leander, Lex, Paul, Chaymaa und Emelie ganz vorn sowie Joline, Nico, Lara und Lea in der zweiten Reihe bekamen in ihrem Kindergarten Kurze Straße netten Omi-Besuch aus dem Altenkrankenheim Bethanien. Mit dabei waren (v.r.n.l.) die Seniorinnen Wilhelmine Schleicher, Lieselotte Höffken, Ruth Soyke, Anneliese Günzel sowie Bernd Mark und Renate Konze als ehrenamtliche Helfer den Sozialen Dienstes im Altenkrankenheim.Einen Besuch im Moerser Kindergarten Kurze Straße machten dieser Tage wieder die Seniorinnen aus dem Altenkrankenheim Bethanien. "Zwischen dem Kindergarten und unserer Einrichtung gibt es regelmäßige Besuche und gemeinsame Nachmittage von Jung und Alt", berichtet Margot Kläckes als stellvertretende Leiterin des Sozialen Dienstes im Altenkrankenheim. "Erst zu Ostern waren die Kinder aus dem Kindergarten Kurze Straße bei uns und haben mit den Bewohnerinnen Ostereier bemalt", so Kläckes.
Bei den Gegenbesuchen im Kindergarten gab es allerdings bislang immer ein kleines Problem, denn die Seniorinnen aus Bethanien sind zum überwiegenden Teil auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen. Da war bislang sprichwörtlich kein Durchkommen im Kindergarten. Doch nach dem Umbau gibt es dort nun ebenerdige Zugänge, breite Türen und sogar eine rollstuhlgerechte Toilette wie Margret Wanigesinghe als Leiterin des Kindergartens und ihre Kollegin Marina Polm bei einem Rundgang durch die Einrichtung erläuterten.
Zu einem gemütlichen Beisammensein kam es nach dem Rundgang durch die Räumlichkeiten der Katzen-Gruppe, wo Pädagogin Marina Polm Kindern und Seniorinnen aus dem Bilderbuch die bekannte Geschichte von der kleinen Raupe Nimmersatt vorlas. Später wurden gemeinsam Frühlingslieder gesungen. Für eine Stärkung sorgten schließlich selbstgebackenen Waffeln. Die gab's natürlich mit viel Schlagsahne, so wie es sich für kleine und große Nimmersatts nach einem abwechslungsreichen Tag gehört. -
Blumen von der Hebamme
Zum Welt-Hebammentag (5.5.) beschenkten die Bethanien-Geburtshelferinnen Schwangere und junge Mütter in der Frauenklinik
Geburtshelferinnen mal anders im Einsatz: Die Leitende Bethanien-Hebamme Petra Onasch-Szermann (2.v.l.) und ihre Kollegin Kathrin Quinders (3.v.l.) überreichten anlässlich des Welt-Hebammentags am 5. Mai Blumen an alle Schwangeren und jungen Mütter. Es freuten sich Natalia Kapol aus Krefeld mit Tochter Luana (ganz links) sowie (v.r.n.l.) Alena Balles aus Moers mit Sohn Areseniy, Patricia Petersjohann mit Sohn Lennox Lewis und Kathrin van Büren aus Moers mit Sohn Paul.Blumengruß von den Hebammen im Krankenhaus Bethanien: Anlässlich des Welt-Hebammentags am Samstag (5.5.) statteten die Geburtshelferinnen des Krankenhauses allen Schwangeren und jungen Müttern in der Frauenklinik einen Besuch auf den Zimmern ab. Wie in jedem Jahr überreichten die Hebammen dabei persönlich an jede Frau eine Rose. "Das ist in unserem Haus eine schöne Tradition", erläutert die Leitende Hebamme Petra Onasch-Szerman und ihre Kollegin Kathrin Quinders. "Viele Frauen sind zunächst überrascht, wenn die Tür aufgeht und wir auf der Wochenstation mit unseren Blumenkörben in die Zimmer hereinspazieren", berichten die beiden Hebammen. "Aber spätestens wenn wir erklären, warum wir kommen, werden wir von den Frauen geherzt und geküsst. Der Hebammentag am 5. Mai ist weltweit unser Feiertag - auch wenn wir Bethanien-Hebammen an diesem Tag natürlich im Kreißsaal arbeiten und den Gebärenden zu Seite stehen", sagt die Leitende Hebamme Petra Onasch-Szerman.
Den seit 1993 weltweit immer am 5. Mai begangenen Hebammentag nutzen Geburtshelferinnen in ganz Deutschland dazu, um überall auf ihre beruflichen Belange aufmerksam zu machen. In Deutschland sei die Situation für viele frei arbeitenden Hebammen durch erhebliche finanzielle Belastungen viel schwieriger oder gar unmöglich geworden. Gerade in ländlichen Gebieten wie dem Niederrhein müsse eine optimale geburtshilfliche Versorgung unbedingt erhalten bleiben - besonders dann, wenn der nächste Kreißsaal nicht gerade in der Nähe ist. "Ohne uns geht nichts in der Geburtshilfe" lautet deswegen beim Hebammentag in diesem Jahr das bundesweite Motto, dem sich auch die Hebammen in Bethanien vorbehaltlos anschließen konnten. "Wir setzen uns für bessere Arbeitsbedingungen und eine Finanzierbarkeit des Hebammenberufs ein", so Petra Onasch-Szerman und Kathrin Quinders. Beide Bethanien-Hebammen leiten zugleich den Deutschen Hebammenverband am Niederrhein und kennen die immer härter werdenden beruflichen Bedingungen vieler frei arbeitender Kolleginnen sehr genau. "Alle Gebärenden haben ein recht auf gute Versorgung durch eine Hebamme. Dies soll unsere Aktion deutlich machen." -
Chefarzt referiert über den Husten
Gemeinsame Veranstaltung der Patientenliga Atemwegserkrankungen und Lungenklinik Bethanien
Chefarzt Dr. Thomas Voshaar von der Lungenklinik referiert über den Husten.Zu einem Vortrag mit Chefarzt Dr. Thomas Voshaar laden am Do, 10. Mai um 19 Uhr die Patientenliga Atemwegserkrankungen Moers-Niederrhein und die Lungenklinik Bethanien ein. Als Leiter der Lungenklinik wird Dr. Voshaar über das Thema: "Husten und Schleim - Was hilft gegen Husten und was hilft gegen Schleim?" referieren. Die Veranstaltung ist Teil einer von der Patientenliga und dem Krankenhaus gemeinsam veranstalteten Vortragsreihe, bei der Bethanien-Experten ein interessiertes Publikum regelmäßig über Diagnose und Therapie von Lungenerkrankungen informieren. Der Eintritt zum Vortrag im großen Veranstaltungssaal des Moerser Krankenhauses (Bethanienstr. 21) ist frei. Weitere Infos gibt es auf der Homepage der Selbsthilfegruppe unter: www.patientenliga-moers.de/vortraege.htm -
Eine "Lebens-Weste" fürs Herz
Pilotprojekt in der Bethanien-Kardiologie erspart Patienten eine Operation
Lebensretter im Einsatz: Chefarzt Prof. Stefan Möhlenkamp untersucht den herzkranken Moerser Patienten Ulf Maaßen, der in den nächsten Wochen ständig das neue LifeVest-System aus Brustgurt und kleinem Computer am Körper trägt.Ulf Maaßen hat in den nächsten Wochen einen ständigen und wachsamen Begleiter bei sich: Tag und Nacht trägt der Moerser Patient einen Gurt und ein kleines Gerät am Körper, das rund um die Uhr den Herzschlag kontrolliert - und notfalls einen lebensrettenden Elektroschock abgibt. Der Moerser leidet an einer schweren Herzrhythmusstörung, die jederzeit zu einem Herzstillstand führen könnte. "Früher hätten wir in einem solchen Fall sofort operieren müssen, um einen Defibrillator einzusetzen. Herr Maaßen ist der erste Patient in Moers, bei dem wir auf eine solche Operation verzichten konnten", erklärt Chefarzt Prof. Stefan Möhlenkamp von der Kardiologie des Bethanien-Krankenhauses.
Grund dafür ist eine neue Technik, die sich LifeVest nennt. Wie ein bei einer Operation eingesetzter Defibrillator kann das neue System lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen durch Elektroschocks unterbinden. Einziger Unterschied: Die "Lebens-Weste" funktioniert ohne Operation. Das System besteht aus einem Gurt mit Sensoren für den Oberkörper, an dem ein Mini-Computer angeschlossen ist. Den Computer trägt Herr Maaßen wie eine Umhängetasche bei sich. "Nur beim Duschen nehme ich das ganze System ab", sagt Herr Maaßen. "Dabei darf ich allerdings nicht vergessen, das Gerät auszuschalten. Sonst schlägt eine Sirene Alarm. Das kann sehr laut werden."
Dank der elektronischen Weste konnte Herr Maaßen das Krankenhaus nach zwei Wochen ohne OP-Termin wieder verlassen. "Die LifeVest kommt nur vorübergehend zum Einsatz. Und zwar dann, wenn Patienten aufgrund einer Herzmuskelentzündung oder einer so genannten Kardiomyopathie ernsthaft gefährdet sind, möglicherweise lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen zu erleiden", erläutert Prof. Möhlenkamp. "Ohne das neue System hätten wir den Patienten auf keinen Fall nach Hause schicken können."
Der Chefarzt betont, dass die LifeVest nur in ganz bestimmten Fällen zum Einsatz kommen kann. "Es gibt Patienten, bei denen sich die schwere Herzerkrankung nach ein paar Wochen wieder so gut bessern kann, dass diese Menschen nicht dauerhaft einen Defibrillator benötigen", sagt Prof. Möhlenkamp. Solchen Patienten kann das System helfen, die Zeit zu überbrücken, bis das Herz sich erholt hat. "Die Patienten müssen dann nicht im Krankenhaus liegen und es kann auf die Implantation eines Defibrillators verzichtet werden."
Ein weiterer Grund, warum ein solches System bislang nur für ausgewählte Patienten infrage kommt: Die Patienten müssen das Gerät, in dem modernste Technik steckt, selbst bedienen können. Denn der Mini-Computer zeichnet den Herzschlag des Patienten nicht nur auf, sondern übermittelt die Daten drahtlos über Bluetooth täglich auch an eine zentrale Auswertestelle. "So haben wir als behandelnde Ärzte ständigen Zugriff auf möglicherweise vom Patienten daheim nicht gespürte Herzrhythmusstörungen", erläutert der Kardiologe. Für den 54-jährigen Patienten Ulf Maaßen ist das Hightech-System kein Problem, er fühlt sich im Umgang mit dem Gerät sicher. "Man ist gut ausgerüstet mit so einer LifeVest, denn ich könnte ja jederzeit umkippen."
Etwa 400 Lebens-Westen sind derzeit bundesweit in einer klinischen Testphase im Einsatz. "Es müssen weitere klinische Studien abgewartet werden, wie hoch der medizinische Nutzen tatsächlich ist, und welche Patienten für dieses neue System infrage kommen", betont Prof. Möhlenkamp. "Für unseren Patienten war es in jedem Fall die richtige und die beste Wahl." Bei geeigneten Patienten prüfen die Krankenkassen momentan im Einzelfall eine Kostenübernahme der Therapie mit dem neuen Gerät. -
Schülerinnen und Schüler unterstützen Kinderklinik
Spende kam bei Fußballturnieren der Moerser Grundschulen zusammen
So sehen stolze Sieger aus: Die Fußballjungs (v.l.n.r.) Niklas Engels, Felix Fiegen, Moritz Liebisch, Marcel Wichmann, Marijan Balters, Paul Hagelgans und Jarne Weiß von der Waldschule Schwafheim übergaben eine Spende vom Fußballturnier der Moerser Grundschulen an Chefarzt Dr. Michael Wallot (im weißen Arztkittel) von der Kinderklinik Bethanien sowie an die Klinikclowns Flocke alias Silke Eumann (hockend) und Schlatke alias Holger Voss (hinten mit Hut) vom Verein Clownsvisite. (Foto: KBM/ Bettina Engel-Albustin)Dieser Betrag kann sich sehen lassen: Eine Spende in Höhe von 460 Euro spendeten die Moerser Grundschulen dieser Tage an die Kinderklinik Bethanien. Die Summe war bei den traditionellen Fußballturnieren der Moerser Grundschulen zusammengekommen und soll nun die Arbeit der Klinikclowns in Bethanien unterstützen. Beim Hallenturnier in der Sporthalle an der Kirschenallee hatte am 8. Dezember bis zuletzt Spannung in der Luft gelegen. In der Endrunde standen sich bei den Jungen die Teams der Grundschule Hülsdonk und der Waldschule Schwafheim gegenüber. Beim Stand von 0:0 holte sich die Waldschule schließlich durch Siebenmeter den Sieg. Bei den vier Mädchen-Teams trug die Grundschule Hülsdonk den Sieg davon.
Zur Spendenübergabe kam das siegreiche Jungen-Team der Waldschule eigens in die Kinderklinik, um den Scheck persönlich an die beiden Klinikclowns Flocke alias Silke Eumann und Schlatke alias Holger Voss zu übergeben. Die kleinen Fußballer wurden von ihrer Lehrerin Regina Pasel und von Sofie Schroers von der Eschenburg-Grundschule begleitet, die das Grundschulturnier seit vielen Jahren organisiert. "Ein großes Dankeschön an alle Jungs und Mädchen, die beim Fußballturnier mutig aufs Tor gehalten haben, um unsere Arbeit zu unterstützen", dankten Chefarzt Dr. Wallot sowie die beiden Clowns Flocke und Schlatke vom Verein Clownsvisite. -
Geborgenheit für Mutter und Kind
"Still-Treff" der Elternschule Bethanien bietet wöchentlich Beratung und Austausch
Der kleine Finn und seine Mutter Nicola Kräkel (re.) aus Duisburg-Homberg fühlen sich beim Still-Treff in der Elternschule Bethanien sichtlich wohl. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)Geborgenheit für Mutter und Kind: Der kleine Finn und seine Mama Nicola Kräkel aus Duisburg-Homberg genießen in der Elternschule des Bethanien-Krankenhauses das Beisammensein mit anderen Müttern und Kindern. Der Still-Treff bietet zum einen Hilfe und Unterstützung bei allen Fragen rund ums Stillen. Zum anderen sind die von Kinderkrankenschwester Sabine Kühnel geleiteten Treffen eine kompetente Elternberatung in netter Atmosphäre. "Deswegen sind die Treffen so beliebt", sagt Kühnel, die zugleich zertifizierte Stillberaterin ist und auch die Elternschule in Bethanien leitet. "Zu uns können alle Mütter mit ihren Babys kommen, egal, ob sie im Krankenhaus Bethanien entbunden haben oder nicht. Wir freuen uns über jede neue Mutter in unserer Runde." Besonders schön sei, dass unter den Müttern und auch unter den Kindern immer wieder enge Freundschaften entstehen. "Und die halten meist sehr lange."
Während die Kinder im Turnsaal des Krankenhauses auf Krabbeldecken spielen, können die Mütter mal abschalten oder mit den Kinderkrankenschwestern ins Gespräch kommen. Vorrangig will der Still-Treff junge Mütter zum Stillen ermutigen. "Muttermilch ist die natürlichste Säuglingsernährung. Es gibt einfach nichts besseres", betont Kinderkrankenschwester Kühnel. "Wir klären deswegen bei den Treffen über alle Fragen rund ums Stillen auf und reden auch über mögliche Schwierigkeiten wie Milchstau bei der Mutter oder Blähungen beim Baby. Das Leben mit dem Kind wirft im Alltag immer wieder neue Fragen auf und wir wollen helfen, alles gut zu meistern." Die Teilnahme am Still-Treff ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Treff findet jeden Dienstag von 16.15 bis 17.30 Uhr im alten Turnsaal des Krankenhauses statt. Weitere Infos bei der Elternschule unter Tel. 02841/200-2670. -
Neuer Oberarzt in der Orthopädie
Wirbelsäulen-Spezialist Dr. Karsten Maier kommt aus Duisburg nach Bethanien
Wirbelsäulen-Spezialist Dr. Karsten Maier ist neuer Oberarzt in Bethanien. (Foto: KBM/Engel-Albustin)Ein neues Gesicht in der Unfallchirurgie des Krankenhauses Bethanien: Dr. Karsten Maier ist neuer Oberarzt in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie des Krankenhauses. Der von den Duisburger Wedau-Kliniken kommende Wirbelsäulen-Spezialist wird in Bethanien schwerpunktmäßig auch Erkrankungen und Verletzungen der oberen Extremitäten behandeln. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist der Einsatz künstlicher Kniegelenke, eine Aufgabe, die vom Operateur Präzision und besonderes handwerkliches Geschick erfordert. "Ich freue mich auf die Aufgaben in Moers. Bethanien hat mich sehr freundlich aufgenommen", so der Oberarzt. Der knapp vierzigjährige Mediziner gehört zur jüngeren Generation von Oberärzten in Bethanien. Persönlich ist Dr. Karsten Maier mit dem Niederrhein eng verbunden: In Viersen geboren, lebt er mit Frau und zwei Söhnen in Grefrath. -
Sport- und Modecenter BRAUN übergab Spende an Kinderklinik
Betrag unterstützt die Besuche der Klinikclowns in Bethanien
Die sind einfach toll: Sylvia Knoll-Peterson (Mitte) und Frank Pape (hinten li.) von der Werbeabteilung des Moerser Sport- und Modecenters BRAUN übergaben einen Spendenscheck an Chefarzt Dr. Michael Wallot (hinten re.) von der Kinderklinik sowie an die in Bethanien tätigen Klinikclowns Flocke alias Silke Eumann (li.) und Schlatke alias Holger Voss (re.) vom Verein Clownsvisite.Ein große Spende in Höhe von 2.000 Euro übergab das Sport- und Modecenter BRAUN dieser Tage an die Kinderklinik Bethanien. Der Betrag kommt den Klinikclowns vom Verein Clownsvisite zugute, die wöchentlich die Kinderstation besuchen. "Wir spenden gern für die Arbeit der Klinikclowns, weil wir wissen, dass lachende Kinder im Krankenhaus schneller wieder gesund werden", sagten Sylvia Knoll-Peterson und Frank Pape von der Werbeabteilung des Modecenters bei der Scheckübergabe an Chefarzt Dr. Michael Wallot sowie an die Klinikclowns Flocke und Schlatke. "Ihr bei BRAUN seid einfach toll!", freuten sich die beiden Clowns Flocke alias Silke Eumann und Schlatke alias Holger Voss über die Spende.
Wie Chefarzt Dr. Michael Wallot betonte, gehört Moerser Modehaus schon lange zu den treuesten Spendern der Kinderklinik. "Ohne diese Unterstützung hätte in den vergangenen Jahren so mancher Besuch der Clowns auf der Kinderstation ausfallen müssen", so der Chefarzt. Denn die wöchentlichen Besuche der speziell für die Einsätze im Krankenhaus geschulten Clowns muss die Kinderklinik komplett aus Spendenmitteln finanzieren. "Zwischendurch wird es da mit den Finanzen immer mal wieder knapp. Deswegen freuen wir uns umso mehr, wenn Spender aus der Unterstützung eine gute Tradition machen." Chefarzt Dr. Wallot bat Sylvia Knoll-Peterson und Frank Pape, allen Kolleginnen und Kollegen im Modecenter den Dank und die Grüße aus der Kinderklinik auszurichten. -
Bethanien feiert Ostern
Jung und Alt stimmten sich auf das Fest ein
Die Kinder von der Krabbelgruppe der Bethanien-Elternschule wissen jetzt, dass es den Osterhasen wirklich gibt, denn Küchenchef Ralph Stamm und sein Kollege Norbert Hüfken (hinten li. und re.) haben den Hoppelhasen beim Verstecken von bunten Eiern zwischen im Park des Krankenhauses gesehen.Den Osterhasen gibt es wirklich. Das jedenfalls kann das Küchenteam im Bethanien-Krankenhaus bestätigen. Gerade hatten sich Küchenchef Ralph Stamm und Mitarbeiter Norbert Hüfken im Park auf dem Krankenhausgelände auf die Suche nach dem Hasen gemacht, da meldeten ganz in der Nähe die Kinder aus der Krabbelgruppe der Bethanien-Elternschule schon die ersten Funde: Zwischen Osterglocken und den ersten grünen Büschen hatte der Hase doch tatsächlich für jedes Kind ein kleines Osternest aus Schokolade und bunten Eiern bereitet - pünktlich zum Fest. "Wir haben den Osterhasen noch ganz hinten durch die Bäume hoppeln sehen, dann war er weg", schworen die beiden Küchen-Mitarbeiter. Silvia Brottmann als Leiterin der Krabbelgruppe konnte das nur bestätigen. "Wir suchen hier jedes Jahr Ostereier mit den Kindern der Krabbelgruppe." Augenzwinkernd fügt sie hinzu: "Ich nehme an, der Osterhase rechnet fest damit, dass die Kinder hier suchen, denn bislang haben sie immer etwas gefunden."
Im Altenkrankenheim Bethanien feiern (v.l.n.r.) Bewohnerin Johanna Eiserich, Inge Schumacher als ehrenamtliche Mitarbeiterin Cornelia König, Auguste Baumers, Altenpflegehelferin Silvia Kollmann und Irmgard Kunath das diesjährige OsterfestAuch im nahe gelegenen Altenkrankenheim Bethanien muss der Osterhase anschließend vorbeigekommen sein. Dort stimmten sich beim traditionellen Osterfrühstück Bewohnerinnen und Bewohner der Senioreneinrichtung gemeinsam mit ihren Angehörigen und Mitarbeitern auf das Fest ein. In der schön geschmückten Cafeteria hatte das Team der Hauswirtschaft für ein entsprechendes Ambiente natürlich auch auf den Tischen gesorgt: Dort standen Blumenschalen mit kleinen Osternestern, dazu Narzissen und Hyazinthen und nicht zuletzt Schokoladenhasen an jedem Platz. Nach einem zünftigen Frühstück begrüßten die Anwesenden das Frühjahr dann mit Sekt, einem Gedicht und gemeinsam gesungenen Frühlingsliedern - begleitet vom Singekreis der im Altenkrankenheim tätigen Ehrenamtler und Horst Barthel an der Gitarre. -
Kinderklinik erneut ausgezeichnet
Fachgesellschaft GKinD verlieh Bethanien Qualitätssiegel für optimale Versorgung von Kindern
Die ausgewiesene Qualität der Kinderklinik Bethanien hat sich scheinbar noch nicht überall herumgesprochen: Ein von Kinderkrankenschwester Katrin Stadie (li.) verabreichtes Trostpflaster wollte die junge Patientin jedenfalls gleich wieder los werden - trotz gutem Zuredens von Mama.Der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin wurde erneut eine hervorragende Qualität bei der stationären Versorgung von kranken Kindern und Jugendlichen bescheinigt. Das von der Gesellschaft für Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland (GKinD) seit 2009 vergebene Zertifikat trägt die erfolgreiche Prüfung schon im Namen: „Ausgezeichnet. FÜR KINDER“. So darf sich die Kinderklinik Bethanien nun offiziell nennen. Die Kinderklinik ist damit eines von bundesweit derzeit 143 Kinderkrankenhäusern, das die strengen Mindestanforderungen der Prüfungskommission erfüllt und den Qualitätstest bestanden hat. Insgesamt gibt es 360 Kinderkliniken in Deutschland.
"Um das Siegel zu bekommen, mussten wir alle Kriterien des Prüfungskatalogs erfüllen. Schlecht abschneiden in einzelnen Punkten war nicht erlaubt", berichtet Dr. Michael Wallot als Chefarzt der Kinderklinik. Das bestätigt auch der GKinD-Vorstandsvorsitzende Jochen Scheel. „Eine Grundvoraussetzung für das Siegel ist, dass eine Klinik ausnahmslos alle Standards für die multiprofessionelle und fachübergreifende Versorgung erfüllen müssen." Dabei gehe es nicht nur um die durchgehende Verfügbarkeit von Ärzten und Fachärzten zu jeder Tages- und Nachtzeit und um speziell ausgebildete Pflegeteams, sondern auch um weitere Angebote aus dem pädagogischen und medizinisch-therapeutischen Bereich, so der GKinD-Vorsitzende. "Die von uns ausgezeichneten Kliniken müssen zeigen, dass sie eine gute Basisversorgung anbieten", erläutert Scheel. "Sie müssen zudem Netzwerke aufgebaut haben, die eine gute Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit seltenen und schwerwiegenden Krankheiten ermöglichen."
Für die erneute Prüfung der Kinderkliniken in Deutschland war der Kriterienkatalog von GKinD noch einmal verschärft worden. "Ein wichtiges Kriterium ist jetzt, dass Kinder nicht alleine im Krankenhaus sein sollen. Deswegen müssen die geprüften Kinderkliniken darlegen, bis zu welchem Alter des Kindes eine Begleitperson kostenlos mit beim Kind im Krankenhaus übernachten kann", so der GKinD-Chef. Für Bethanien-Chefarzt Dr. Wallot sind beim Kind übernachtende Eltern längst eine Selbstverständlichkeit. "Diese Möglichkeit gibt es in Bethanien schon seit einiger Zeit. Übernachtungen sind hier für die Begleitperson grundsätzlich kostenlos, egal, wie alt das Kind ist. Bei Kindern bis sechs Jahren bekommt die Begleitperson sogar noch eine Mahlzeit dazu, ebenfalls gratis." Auch die Qualifikation des Pflegeteams spielte bei der jetzigen Prüfung eine größere Rolle. Die Prüfkommission wollte deswegen auch in Bethanien wissen, wie viele Pflegekräfte, die ein Examen haben, sich um die kranken Kinder kümmern. Dazu wurden zum Beispiel die Dienstpläne des zurückliegenden Halbjahrs geprüft. Auch die kindgerechte räumliche Gestaltung der Kinderklinik und Sicherheitsstandards spielten eine stärkere Rolle, als bei der ersten Prüfung vor zwei Jahren.
"Wir freuen uns, das Zertifikat erneut bekommen zu haben. Das war echtes Teamwork der gesamten Klinik für Kinder- und Jugendmedizin", dankte der Chefarzt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ausruhen kann sich die Kinderklinik auf den soeben verdienten Lorbeeren aber nicht: Schon in zwei Jahren werden die strengen Prüfer in Bethanien erneut an die Tür klopfen.
INFO
Das Zertifikat "Ausgezeichnet. FÜR KINDER" wird von der Gesellschaft für Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen e.V. (GKinD) mit Sitz in Siegen vergeben. Das jetzt an 143 von bundesweit insgesamt 360 Kinderkliniken vergebene Gütesiegel gilt für die Jahre 2002 und 2013. Die Kinderklinik Bethanien erhielt es jetzt zum zweiten Mal. Weitere Informationen und ein Verzeichnis von zertifizierten Kinderkliniken im Internet unter: www.ausgezeichnet-fuer-kinder.de -
Massage fürs Baby
Neuer Kurs in Bethanien startet nach Ostern
Martina Hamann von der Elternschule Bethanien leitet den Kurs.Nur noch wenige Plätze sind im neuen Massagekurs für Mütter und Babys, der am Mo, 16. April in der Elternschule Bethanien startet. "Die Babymassage hat in vielen Kulturen eine lange Tradition", sagt Kursleiterin Martina Hamann. "Massage gibt Ihrem Kind das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit, Massage ist Nahrung für die Seele Ihres Babys. Sie ist zugleich Ausdruck von Liebe und Zuwendung, das größte Geschenk, das Sie Ihrem Kind geben können", so die staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin.
Jungen Eltern vermittelt der Kurs eine praktische Anleitung sowohl zur indischen Babymassage nach Leboyer, als auch zu klassischen Massagetechniken, wie der Kolik-Massage, die dem Baby bei Bauchkrämpfen helfen kann. Der Kurs will aber nicht nur Babys, sondern auch Eltern eine entspannte „Auszeit” aus dem Alltag verschaffen: "Neunzig Minuten Gleichklang zwischen Ihnen und Ihrem Baby." Babys für den Kurs sollten nicht jünger als 6 Wochen und nicht älter als drei Monate sein. Das Angebot umfasst 6 x 90 Minuten und kostet 60 Euro. Veranstaltungsort ist der neue Turnsaal im Sockelgeschoss des Krankenhauses. Anmeldung in der Elternschule unter Tel. 02841/200-2670. -
Brustzentrum Bethanien trauert um Cornelia Silberspiepe
Rheinbergerin engagierte sich bis zuletzt für Frauen mit Krebs
Cornelia Silberspiepe engagierte sich für krebskranke Frauen und kämpfte selbst gegen die Krankheit. (Foto: KBM/Archiv)Das Brustzentrum in der Frauenklinik Bethanien Moers trauert um Cornelia Silbersiepe. Die am Montag (26.3.) verstorbene Rheinbergerin vertrat im Brustzentrum die Selbsthilfegruppe Frauen nach Krebs, die offizieller Kooperationspartner des Brustzentrums ist. "Mit Cornelia Silbersiepe verliert das Brustzentrum eine engagierte und verlässliche Mitstreiterin, die sich unermüdlich und ehrenamtlich für die Belange von Frauen mit Brustkrebs und anderen Krebserkrankungen einsetzte", so Barbara Schirner von der Pressestelle des Krankenhauses. Das gelte sowohl für die regelmäßigen Beratungen der Rheinberger Selbsthilfegruppe auf der Frauenstation des Bethanien-Krankenhauses, als auch für die zentrumsinternen Treffen, bei denen sich alle Kooperationspartner intensiv austauschten. "Nur wenige dieser Treffen, bei denen Ärzte und Pflegekräfte aber auch betroffene Frauen aus den kooperierenden Selbsthilfegruppen vertreten sind, fanden ohne Silbersiepes Beteiligung statt. Immer wenn es um eine bessere Versorgung und Betreuung von krebskranken Frauen ging, war sie mit Rat und Tat zur Stelle."
In Bethanien werde die Verstorbene so in Erinnerung bleiben: "Bei manchmal allzu hitzigen Debatten brachte sie den Austausch immer wieder aufs Wesentliche, auf die Sache und auf die Situation von kranken Frauen zurück - mal mit einem bedächtigen Kommentar, mal mit einem wortlosen Augenrollen", würdigte das Krankenhaus die im Alter von 46 Jahren Verstorbene. Den jährlich vom Brustzentrum organisierten Informationstag am 20. März hatte Silberspiepe wie in den Jahren zuvor noch mit vorbereitet. Bei der Veranstaltung selbst konnte sie aber wegen ihres Gesundheitszustands nicht mehr dabei sein. "So wie sie dort gefehlt hat, so schmerzlich werden wir sie künftig im Brustzentrum vermissen", sagte die Bethanien-Pressesprecherin. Über viele Jahre habe Silbersiepe unzähligen erkrankten Frauen Mut gemacht und zugleich selbst gegen den wiederkehrenden Krebs gekämpft - in den letzten Wochen unterstützt vom Ärzte- und Pflegeteam des Krankenhauses. "Sie hat uns verlassen, aber sie ist nicht von uns gegangen."
Die Trauerfeier zur Einäscherung findet am kommenden Montag (2.4.) um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Annaberg in Rheinberg an der Römerstraße statt. -
Bürgermeister im Brezel-Test
Bethanien-Stiftungsvorstand Brunswick bat Ballhaus und Berufskollegen zur Backwaren-Verköstigung. Stadtoberhäupter eröffneten neue Rathauskantine, die vom Cateringservice des Krankenhauses betrieben wird
Brezel-Test mit Bürgermeistern aus Moers und den Partnerstädten (v.l.n.r.): Die beiden französischen Maires Jean-Paul Delevoye aus Bapaume und Michel Herbillon aus Maisons-Alfort neben dem amtierenden Moerser Stadtchef Norbert Ballhaus und Altbürgermeister Wilhelm Brunswick vom Stiftungsrat der Bethanien-Stiftung, sowie Bürgermeister Yoel Lavi aus dem israelischen Ramla, Jörg Schröder als Bürgermeister von Seelow in Brandenburg und Paul Teil, Beigeordneter aus Maisons-Alfort. (Foto: KBM/Engel-Albustin)Überraschungsbesuch in der neuen Rathauskantine: Sechs amtierende und ehemalige Bürgermeister aus Moers und den Partnerstädten nutzten die Gelegenheit, um bei der Eröffnung des Rathauses auch den neuen Küchentrakt persönlich in Augenschein zu nehmen. Angestiftet zur spontanen Stippvisite hatte der Moerser Altbürgermeister Wilhelm Brunswick seine Kollegen aus Frankreich, Israel und Brandenburg. Als derzeit stellvertretender Vorsitzender im Stiftungsrat der Bethanien-Krankenhausstiftung hatte Brunswick einen besonderen Grund, die Kantine in Augenschein zu nehmen, sie wird nämlich vom Cateringservice des Bethanien-Krankenhauses betrieben. Der Catering-Service Bethanien sorgt nicht nur für die Mahlzeiten im eigenen Krankenhaus, sondern beliefert unter anderem auch Schulen, Seniorenheime und Firmen in Moers und Umgebung mit Menüs.
Und so spielte sich bei der Rathauseröffnung für das in der Kantine tätige Team um Küchenmeister Stefan Doblinger eine geradezu filmreife Szene ab, denn die Bürgermeister nahmen das offizielle Motto der Eröffnung des Gebäudes - "Besichtigung auf eigene Faust" - sehr wörtlich. "Die Tür schwang auf und plötzlich marschierte der komplette in Moers versammelte Bürgermeister-Tross zu einem Besuch ein", berichtet das Küchenteam. An der Spitze der Gruppe und mit Schärpe in den französischen Nationalfarben gewandet trat Michel Herbillon, Bürgermeister der Partnerstadt Bapaume ein und begrüßte die verdutzten Anwesenden mit einem freundlichen "Bonjour, ça va?". Das Küchenteam parierte diplomatisch formvollendet: "Wir haben Monsieur Herbillon in korrektem Französisch geantwortet und in unserer Kantine willkommen geheißen."
Auf Du und Du mit den Kochtöpfen in der Rathaus-Kantine (v.l.n.r.): Küchenmeister Stefan Doblinger sowie Alexandra Uguzlu und Andrea Träger vom Serviceteam sowie Einkäufer Ralf Seidl vom Bethanien-Catering. (Foto: KBM/Engel-Albustin)
Zum internationalen Brezel-Test kam es, als Altbürgermeister Brunswick frische Backwaren in die Runde reichte. Mit dem französischen Maire Michel Herbillon und seinem Amtskollegen Jean-Paul Delevoye aus Bapaume freuten sich auch Bürgermeister Yoel Lavi aus Ramla in Israel, Jörg Schröder als Bürgermeister der brandenburgischen Partnerstadt Seelow, Paul Teil als Beigeordneter aus Maisons-Alfort und nicht zuletzt Norbert Ballhaus als Moerser Bürgermeister. "Wir bieten hier ab sofort täglich zwei frische Menüs für alle Beschäftigten des Rathauses und alle Gäste von außerhalb des Rathauses an", erläuterte Küchenmeister Stefan Doblinger. "Die einzelnen Komponenten der Mahlzeiten können unsere Gäste je nach Appetit und Vorlieben kombinieren."
Hell und freundlich präsentiert sich die Kantine im alten, denkmalgeschützten Teil des Rathauskomplexes. "Trotz kleinerer Auflagen des Denkmalschutzes, die es zu beachten galt, sind wir hier jetzt mit modernster Küchentechnik eingerichtet. Die Räume sind sehr schön geworden", freut sich Doblinger über das neue Domizil des Bethanien-Caterings im Rathaus. "Zudem ist die Kantine für Menschen im Rollstuhl barrierefrei zugänglich, so wie auch das gesamte Rathaus." Essen können Gäste dort täglich von 11 bis 12.30 Uhr, anschließend ist die Kantine für Rathaus-Beschäftigte reserviert. Die ersten Tester jedenfalls waren zufrieden. Ein überzeugtes "sehr gut!" gab es fürs erste von den Vertretern aus dem Land des Savoir Vivre und der Haute Cuisine: "Très bien!"
Hell und freundlich präsentiert sich die neue Kantine im denkmalgeschützten Teil des Rathauskomplexes den ersten Gästen. (Foto: KBM/Engel-Albustin) -
Rege Diskussion über die Sicherheit von Implantaten
Das Brustzentrum Linker Niederrhein in Moers lud zum Infotag
Angeregter Meinungsaustausch mit dem Team des Brustzentrums im Krankenhaus Bethanien (v.l.n.r.): Oberärztin Dr. Almut Geßmann, die speziell ausgebildete 'Brust-Krankenschwester' Anna Waldhof als Breast-Care-Nurse und Frauenärztin Jeanette Klok-Ditges im Gespräch mit Karin Wolk (re.) von der mit dem Brustzentrum kooperierenden Rheinberger Selbshilfegruppe Frauen nach Krebs.In einem waren sich beim Infotag Brusterkrankungen am vergangenen Dienstag (20.3.) in Bethanien alle Vortragenden einig: Beim Einsatz von Brustimplantaten muss die Sicherheit von Patientinnen immer an oberster Stelle stehen. "Es ist gut, dass nach dem Skandal um gefälschte Brustimplantate im Herbst6 2011 ein Zentralregister geschaffen wurde, in dem die Daten von allen eingesetzten Implantaten gespeichert werden", so Oberärztin Dr. Almut Geßmann von der Frauenklinik Bethanien. Mit der zentralen Speicherung von Serien- und Chargennummern ließe sich in Zukunft schneller herausfinden, welche Implantate schadhaft sind.
Nach dem Skandal um die gefälschten Implantate Anfang des Jahres hatte das Brustzentrum Linker Niederrhein eingeladen, um mit Experten die Frage zu erörtern, wie eine Wiederholung solcher Vorfälle künftig verhindert werden kann. In der Reihe der geladenen Experten taten sich allerdings Lücken auf. "Wir hatten für den heutigen Abend beim Gesundheitsministerium angefragt, dazu bei Krankenkassen - alle Eingeladenen sagten die Teilnahme an einer Diskussion mit betroffenen Frauen leider ab", bedauerte Bethanien-Frauenärztin Dr. Dorit Brunotte, die den Abend im Vortragssaal des Krankenhauses moderierte. Das Brustzentrum wollte die Veranstaltung aber trotzdem durchführen. "Bei Gesprächen mit Patientinnen und mit den in unserem Brustzentrum aktiven Selbsthilfegruppen haben wir gemerkt, dass es bei Frauen viele offene Fragen gibt. Es ist wichtig, dass wir Klinikärzte offene und ehrliche Antworten geben", so Dr. Brunotte. Gut 40 interessierte Frauen waren der Einladung ins Brustzentrum nach Bethanien gefolgt.
Nach einer kurzen thematischen Einführung von Privatdozent Dr. Hans Behling - derzeit kommissarischer Leiter der Frauenklinik Bethanien und zugleich Leiter des dortigen Brustzentrums - konnte Bethanien-Oberärztin Dr. Almut Geßmann in ihrem kenntnisreichen Vortrag viel Licht ins Dunkel um die gefälschten Brustimplantate bringen. Von 2002 bis 2006 waren in Bethanien zum Teil Implantate der französischen Firma PIP verwendet worden. 66 Frauen hatten in der Zeit Implantate erhalten, die sich im Nachhinein nun als möglicherweise gefälscht herausstellten. "Bei einem Drittel der betroffenen Frauen sind die Implantate von uns inzwischen entfernt worden, ein weiteres Drittel der Frauen wird derzeit bei uns untersucht. Mit fast allen Betroffenen sind wir in Kontakt", berichtete die Oberärztin. Seit 2007 werden in Bethanien nur noch Implantate des US-amerikanischen Herstellers Mentor eingesetzt.
Für einen genauen Einblick in die strengen Qualitätskontrollen dieses Unternehmens sorgte anschließend Mentor-Mitarbeiterin Ilona Dicks in ihrem Vortrag. Das Unternehmen unterwirft sich freiwillig umfassenden Kontrollen - anders als der inzwischen Pleite gegangene französische Hersteller, der billiges und gesundheitsschädliches Industrie-Silikon in die Prothesen füllte. Die betroffenen Krankenhäuser konnten davon allerdings nichts ahnen, denn die Implantate trugen ein gültiges TÜV-Siegel. "Man muss es ganz deutlich sagen: Hier war kriminelle Energie am Werk", fasste Karin Wolk von der Rheinberger Selbsthilfegruppe Frauen nach Krebs das Problem in der anschließenden Diskussion zusammen. "Frauen, die sich wegen einer Krebserkrankung oder aus kosmetischen Gründen einer Operation unterzogen haben, aber auch Krankenhäuser, die die gefälschten Implantate ahnungslos einsetzten, sind gleichermaßen Opfer dieser illegalen Machenschaften geworden", so Wolk. Nun käme es darauf an, das Gesundheitsbehörden und der zuständige TÜV die Konsequenzen aus den erwiesenermaßen unzureichenden Qualitätskontrollen zögen. "Alle Verantwortlichen müssen jetzt handeln, damit so etwas nicht noch einmal passiert."
Bei der Diskussion zeigten sich etliche Frauen im Publikum erleichtert, dass wenigstens das Krankenhaus Bethanien mit dem Thema offen umgegangen sei. "Das Krankenhaus, in dem ich behandelt wurde, hat mir weder einen Brief geschrieben noch bei mir angerufen. Ich weiß nicht einmal, welches Implantat mir überhaupt eingesetzt wurde", sagte eine Besucherin der Veranstaltung und merkte an: "Hier in Bethanien würde ich mich besser aufgehoben fühlen." Auch eine andere Frau im Publikum fragte, ob sie das Krankenhaus wechseln und beispielsweise zur Entfernung des Implantats ins Brustzentrum Bethanien kommen könne. "Sie sollten sich immer zuerst an den betreuenden Frauenarzt wenden und in Absprache mit ihm das Krankenhaus auswählen, wenn ein Austausch des Implantats notwendig ist", betonte Dr. Behling als Brustzentrums-Leiter in Moers." Auch um die Kostenfrage ging es in der Diskussion: "Wenn es Schwierigkeiten bei der Kostenübernahme geben sollte, werden wir hier in Bethanien gemeinsam mit ihnen und ihrer Krankenkasse nach einer vernünftigen Lösung suchen", erklärte Oberärztin Geßmann.
Die Veranstaltung endete nach drei Stunden mit einem Imbiss in der Personal-Cafeteria, wo sich zudem zahlreiche Kooperationspartner des Brustzentrums mit Infoständen präsentierten. Auch das Ärzte- und Pflegepersonal aus dem Brustzentrum in Bethanien stand für Gespräche mit den Besucherinnen bereit. -
Bethanien im "Kuchenfrühling"
Grüne Damen und Herren servierten Selbstgebackenes für den guten Zweck
Quasi ein fester Termin im meteorologisch-kulinarischen Kalender des Krankenhauses Bethanien: BeimIm Krankenhaus Bethanien gibt es eine ganz spezielle Methode um festzustellen, wann der Winter endgültig vorbei ist: Wenn die Grünen Damen und Herren selbstgebackenen Kuchen für den guten Zweck servieren, dann ist Frühlingsanfang. Was in Bethanien schon seit Jahren recht zuverlässig den Jahreszeitenwechsel anzeigt, funktionierte auch diesmal wieder mit nahezu meteorologischer Präzision. Während sich draußen die ersten Knospen blicken ließen, sorgten nämlich dieser Tage die Grünen Damen und Herren in Bethaniens Besucher-Cafeteria wieder für ein beeindruckendes Kuchenbüffet.
Ob Obstkuchen in allen Varianten, Käse-Sahne oder aufwändige Creme-Torten, in Sachen Kalorien kennen die ehrenamtlichen Grünen Damen und Herren kein Pardon, wenn es darum geht, Patienten, Gäste und Krankenhaus-Beschäftigte an einem Tag im Jahr besonders zu verwöhnen - und dabei obendrein Gelder für eine wohltätige Aktion zu sammeln. Knapp zwei Dutzend Kuchen und Torten waren nach drei Stunden an etliche Frauen mit Appetit und Männer mit Hunger verteilt, die süßen Leckerlis brachten viele kleine Spenden für die Kinderklinik Bethanien. Am Ende spuckte das Spendensparschwein dann knapp 300 Euro aus.
"Genau 283 Euro und 67 Cent haben die Gäste in der Cafeteria gespendet", so Elke Reuter, die das Team der gut dreißig Grünen Damen und Herren in Bethanien leitet. "Den von uns noch einmal aufgerundeten Betrag geben wir gern wie in den vergangenen Jahren an die Kinderklinik weiter. Da wir selbst in Bethanien arbeiten, wissen wir, dass unsere Spende dort zugunsten kranker Kinder sinnvoll eingesetzt ist", betonte Reuter im Namen des gesamten Teams. "Wir kennen ja alle kranken Kinder auf der Station, die wir regelmäßig mit dem Bücherwagen der Patientenbücherei besuchen. Deswegen ist es uns so wichtig, gerade für die Kinder dieser Station etwas zu tun."
Reuter hofft, dass die Aktion auch dazu beiträgt, weitere ehrenamtliche Kräfte für die Mitarbeit bei den Grünen Damen und Herren in Bethanien zu gewinnen. Da einige seit langem im Krankenhaus aktive Damen demnächst aus Altergründen ausscheiden, tut sich in der Gruppe manche Lücke auf - und das nicht nur im Hinblick auf überragende Kuchenbeiträge für das Frühlingscafé im kommenden Jahr, sondern vor allem in Sachen täglicher Patientenbetreuung. "Männer und Frauen jeden Alters, die Spaß am Umgang mit Menschen haben und sich ein Mal in der Woche stundenweise engagieren wollen, sind bei uns herzlich willkommen." Die Grünen Damen und Herren erledigen kleine Besorgungen für Patienten und betreuen zudem die Patientenbücherei in Bethanien. Interessenten können sich in der Pressestelle Bethanien unter Tel. 02841/200-2702 melden. -
Brustzentrum lädt zum Infotag
Thema ist der Skandal um gefälschte Brust-Implantate
Brust-Implantate im Expertentest: Privatdozent Dr. Hans Behling (re.), Leitender Oberarzt in der Frauenklinik Bethanien und Chef des kooperativen Brustzentrums Linker Niederrhein am Standort Moers im Fachgespräch mit einer Ärztin seines Teams (li.) und der Vertreterin einer im Brustzentrum aktiven Selbsthilfegruppe. (Foto: KBM/ Bettina Engel-Albustin)Von "Pfusch-Busen" und "Billig-Implantaten" war zu Jahresanfang zu lesen, als der Skandal um gefälschte Brust-Implantate eines französischen Herstellers offenbar wurde. Um dieses Thema geht es am
kommenden Dienstag (20.03.) ab 17 Uhr im Krankenhaus Bethanien. "Risiko-Brustimplantate - Wie weiter nach dem Skandal?" lautet der Titel des diesjährigen Infotags Brusterkrankungen, den das kooperative Brustzentrum Linker Niederrhein am Standort Moers in der Frauenklinik Bethanien organisiert. "Die Veranstaltung soll betroffenen und am Thema interessierten Frauen noch einmal einen intensiven Austausch mit den Ärzten und Kooperationspartnern des Brustzentrums ermöglichen", sagt Barbara Schirner von der Pressestelle des Krankenhauses. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Vortragssaal der Klinik
mit dem Referat "Mangelhafte Implantate - Was ist zu tun?" von Bethanien-Oberärztin Dr. Almut Geßmann und Privatdozent Dr. Hans Behling. Behling ist Leitender Oberarzt der Frauenklinik und zugleich Leiter des kooperativen Brustzentrums am Standort Moers.
Als namhafter Plastischer Chirurg wird anschließend Prof. Dr. Robert Hierner aus Halle/Saale Möglichkeiten und Grenzen der Plastischen Chirurgie bei Brustoperationen aufzeigen. Gemeinsam mit Oberarzt Behling und mit Chefarzt Dr. Thomas Krbek von der Bethanien-Lungenchirurgie wird Professor Hierner dann den Fall einer in Bethanien erfolgreich an einem Brust-Tumor operierten Patientin vorstellen. Für den Implantate-Hersteller Mentor wird zudem Ilona Dicks über die Sicherheit solcher Implantate referieren. Nach den ersten Warnungen vor gefälschten Produkten werden seit drei Jahren im Moerser Brustzentrum ausschließlich Implantate von Mentor verwendet. Die Firma lässt ihre Produkte freiwillig strenger Qualitätsprüfungen unterziehen. Das Unternehmen pocht beispielsweise auf mehrstufige Qualitätsprüfungen bei jedem Schritt des Produktionsprozesses. In den Produkten werde zudem ausschließlich medizinisches Silikon verwendet, betont Mentor. In den gefälschten Implantaten war bekanntlich gesundheitsschädliches Industrie-Silikon gefunden worden.
Nach den Vorträgen soll es ausführliche Gelegenheit zur Diskussion geben. In der Personal-Cafeteria des Krankenhauses präsentieren sich parallel zu den Vorträgen die Partner des kooperativen Brustzentrums, angefangen vom Ärzte- und Schwesternteam des Moerser Brustzentrums über die Selbsthilfegruppen, die ebenfalls offizieller Teil des Brustzentrums sind, bis hin zu Anbietern der Brustkrebs-Nachsorge. Die Veranstaltung wird gegen Abend bei einem Imbiss in der Personal-Cafeteria ausklingen. "Mit dem diesjährigen Infotag Brusterkrankungen unterstreichen wir, dass wir in jeder Situation an der Seite betroffener Frauen stehen", betont die stellvertretende Krankenhaus-Sprecherin Barbara Schirner. Als nahezu einzige der in Nordrhein-Westfalen betroffenen Kliniken hatte Bethanien sofort nach Bekanntwerden des Skandals im Januar eine Hotline geschaltet und alle in der Klinik operierten Frauen per Brief informiert. In Bethanien waren in den Jahren zwischen 2002 und 2006 rund 60 Frauen Implantate eingesetzt worden, die sich im Nachhinein als gefälscht erwiesen.
INFO
"Risiko-Brustimplantate - Wie weiter nach dem Skandal?"
Dienstag, 20. März 2012, ab 17.00 Uhr im Vortragssaal und in der Personal-Cafeteria
Bethanienstr. 21
47441 Moers -
Dank für ehrenamtliches Engagement
Altenkrankenheim Bethanien lud zur Feierstunde
Helfen gern ehrenamtlich im Altenkrankenheim Bethanien (von links vorn): Margret Hanner, Eva Igla, Elisabeth Beyer, Hildegard Veltges, Renate Schroer, Maria Pawlinski, Annedore Löll, Hildegard Weiss und Edeltraud Marx vom großen Freiwilligen-Team der Senioreneinrichtung. (Foto: KBM/ Bettina Engel-Albustin)Ein herzliches Dankeschön vom Altenkrankenheim Bethanien gab es dieser Tage für alle ehrenamtlich tätigen Kräfte der Einrichtung. Zu der inzwischen schon traditionellen "Dankeschön-Feierstunde" hatte Heimleiter Ingo Ludwig die mehr als achtzig freiwilligen Helferinnen und Helfer in die Senioreneinrichtung geladen. Bei Kaffee und, wie Ludwig betonte, "viel Kuchen" gab es gute Laune und Gespräche in gemütlicher Atmosphäre. "Wir möchten uns mit diesem Nachmittag bei allen Ehrenamtlern bedanken, die in den vergangenen zwölf Monaten die Menschen im Altenkrankenheim Bethanien engagiert und liebevoll betreut haben", sagte Heimleiter Ludwig in einer kleinen Begrüßungsansprache. Es sei schön zu wissen, dass viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer schon sehr lange im Altenkrankenheim Bethanien tätig seien. "Deswegen gehe ich mal ganz stark davon aus, dass sie sich hier bei uns sehr wohl fühlen", so Ludwig unter Zustimmung und Beifall der geladenen Gäste.
Die freiwilligen Helferinnen und Helfer kümmern sich im Altenkrankenheim um ein breites Aufgabenspektrum. So fahren sie die Seniorinnen und Senioren mit dem hauseigenen, behindertengerechten Bus, sie begleiten Bewohnergruppen bei Ausflügen oder machen mit den älteren Menschen Besorgungen. Sie betreiben außerdem auf den jeweiligen Wohnbereichen eine mobile Bibliothek mit Bücherwagen, sie unterstützen bei der Einzel- oder Gruppenbetreuung oder sie engagieren sich in der stationären Hospizgruppe. Nicht wegzudenken sind die Helferinnen und Helfer auch bei der Begleitung von vielen Festen im Altenkrankenheim, angefangen vom Frühlingsfest über Grillabende bis hin zum jährlichen Weihnachtsessen.
"Ehrenamtliches Engagement heißt für uns, Teil einer ganzheitlichen Pflege und Betreuung zu sein", betonte Heimleiter Ingo Ludwig anlässlich der Feierstunde. "Die selbstlos tätigen Kräfte unterstützen dabei hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vielen Bereichen, und ermöglichen den hier lebenden Seniorinnen und Senioren die weitere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben." Ohne diesen Einsatz wäre "schon allein das umfassende Freizeitangebot in dieser Form wohl nicht möglich", sagte Ludwig. Deswegen dankte der Heimleiter vor allem im Namen der Bewohnerinnen und Bewohner, die vom Engagement der Ehrenamtler jeden Tag ganz besonders profitierten. Und zur Freude der Anwesenden lud Heimleiter Ludwig alle Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler auch diesmal wieder zu einer Dankeschön-Tagestour ein - in diesem Jahr soll es nach Koblenz gehen. -
Brustzentrum Linker Niederrhein "in der oberen Liga"
Kooperierenden Frauenkliniken im Wilhelm-Anton-Hospital in Goch und im Krankenhaus Bethanien in Moers mit hervorragender Behandlungsqualität
Freuen sich über die erfolgreiche Re-Zertifizierung des Brustzentrums Linker Niederrhein (v.l.n.r.): Die speziell ausgebildete Brust-Krankenschwester Dominika Hutka und Stationsleitung Gabi Bartel sowie die Kolleginnen Martina Keralis, Margarete Malek, Sabine Pietruschinski, Frieda Stelle und Brigitte Rokitowski von der Station BC2 in der Frauenklinik Bethanien. (Foto: KBM/Engel-Albustin)Dr. Hans-Joachim Bücker-Nott ist Reisender in Sachen medizinische Qualität. Als Mitglied der Ärztekammer Westfalen-Lippe überprüft der Chirurg die Arbeit zertifizierter Brustzentren in ganz Nordrhein-Westfalen - eine Aufgabe, die ihn jetzt ins kooperative Brustzentrum Linker Niederrhein führte. „Das Brustzentrum Linker Niederrhein spielt definitiv in der obersten Liga. Ich habe nicht erwartet, dass ein eher kleines und an der Peripherie gelegenes Brustzentrum eine so hochwertige Versorgung seiner Patientinnen gewährleistet“, so das Fazit seiner mehrtägigen Prüfung in den beiden Zentrums-Standorten im Wilhelm-Anton-Hospital in Goch und am Moerser Krankenhaus Bethanien. Damit hat das kooperative Brustzentrum, das in Goch und Moers schwerpunktmäßig Frauen mit Brustkrebs behandelt, die alle drei Jahre vorgeschriebene Prüfung zur Re-Zertifizierung erfolgreich bestanden.
Voraussetzung für das Gütesiegel ist die ständige Kontrolle der eigenen Behandlungsqualität und eine nachgewiesene hohe Spezialisierung des Ärzte- und Pflegeteams. Denn so unterschiedlich wie Krebserkrankungen, so unterschiedlich sind auch die Behandlungsoptionen und nicht zuletzt die Bedürfnisse von Patientinnen. Für zertifizierte Brustzentren sind deswegen beispielsweise speziell ausgebildete Breast-Care-Nurses vorgeschrieben. Frei übersetzt sind das "Brust-Krankenschwestern", die in Sachen Brustkrebs besonders geschult sind. "Im Brustzentrum am Standort Moers gibt es zwei Breast-Care-Nurses, eine weitere macht derzeit die entsprechende Weiterbildung", berichtet Krankenschwester Gabi Bartel, die die Station BC2 in der Frauenklinik Bethanien leitet. Die Re-Zertifizierung sei schon eine Herausforderung für das Ärzte- und Pflegeteam gewesen, sagt sie. "Doch wir haben uns tüchtig angestrengt und jetzt sind wir stolz, dass wir die strenge Prüfung unserer Abteilung geschafft haben."
Ausruhen kann sich das Pflege- und Ärzteteam auf den frisch erworbenen Lorbeeren allerdings nicht. Zwar steht die nächste Zertifizierung erst in drei Jahren an, doch die hohe Behandlungs- und Versorgungsqualität muss für jedes Jahr nachgewiesen werden. Dr. Hans-Joachim Bücker-Nott von der Ärztekammer Westfalen-Lippe jedenfalls hat als Prüfer die enorme Motivation des Teams überzeugt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien mit viel Herzblut bei der Sache, sagte er. Dass dies nicht die Einzelmeinung eines Prüfers ist, beweist einmal mehr die regelmäßige Patientinnenbefragung, die das Land Nordrhein-Westfalen an allen Brustzentren durchführen lässt. Hier belegt das kooperative Brustzentrum Linker Niederrhein den 5. Platz und gehört damit in Nordrhein-Westfalen zu den Top Ten der zertifizierten Brustzentren.
Seit 2007 ist das kooperative Brustzentrum Linker Niederrhein mit den Standorten Goch und Moers offiziell zertifiziert. Die beiden Frauenkliniken im Wilhelm-Anton-Hospital und in Bethanien stellen damit eines von 50 anerkannten Behandlungszentren für Brustkrebs in Nordrhein-Westfalen dar. Hier arbeiten Gynäkologen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Selbsthilfegruppen Hand in Hand, um betroffene Frauen mit der bestmöglichen Therapie und einem umfassenden Netzwerk der Hilfe zu unterstützen. "Ein Brustzentrum lautet die Devise: Keine Frau soll mit der Krankheit allein sein", betont Krankenschwester Gabi Bartel.
INFO
Am Di, 20. März 2012 lädt das Brustzentrum ab 17 Uhr zum diesjährigen Infotag Brust-Erkrankungen nach Bethanien. Thema: "Risiko-Brustimplantate - Wie weiter nach dem Skandal?". Für Vorträge und Diskussion haben unter anderem der namhafte Plastische Chirurg Prof. Dr. Robert Hierner aus Halle (Saale) und eine Vertreterin des Brustimplantate-Herstellers Mentor zugesagt. Der Eintritt zur Veranstaltung in der Krankenhaus-Kapelle ist frei. -
5. Moerser Gesundheitsmesse lockte viele Besucher
Großer Andrang am Bethanien-Stand im Eurotec am vergangenen Samstag
Als neuer Oberarzt in der Orthopädie informierte Dr. Karsten Maier auf der 5. Moerser Gesundheitsmesse über operative Verfahren bei Bandscheibenproblemen. (Foto: KBM/Engel-Albustin)Die Messe hatte kaum begonnen, da legte Doris Abels schon los. Die staatliche geprüfte Gymnastiklehrerin von der Frauenklinik Bethanien demonstrierte auf der 5. Gesundheitsmesse gemeinsam mit Frauen aus ihren Kursen, dass Beckenbodentraining und Osteoporose-Gymnastik zu flotter Musik ziemlichen Spaß machen kann. "Frauen mittleren und hohen Alters können so in Sachen Fitness ganz leicht am Ball bleiben", sagte Abels und turnte mit ihren Kursfrauen eine halbe Stunde ohne Pause vor dem Publikum. "Die älteste Frau im Kurs ist bereits 85 Jahre und für das Programm hier haben wir nur vier Mal geprobt. Die Übungen sind wirklich nicht schwer und machen Lust, sich zu bewegen." Und in der Tat: Schon nach wenigen Minuten wippte das halbe Publikum mit.
Die staatliche geprüfte Gymnastiklehrerin Doris Abels (Mitte) von der Frauenklinik Bethanien zeigte mit Frauen aus ihren Beckenboden- und Osteoporose-Kursen, wie man auch im mittleren und hohen Alter fit und locker bleiben kann. Die älteste Teilnehmerin war 85 Jahre alt. (Foto: KBM/Engel-Albustin)
Auch am Messestand des Bethanien-Krankenhauses war das Interesse groß. Viele Besucherinnen und Besucher der bereits zum fünften Mal im Eurotec stattfindenden Messe nutzten am vergangenen Samstag (10.3.) die Gelegenheit zu einem kostenlosen Lungenfunktionstest bei Ljuljjeta König und Beate Beuke von der Lungenklinik. "Insgesamt haben wir mehr als 200 Tests an einem Tag durchgeführt - doppelt so viele, wie sonst auf Gesundheitsmessen", bilanzierte Beate Beuke am Ende der Veranstaltung.
Gemeinsam mit einer Kollegin führte Beate Beucke (Mitte) von der Lungenklinik am Bethanien-Stand mehr als 200 Lungenfunktionstests durch. (Foto: KBM/Engel-Albustin)
Für die orthopädische Klinik des Krankenhauses war deren neuer Oberarzt Dr. Karsten Maier den ganzen Tag über am Messestand vertreten. Anhand eines Wirbelsäulenmodells erläuterte er operative Möglichkeiten bei Rückenproblemen, wie das etwa Kyphoplastie-Verfahren. Dabei wird ein defekter Wirbelkörper mit einer Art Bio-Zement stabilisiert. Außerdem präsentierten sich am Stand die geburtshilfliche Abteilung mit Wochenstation und Elternschule. Die regelmäßig auf der Wochenstation tätige Stickdesignerin Klara Krummeich bestickte zudem an ihrer computergesteuerten Nähmaschine Babysachen und von den Besuchern mitgebrachte Sachen.
Beim Vortragsprogramm standen am Messe-Nachmittag zwei Chefärzte und ein Oberarzt aus Bethanien auf dem Programm. Oberarzt Dr. Ralph Stark referierte zur Frage, wann man mit lang anhaltendem Husten unbedingt zum Arzt gehen sollte. Chefarzt Prof. Dr. Bruno Geier von der Gefäßchirurgie stellte neue Verfahren bei der Operation von gefährlichen Ausstülpungen an der Bauchschlagader vor. Fazit: Die große Bauchoperation mit riesigen Narben ist passé, heutige Operationen werden minimal-invasiv im so genannten Schlüsselloch-Verfahren durchgeführt, das für Patienten viel weniger belastend ist. Für die Orthopädie stellte Chefarzt Dr. Christoph Chylarecki das neue Visionaire-Verfahren vor, dass von einigen Fachleuten wegen seiner millimetergenauen Passform bereits als "Revolution" beim Einsatz künstlicher Kniegelenke bezeichnet wird.
"Der Zuspruch an unserem Angebot war außerordentlich groß. Das hat uns sehr gefreut", sagte Bethanien-Pressesprecher Dirk Ruder zum Abschluss der Veranstaltung. Auf der nächsten Moerser Gesundheitsmesse will das Krankenhaus wieder mit dabei sein.
Kinderkrankenschwester Sabine Kühnel (Mitte) leitet die Elternschule Bethanien, in der auch Kollegin Ayshe Urhan Schwangere und junge Mütter berät. (Foto: KBM/Engel-Albustin) -
Sankt Martin hat ja auch geteilt
Kindergartenkinder aus Kapellen spendeten 290 Euro für Klinikclowns in Bethanien
Die Kinder (v.l.n.r.) Tim Pösken, Luis Holtmeier und Jule Brinkmann vom Kindergarten St. Ludger in Moers-Kapellen übergaben in Bethanien eine Spende an die Klinikclowns Flocke alias Silke Eumann (re.) und Schlatke alias Holger Voss, der zum Dank ein spontanes Lied auf der Ukulele spielte. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)Über eine Spende von Kapellener Kindergärten in Höhe von 290 Euro freute sich dieser Tage die Kinderklinik Bethanien. Der von den Kindergartenkindern Jule Brinkmann, Tim Pösken und Luis Holtmeier sowie von Heike Joseph als stellvertretende Leiterin des katholischen Kindergartens St. Ludger an die in Bethanien tätigen Klinikclowns überreichte Betrag soll deren weitere Arbeit unterstützen. Zusammengekommen war die Spende im vergangenen Jahr durch den Verkauf von Glühwein, warmem Kakao und Weckmännern beim Martinszug, den der katholischen Kindergarten St. Ludger und die evangelischen integrative Kindertageseinrichten gemeinsam in Kapellen ausrichten. „Der heilige Sankt Martin hat seinen Mantel mit bedürftigen Menschen geteilt. Mit der Spende wollten wir den Kindern zeigen, dass auch sie durch Teilen anderen Menschen helfen können“, berichtet Heike Joseph über die Hintergründe.
Klar, dass die beiden Klinikclowns Flocke alias Silke Eumann und Schlatke alias Holger Voss die Spende bei ihrem wöchentlichen Einsatz in der Kinderklinik persönlich in Empfang nahmen. „Wir freuen uns riesig über die Spendenaktion und möchten auf diesem Wege allen Eltern, Betreuern und Kindern für das Engagement danken“, sagte Clownin Silke Eumann. Für die drei kleinen Spendenüberbringer vom Kindergarten St. Ludger gab’s von den beiden Clowns ein improvisiertes Dankeschön-Lied auf der Ukulele und knallrote Clownsnasen als Erinnerung an den Besuch in der Kinderklinik. -
Noch freie Plätze
Spielzeug- und Kleiderbörse der Elternschule Bethanien findet am 31. März statt
Noch Plätze frei sind bei der Spielzeug- und Kleiderbörse der Bethanien-Elternschule am Samstag, 31. März. Die Veranstaltung auf dem Krankenhausgelände findet von 11.00 bis 14.00 Uhr im Erdgeschoss des Altenkrankenheims Bethanien statt. Stände können telefonisch bei der Elternschule Bethanien unter der Rufnummer 02841 200-2670 angemeldet werden. Per E-Mail ist die Elternschule unter elternschule@bethanienmoers.de zu erreichen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Während der Börse sind Besichtigungen im Kreißsaal der Frauenklinik möglich. -
Kriegskind Ali "wohnt" jetzt in Bethanien
Junge aus Afghanistan muss in Deutschland operiert werden
Zu Hause im Panda-Zimmer der Kinderklinik: Kriegskind Ali aus Afghanistan mit Kinderkrankenschwester Helene Neumann (li.) sowie seiner deutsch-afghanischen Ersatz-Mutter Schala Feltes (re.), die den Jungen in Deutschland ehrenamtlich mitbetreut. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)Auf die Tür ist ein großer Pandabär gemalt. Pandabären gibt es in Afghanistan nicht, aber Ali fühlt sich in dem Zimmer der Kinderklinik Bethanien trotzdem zu Hause. Für die nächsten Wochen wird der etwa neunjährige Junge hier medizinisch betreut werden. Mit Hilfe des Friedensdorfs in Oberhausen ist Ali zur medizinischen Behandlung nach Bethanien gekommen. "Der Junge kam mit einem Problem am linken Unterschenkel und musste dringend operiert werden", berichtet Chefarzt Dr. Christoph Chylarecki von der Orthopädie des Krankenhauses. In mehrere Kliniken hatte das Oberhausener Friedensdorf Ali seit der Ankunft in Deutschland im vergangenen Sommer schon gebracht. Doch die konnten dem Jungen nicht helfen. Mehrmals war Ali ohne eindeutige Diagnose wieder ins Friedensdorf zurückgebracht worden.
Weil Dr. Chylarecki und sein Team über viel Erfahrung mit Kindern aus Kriegsgebieten verfügt, brachte das Friedensdorf Ali nun nach Moers, wo dann alles recht schnell ging. Nachdem die Diagnose feststand, wurde umgehend der OP-Termin anvisiert. "Wir wollen, dass Ali soll so schnell wie möglich wieder gesund wird", so der Chefarzt. Zum Glück habe der Junge keine Kriegsverletzung, wie sich in Moers herausstellte. "Meist wissen wir nicht, woher die Verletzungen bei den Kindern genau stammen", weiß Dr. Chylarecki. Die meisten afghanischen Kinder, die nach Deutschland kommen, leiden an frischen oder jahrelang verschleppten Kriegsverletzungen. Ali wurde von einem Auto angefahren, wie der Junge den Ärzten berichtet. Eigentlich für Mediziner keine große Sache. "Doch selbst solche weniger schweren Verletzungen können in Afghanistan angesichts des fehlenden Gesundheitswesens gar nicht oder nur mit wenig Erfolg behandelt werden", weiß der Chefarzt aus langjähriger Erfahrung. So wird aus weniger schweren Verletzungen durch ungenügende Behandlung in den Heimatländer nicht selten ein ernstes Problem.
Seit mehr als drei Jahrzehnten schon werden zwischen zwei und vier Kriegskinder pro Jahr in Bethanien versorgt. Immer wenn afghanische Friedensdorf-Kinder in die Moerser Klinik kommen, ist Schala Feltes als ehrenamtliche Betreuerin dabei. Die frühere Krankenschwester aus Rumeln ist mit ihrer ansteckenden Herzlichkeit eine Seele von Mensch. Sie bereut viele Friedensdorf-Kinder in der Moerser Kinderklinik, fährt aber auch in Duisburger Krankenhäuser. Als gebürtige Afghanin kennt Schala Feltes die Schwierigkeiten, die die Kinder in den ersten Tagen in Deutschland haben. "Die kulturellen Unterschiede zwischen beiden Ländern sind sehr groß", sagt sie. Und damit meint sie nicht das große Thema Islam und Christentum, sondern die ganz einfachen Dinge und scheinbar selbstverständlichen Dinge des Lebens. "In Afghanistan ißt man beispielsweise traditionell mit der rechten Hand. Ich zeige den Kindern hier, wie man mit Besteck umgeht, das sie nicht kennen. Ich erkläre ihnen, wozu Lichtschalter da sind und warum bei uns in Deutschland in den Badezimmern Tag und Nacht fließend Wasser aus der Wand kommt. Auch das kennen die Kinder nicht, wenn sie aus Dörfern in den afghanischen Bergen kommen."
Da Schala Feltes die gleiche Sprache wie die Kinder spricht, ist schnell Vertrauen gefasst. So war es auch, als Ali in Bethanien eintraf. "Heimweh und schon wieder ein neues Krankenhaus - da gab es natürlich erst einmal ein paar Tränen", berichtet Kinderkrankenschwester Helene Neumann von der Kinderstation. Aber die verschwanden schnell, als Schala Feltes in der Tür stand und den Jungen akzentfrei in seiner Muttersprache begrüßte. "Bist du wirklich Afghanin?", fragte Ali mit großen Augen die agile, seit mehr als vierzig Jahren in Duisburg lebende Kabulerin. Schon am Ende des ersten Besuchs bat der Junge darum, seine Besucherin künftig als Mutter anreden zu dürfen - eine hohe Respektsbezeugung in der afghanischen Kultur.
Seiner Duisburger Ersatz-Mutter erzählte der Junge inzwischen viel von seiner Familie, die in der zentralafghanischen Provinz Daikundi lebt. Der Vater sei Schneider, die Mutter arbeite auf dem Feld. Die Familie mit insgesamt vier Kindern ernähre sich durch eigene Landwirtschaft. "Wir haben zwei Kühe und viele Schafe", sagt der Junge. Die Familie lebe in einem Haus mit Garten, elektrischen Strom gibt es nur etwa ein Mal im Monat. Jahrelanger Krieg und Bürgerkrieg in Afghanistan wirken sich auf nahezu alle Bereiche des Alltags aus. Schulen gibt es in Alis Dorf nicht, lediglich die Moschee bietet eine Art Ersatzunterricht. "Wir lesen den Koran und sprechen über die Frage, warum wir Menschen auf der Erde sind", sagt Ali. Ein Gesundheitswesen ist praktisch nicht vorhanden. Eines Tages sei der Arzt einer Hilfsorganisation ins Dorf gekommen und habe ihn untersucht. Ali wurde zum Roten Kreuz ins rund 500 Kilometer entfernte Kabul gebracht - für den Jungen war das schon fast eine Weltreise. Eine Operation in Kabul brachte keinen Erfolg. So kam er schließlich nach Moers.
"Er kam mit Windpocken, die wir erst kurieren mussten, bevor operiert werden konnte", erzählt Kinderkrankenschwester Helene Neumann. Ali durfte deswegen in den ersten Tagen sein Zimmer nicht verlassen und nicht mit den anderen Kindern spielen. "Da hat er sich natürlich ziemlich einsam gefühlt und oft sehnsüchtig nach den Schwestern geklingelt", berichtet die Krankenschwester. Zum Glück wuselt seit Tagen das gesamte Pflege- und Erzieherinnenteam um Ali herum. Vorlesen, Erzählen, Basteln und Zeit zum Kuscheln kommen so nicht zu kurz. Es waren auch die Schwestern, denen auffiel, dass der Junge mit den Augen Schwierigkeiten zu haben schien. Der Augenarzt fand heraus, dass Ali extrem stark kurzsichtig ist, dazu kommt eine Hornhautverkrümmung. "Der arme Junge konnte noch nie im Leben richtig sehen", sagt Helene Neumann. Ob der Junge deshalb in seiner Heimat mit dem Auto zusammenstieß? In den nächsten Tagen wird Ali die erste Brille angepasst werden und er wird Deutschland mit buchstäblich ganz neuen Augen erleben. -
Schminkkurs für Frauen mit Krebs
Frauenklinik Bethanien bietet kostenlose Schulung mit Kosmetikexpertinnen
Krankenschwester Gabi Bartel organisiert in der Frauenklinik Bethanien den Schminkkurs für Frauen mit Krebs.Einen kostenlosen Schminkkurs für an Krebs erkrankte Frauen bietet die Frauenklinik Bethanien am Dienstag, 13.
März, von 15-17 Uhr an. "Teilnehmen können Frauen aus Moers und Umgebung und zwar unabhängig davon, ob Sie Patientin in Bethanien sind oder nicht", so Krankenschwester Gabi Bartel, die die Station BC2 in der Frauenklinik Bethanien leitet.
Geschulte Kosmetikexperten geben in dem rund anderthalbstündigen Mitmachprogramm Tipps zur Gesichtspflege und zum Schminken. Den maximal zehn Teilnehmerinnen wird von Kosmetik-Expertinnen gezeigt, wie man mit einfachen Tricks die äußerlichen Folgen der Krebs-Therapie kaschieren kann, wie zum Beispiel Hautflecken oder Wimpernverlust. Das Programm umfasst zusätzlich eine Tücher- und Kopfschmuckberatung. Sowohl die Teilnahme als auch eine Tasche mit hochwertigen Kosmetikprodukten ist für die Patientinnen kostenlos. Die Produkte sind abgestimmt auf die jeweiligen Schritte des Kosmetikseminars, von der Reinigung der Haut bis zum Auftragen des Lippenstifts.
Der Kurs in Bethanien wird in Kooperation mit der DKMS LIFE durchgeführt, einer Unterorganisation der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS. Die DKMS LIFE organisiert jährlich in mehr als 200 Einrichtungen über 1.000 Kosmetikseminare für Krebspatientinnen, die sich in Therapie befinden. Der einmalige Kursnachmittag in Bethanien findet im Multimediaraum im Haus M statt, einem Nebengebäude des Krankenhauses. Die Anmeldung kannerfolgen in der Frauenklinik auf der Station BC2 bei Schwester Gabi Bartel unter Telefon 02841/200-2628. Weitere Kurse sind für den 19. Juni und den 13. November 2012 geplant. -
Noch Plätze frei im Beckenbodenkurs
Intensiv-Training für Frauen mit Blasenschwäche startet am 16. März in Bethanien
Kursleiterin Martina Hamann gibt den neuen Beckenbodenkurs, der am 16.3. startetNoch Plätze frei sind im neuen Beckenboden-Intensivkurs, der am Freitag, 16. März um 11.00 Uhr der Bethanien-Frauenklinik beginnt. Das Angebot richtet sich an Frauen mit Blasenschwäche und/oder Darmschwäche. Bei der Beckenboden-Intensivgymnastik lernen die Kursteilnehmerinnen ihren Beckenboden in allen Funktionen kennen und trainieren – in den meisten Fällen kann damit sogar eine Operation vermieden werden.
Blasenschwäche ist ein Tabuthema, obwohl Harn- und Stuhlinkontinenz gar nicht so seltene Leiden bei Frauen in den mittleren Lebensjahren darstellen. "Sogar Operationsergebnisse fallen besser aus, wenn das Gewebe bereits vorher durch gezielte Gymnastik gestärkt wird“, sagt die staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin Martina Hamann, die den Kurs leitet. Da die Beckenbodengymnastik auf einem Gymnastikhocker sitzend stattfindet, haben auch Menschen, die in der Bewegung eingeschränkt sind, die Möglichkeit ihren Beckenboden zu trainieren.
Das Beckenboden-Training findet immer freitags im neuen Turnsaal des Krankenhauses statt und kostet 50 Euro. Der Kurs beinhaltet zehn Einheiten, die jeweils neunzig Minuten dauern. Die Anmeldung ist bis zum 15.3. bis spätestens 12 Uhr bei der Elternschule Bethanien möglich unter Tel. 02841/200-2670. -
Bethanien gratulierte Senioren zum Geburtstag
Bei einem großen Geburtstagsessen im Altenkrankenheim feierten 24 Bewohnerinnen und Bewohner ihren Jahrestag
Bei einer gemeinsamen Feier im Altenkrankenheim Bethanien servierte Hauswirtschaftsleiterin Marlies Schürmann (stehend) mit Ihrem Team Kaffee und Kuchen für die 97-jährige Seniorin Rosa Magolei (in weißer Bluse mit Kette) und dreiundzwanzig weitere Bewohnerinnen und Bewohner, die im Quartal zuvor Geburtstag hatten. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)Zu einer gemeinsamen Feier lud unlängst das Altenkrankenheim Bethanien die 24 Bewohnerinnen und Bewohner ein, die im letzten Quartal des Jahres 2011 Geburtstag hatten. In gemütlicher Atmosphäre servierte das Team um Hauswirtschaftsleiterin Marlies Schürmann rheinische Spezialitäten aus der Bethanien-Küche. „Ihnen allen wünschen wir viel Glück und Gesundheit“, gratulierte Hauswirtschafterin Schürmann den Seniorinnen und Senioren. Die konnten in den Wochen zuvor immerhin Geburtstage zwischen dem 80. und dem 97. Lebensjahr begehen. Zu letzteren gehörte etwa die Bewohnerin Rosa Magolei, die am 19. Dezember 1915 auf die Welt gekommen ist.
Dass solche Anlässe gebührend in größerer Runde gefeiert werden müssen, ist im Altenkrankenheim Bethanien Selbstverständlichkeit und Tradition. Eine gemeinsame Feier aller hochbetagten Geburtstagskinder steht daher in jedem Quartal auf dem Programm. Und immer sorgt das Hauswirtschaftsteam geradezu rührend um das Wohlergehen aller Jubilarinnen und Jubilare, angefangen von der Bewirtung bis zum jeweils extra für den Anlass zusammengestellten Menü.
Auf der Karte standen diesmal rheinischer Sauerbraten mit Kartoffelklößen und Rothkohl sowie Filetgeschnetzeltes mit Salzkartoffeln und Rosenkohl zur Auswahl. Zum Dessert wurde Eiscreme an Himbeeren serviert. Für die passende musikalische Untermalung bei der Feier sorgte am Clavinowa der im Altenkrankenheim Bethanien tätige Ehrenamtler Richard Weiss, der viele Lieder aus der Jugendzeit der jetzigen Senioren zum besten gab. -
Ehemalige Bergleute spendeten für Kinderklinik
Nachbarschaftshilfe Meerbeck hatte selbst gebasteltes Spielzeug verkauft
Große Freude nicht nur bei den beiden kleinen Patientinnen Nele (vorn li.) und Evrim (vorn re.) in der Bethanien-Kinderklinik: Chefarzt Dr. Michael Wallot (li.) dankte (v.r.n.l.) Wolfram Reutlinger vom Interkulturellen Nachbarschaftsnetzwerk 55+, den ehemaligen Bergleuten Anton Vajngerl, Thomas Heinelt, Uwe Neidling, Johannes Hegmann und Aslan Sevket (ganz re.) von der Nachbarschaftshilfe Moers-Meerbeck sowie Frank Liebert (2.v.r.) vom SCI für die Spende. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)Eine Spende in Höhe von 500 Euro überreichten dieser Tage ehemalige Bergleute von der Meerbecker Nachbarschaftshilfe an die Kinderklinik. Die Nachbarschaftshilfe übergab den Spendenbetrag bei einem Besuch in Bethanien gemeinsam mit Vertretern vom Interkulturellen Nachbarschaftsnetzwerk 55+ Meerbeck und dem Moerser Service Civil International (SCI) persönlich an Dr. Michael Wallot als Chefarzt der Kinderklinik. „Wir ehemaligen Bergleute fühlen wir uns mit Bethanien eng verbunden. Darum wollen wir die Kinderklinik mit der Spende unterstützen“, sagte Uwe Neidling, Koordinator der Nachbarschaftshilfe.
Zusammengekommen war der dreistellige Betrag durch den Verkauf von selbst gebasteltem Spielzeug auf dem Moerser Weihnachtsmarkt im vergangenen Dezember. Ein halbes Jahr lang hat die aus elf ehemaligen Bergleuten von der Schachtanlage Rheinpreußen bestehende Nachbarschaftshilfe fleißig geschnitzt und gehobelt, um die Spielsachen anschließend auf dem Weihnachtsmarkt für den guten Zweck zu verkaufen. „Ich freue mich, dass zwischen ehemaligen Bergleuten und dem Krankenhaus Bethanien immer noch eine so große Verbundenheit besteht. Diese Spende und das Projekt der Nachbarschaftshilfe zeigen, wie groß die Solidarität der ehemaligen Bergleute zur eigenen Region ist“, so Dr. Wallot.
Die Nachbarschaftshilfe besteht aus elf ehemaligen Bergleuten der IG-BCE-Ortsgruppe Moers-Meerbeck. In Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche, dem Interkulturellen Nachbarschaftsprojekt 55+ und dem SCI hat es sich die ehrenamtliche Gruppe zur Aufgabe gemacht, bedürftige und ältere Menschen in Meerbeck zu unterstützen. „Wir helfen bei kleineren Arbeiten, die für ältere Menschen oft unlösbare Aufgaben darstellen. Das kann mal das Umsetzen eines Schranks sein oder der Austausch einer Glühbirne“, sagt Uwe Neidling. Für kleinere Reparaturarbeiten hat der SCI den Ehrenamtlichen eine Holzwerkstatt in der Barbaraschule zur Verfügung gestellt, in der auch die auf dem Weihnachtsmarkt zugunsten der Kinderklinik verkauften Spielsachen entstanden sind. -
Immer ein offenes Ohr, immer ein freundliches Wort
Grüne Damen und Herren im Krankenhaus Bethanien feierten 25-jähriges Bestehen
Bei der Feierstunde in Bethanien blickte Iris Susen (li.) als damalige Krankenhaus-Seelsorgerin auf die Anfänge der Grünen Damen in der Klinik vor 25 Jahren zurück. Das Team wurde lange von Annemarie Eichholtz (vorn links am Tisch sitzend) geleitet, die in der Gruppe auch heute noch aktiv ist. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)Seit 25 Jahre sind sie im Krankenhaus Bethanien die freundlichen Helferinnen und Helfer im grünen Kittel. Jetzt feierten die Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler ihr Jubiläum mit einer offiziellen Feierstunde. "Im Dezember 1986 sind in Bethanien acht motivierte Frauen als so genannte Grüne Damen an den Start gegangen. Und manche von ihnen ist hier auch nach 25 Jahren im grünen Kittel noch aktiv", blickte die damals in Bethanien tätige Krankenhaus-Seelsorgerin Iris Susen in ihrer Rede noch einmal auf die Anfänge zurück. Vor Susen hatte Karl-Heinz Tenter als Vorsitzender der Bethanien-Stiftung die Feierstunde eröffnet. Im Namen von Stiftungs- und Verwaltungsrat dankte Tenter bei einer zünftigen Rheinischen Kaffeetafel in der Personal-Cafeteria des Krankenhauses den dreißig Freiwilligen für ein viertel Jahrhundert treuen Dienst an kranken Menschen.
Dem schloss sich Iris Susen an. Sie hatte den Einsatz von Grünen Damen im Krankenhaus Bethanien seinerzeit initiiert und blickte somit auch ein Stück weit auf ihr eigenes erfolgreiches Werk zurück. "In den Jahren ist das Team größer geworden und geachteter im System des Krankenhauses." Denn anfangs habe es hier und da durchaus Vorbehalte gegen die neuen Damen gegeben. "Manche Schwester und mancher Pfleger befürchtete zunächst, dass ihnen von den Grünen Damen die Arbeit weggenommen würde." Doch diese Vorbehalte hatten sich schnell gelegt. "Der grüne Kittel war sichtbarer Ausweis der Funktion", berichtet Susen. Das Outfit in der Farbe der Hoffnung machte die Tätigkeit der Ehrenamtler von der der examinierten Pflegekräfte im weißen Kittel von vorneherein unterscheidbar. "Für manchen Patienten und manche Patientin wurden die hilfreichen Grünen Damen und Herren regelrecht zu grünen Engeln." Dabei hat sich der Aufgabenbereich in den Jahren bis heute kaum verändert. Sie machen Besorgungen, kümmern sich um Telefonverbindungen und Fernsehanschluss, helfen manchen Patienten bei den Mahlzeiten oder kommen mit dem Bücherwagen auf die Station. Und sie haben im manchmal hektischen Krankenhausalltag immer ein offenes Ohr und ein freundliches Wort für die kranken Menschen.
Nach den Ansprachen von Stiftungs-Chef Tenter und Pfarrerin Susen wurden Annemarie Eichholtz, Renate Rohmann und Brigitte Diehl sowie die "Büchereidamen" Ilse Birnbaum und Christa Karsten für 25 Jahre Dienst mit einer Urkunde geehrt - als immer noch aktive Gründungsmitglieder der grünen Krankenhaushilfe in Bethanien. Ilse Birnbaum leitet die von den Grünen Damen betreute Patienten-Bücherei seit zehn Jahren, Annemarie Eichholtz war über zwanzig Jahre lang Leiterin des gesamten Teams, wofür Beide besonders herzlichen Dank erhielten. Gegen Ende der Veranstaltung zeigten Ilse Birnbaum und die jetzige Einsatzleiterin Elke Reuter noch einmal auf, wie wichtig ihre Arbeit im Krankenhaus ist - und warum sie so viel Freude macht. "Die Arbeit bereitet deshalb so viel Freude, weil sie außer bei den Patienten auch bei der Ärzteschaft und dem Pflegepersonal auf große Resonanz stößt." Ein Wermutstropfen sei nur die Altersstruktur der Gruppe. Für die nächste Zeit sucht das ehrenamtliche Team Verstärkung und hofft, diese zu finden. "Frauen und auch Männer jeden Alters, die Spaß am Umgang mit Menschen haben, sind bei uns in der Gruppe genau richtig", sagt Elke Reuter.
Die mehr als dreißig freundlichen Damen und Herren im grünen Kittel sind ehrenamtlich für Patientinnen und Patienten in Bethanien da. Vorn sitzend von rechts: Edith Wendeling, Ilse Birnbaum, Edelgard Nietert, Elke Reuter, Elisabeth Kabell, Renate Rohmann und Sigrid Hisch. Stehend von links nach rechts: Gerda Becker, Doris Finn, Maria van Bebber, Ursula Kerps, Gerhild Dietz, Brigitte Diehl, Jürgen Heger, Waltraud Kraschl, Helga Victor, Gertrud Becker, Gustav Twardzik, Annemarie Eichholtz, Inga Spiertz, Elisabeth Christ, Helma Dworrak, Christa Karsten und Ellen Bours. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)
Die Idee der ehrenamtlichen Krankenhaushilfe durch Grüne Damen kam Ende der 60er Jahre aus den USA nach Deutschland. Auf Anregung der beiden großen christlichen Kirchen waren ab 1975 am Niederrhein die ersten Grünen Damen in Kliniken tätig, zunächst im Johanniter-Krankenhaus in Rheinhausen, dann auch am St. Johannes-Stift in Homberg. Elf Jahre später nahmen sie dann in Bethanien ihren Dienst auf. Zunächst nur Frauen, doch schon drei Jahre später öffneten sich die Teams 1989 auch für Männer. Bundesweit sind die in vielen Krankenhäusern und Altenheimen tätigen Grünen Damen und Herren in der Ökumenischen Krankenhaushilfe (ÖKH) organisiert. -
Karneval auch am Krankenbett
Kinderprinzenpaar Fabian II. und Sophie I. verlieh Bewohnerin Augustine Neumannim Altenkrankenheim Bethanien den Orden des Kulturausschusses Grafschafter Karneval (83)
Berührende Ordensübergabe: Das Kinder- und Jugendprinzenpaar Sophie I. und Fabian II. verleih der inzwischen bettlägerigen aber zeitlebens karnevalsbegeisterten Bewohnerin Augustine Neumann (83) beim Besuch im Altenkrankenheim Bethanien einen Karnevalsorden. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)Mit einer zünftigen Karnevalsparade marschierte dieser Tage das Kinder- und Jugendprinzenpaar des Kulturausschusses Grafschafter Karneval (KGK) ins Altenkrankenheim Bethanien ein. In der vom Hauswirtschaftsteam mit bunten Luftballons und Luftschlangen geschmückten Cafeteria des Seniorenheims wurden Fabian II. und Sophie I. von den Bewohnerinnen und Bewohnern begeistert mit einem dreifachen „Bethanien Helau!“ empfangen. In Begleitung von Pagin Jana Krebs, Minister Jan Bochwitz und KGK-Vizepräsident Rainer Fischer stimmte das junge Prinzenpaar die Senioren zunächst mit Mottoliedern auf die fünfte Jahreszeit ein. Anschließend kam es zur traditionellen Ordensübergabe, bei der natürlich viele Bützchen vergeben wurden.
Emotionaler Höhepunkt war die Übergabe des KGK-Ordens an die inzwischen bettlägerige Altenkrankenheim-Bewohnerin Augustine Neumann. Pflegepersonal und Sozialdienst der Einrichtung hatten alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit die Seniorin wie schon in den vergangenen Jahren an der Karnevalsfeier in der Cafeteria teilnehmen kann - trotz gesundheitlicher Einschränkung. Die leidenschaftliche Karnevalistin erschien in ihrem Bett selbstverständlich verkleidet und sogar ums Bett selbst ringelten sich die Luftschlangen herum. „Frau Neumann hat immer gerne und mit viel Spaß Karneval gefeiert. In den fast dreißig Jahren, die sie nun in unserer Einrichtung lebt, hat sie keine hauseigene Karnevalsfeier verpasst“, berichtete Margot Kläckes vom Sozialen Dienst der Einrichtung über die dreiundachtzigjährige Seniorin. Augustine Neumann war 1984 in Bethanien eingezogen.
Als Dankeschön des Altenkrankenheims an das närrische Kinderprinzenpaar überreichte das Seniorenheim einen selbst gebastelten Bethanien-Orden an Fabian II. und Sophie I. „Wir freuen uns, dass das Kinder- und Jugendprinzenpaar uns jedes Jahr so viel Freude und gute Laune mitbringt. Wir wünschen dem Prinzenpaar und dem gesamten Hofstaat besonders tolle Tage“, so die Sozialdienstmitarbeiterin Kläckes. Für die Kinder-Prinzessin des Nachwuchswuchs-Dreigestirns gab’s zudem noch einen großen Blumenstrauß und süßen Proviant für die noch anstehenden anstrengenden Auftritte der jungen Jecken.
Weitere Höhepunkte bei der Feier erlebte das Publikum schließlich mit der Tanzgruppen St. Martinus aus Repelen sowie den Bambini- und Teenie-Garden der Karnevalsgesellschaft Fidelio. Bereits zum zweiten Mal sang der Kinderchor Kinder in Takt. Für musikalische Stimmung an den schwarz-weißen Tasten sorgte zudem der in Bethanien immer gern gesehene Karl-Heinz Brackhage mit viel Schunkelmusik. Dafür, dass bei den bekanntesten Karnevalsschlagern alle Stimmbänder in Bethanien gut geölt sind, hatte die Senioreneinrichtung entsprechend gesorgt. "Natürlich haben wir zur Feier des Tages eine ausreichende Menge kleiner Schnäpse und Eierlikör zur Bekämpfung allzu trockener Kehlen parat“, betonte augenzwinkernd Margot Kläckes. Die Sozialdienst-Mitarbeiterin des Altenkrankenheims hatte auch in diesem Jahr wieder als Moderatorin gekonnt durch das Programm geführt - als "Magd Magda" in "Ommas Kittel", wie sich selbst beschrieb.
Närrische Gesangseinlage: Zur großen Freude der Bewohnerinnen und Bewohner des Altenkrankenheims Bethanien gaben Fabian II. und Sophie I. ihr Mottolied zum Besten. (Foto: KBM/ Bettina Engel-Albustin) -
Osteoporose-Vorbeugung
Kurs ab dem 27. Februar in Bethanien richtet sich an Frauen in den Wechseljahren
Die staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin Doris Abels leitet den Präventionskurs Osteoporose seit vielen Jahren. (Foto: KBM/Archiv)Am Montag, den 27. Juni, beginnt um 10.15 Uhr im Krankenhaus Bethanien ein neuer Kurs zur Vorbeugung gegen Osteoporose. Der Kurs richtet sich an Frauen in den Wechseljahren bis zur postmenopausalen Phase. "Osteoporose entsteht durch ein Ungleichgewicht von Knochenaufbau und -abbau in den Wechseljahren", erklärt Kursleiterin Doris Abels. "Etwa jede dritte Frau nach dem 60. Lebensjahr leidet unter Osteoporose. Genetisch bedingt und auch durch Östrogenmangel können als Folge daraus Knochenbrüche entstehen", so die staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin. "Diesem Risiko sollten gesundheitsbewußte Frauen rechtzeitig entgegenwirken."
Die Kosten für den Kurs in Höhe von insgesamt 45 Euro werden auf vorherigen Antrag von der jeweiligen Krankenkasse erstattet. Die Anmeldung zum Kurs ist bei der Elterschule im Krankenhaus Bethanien möglich unter Tel.: 02841/200-2670 oder per E-Mail unter elternschule@bethanienmoers.de. -
Bethanien-Herzexperte ist jetzt Professor
Chefarzt Dr. Stefan Möhlenkamp erhielt Titel von Universität Duisburg-Essen
Ab jetzt offiziell Professor: Der Titel wurde dem Bethanien-Chefarzt Stefan Möhlenkamp von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen verliehen. (Foto: KBM)Ab sofort darf Privatdozent Dr. Stefan Möhlenkamp sich Professor nennen. Der Titel wurde ihm jetzt von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen verliehen. Möhlenkamp leitet seit Sommer 2011 als Chefarzt die Kardiologie im Moerser Krankenhaus Bethanien. Habilitiert hatte er sich im Jahr 2006 am Westdeutschen Herzzentrum der Uniklinik Duisburg-Essen mit einer Arbeit zum Thema "Minimal-invasive Qualifizierung der epikardialen und intramyokardialen Koronargefäßmorphologie und -funktion mittels schneller Computertomographie".
Möhlenkamps wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die Bedeutung der modernen Bildgebung für die kardiovaskuläre Früherkennung, Diagnostik und Therapie einer Herzinfarktgefährdung. „Mit hochmoderner schonender Technologie können wir heute Herzkrankheiten bereits erkennen, bevor ein dauerhafter Schaden eingetreten ist. Und das ist ein wesentlicher Beitrag für hohe Lebensqualität bis ins hohe Alter“, erläutert Möhlenkamp. Für seine Arbeiten auf diesem Gebiet verlieh ihm die Medizinischen Fakultät nun den offiziellen Titel "außerplanmäßiger Professor".
Mit außerplanmäßigen Professuren würdigen Universitäten hervorragende Leistungen in Forschung und Lehre. Die Professur ist an bestimmte wissenschaftlicher Kriterien gebunden, insbesondere die Zahl hochwertiger wissenschaftlicher Publikationen nach Erlangung der Habilitation. Die Professur bedeutet für Prof. Dr. Möhlenkamp auch die Verpflichtung zu einer Lehrtätigkeit an der Universität Duisburg-Essen. "Professor Möhlenkamp ist ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Kardiologie. Dies bringt der ihm verliehene Titel nunmehr auch offiziell zum Ausdruck", kommentierte das Krankenhaus die Ernennung. -
Wenn der Doktor mit dem Katheter kommt
Infotag der Gefäßchirurgie sorgte volles Haus in Bethanien
Besuch im Operationsgebiet: Bethanien-Chefarzt Prof. Dr. Bruno Geier (re.) und der Leitende Oberarzt Harald Freis (li.) auf Forschungsexpedition im begehbaren Modell eines menschlichen Blutgefäßes. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)Blutplättchen so groß wie Winterreifen und Gefäßverengungen, an denen nur Kinder noch krabbelnd vorbeikommen: Das riesige Modell einer menschlichen Ader war am Mittwoch (8.2.) erster Blickfang beim Infotag Gefäßerkrankungen im Krankenhaus Bethanien. Das meterlange, begehbare Organmodell, aufgebaut im neuen Foyer der Klinik, lud Patienten und Besucher gleichermaßen auf einen kleinen Lehrpfad in Sachen Biologie und Medizin ein. Auch Prof. Dr. Bruno Geier als Chefarzt der Gefäßchirurgie und sein Leitender Oberarzt Dr. Harald Freis waren vor Beginn der Veranstaltung noch schnell auf einen Sprung vorbeigekommen, um fachmännisch in Augenschein zu nehmen, was sie sonst tagtäglich operieren. Kaum in der Hauptschlagader um die Kurve gebogen, machen Chefarzt Geier und Oberarzt Freis eine brisante Entdeckung. Hier stimmt was nicht, die Ader ist sichtbar verstopft. "Gefäßverengungen, so genannte Aneurysmen, werden sehr gefährlich, wenn man sie nicht behandelt", sagt Prof. Geier.
Gemeinsam mit dem Ärzteteam der Gefäßchirurgie hatte der Chefarzt für die Veranstaltung ein insgesamt mehr als dreistündiges Programm aus Kurzvorträgen zusammengestellt, um über neueste Diagnose- und Therapiemöglichkeiten auf dem Gebiet zu informieren. Die gefürchteten Aneurysmen der Bauchschlagader waren dabei ebenso Thema wie die Gefahr von Schlaganfällen durch verengte Halsschlagadern. Mussten Gefäßchirurgen in solchen Fällen vor Jahren noch einen großen Bauchschnitt setzen, operiert man heute minimal-invasiv durch einen zwei bis drei Zentimeter langen Schnitt in der Leistenbeuge. Durch den wird anschließend ein Katheter bis an die Stelle geschoben, wo der eigentliche Eingriff erfolgen soll. Der Katheter kommt nahezu überall hin, es wird also quasi "von innen" operiert. "Das geht nicht immer, aber immer öfter", sagen die Ärzte. Gerade für ältere oder gesundheitlich schon angeschlagene Patienten sei das schonende Katheterverfahren ein wahrer Segen.
Für ein volles Haus sorgten in der Personal-Cafeteria die Vorträge vom Ärzteteam der Gefäßchirurgie (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)
Bei der Veranstaltung ging es auch um Behandlungsmöglichkeiten bei Krampfadern - im Gegensatz zum Aneurysma ein eher kosmetisches Thema. Krampfadern können Mediziner schon seit rund hundert Jahren "strippen", also ziehen, aber auch hier hat sich Manches getan. "Früher hatten Patientinnen nach solchen Operationen unter Umständen am ganzen Bein kleine sichtbare Narben. Heute sieht man nach solchen Eingriffen wirklich nichts mehr", sagt der Chefarzt. Grundsätzlich würden die Methoden in der Gefäßchirurgie immer raffinierter, die technischen Instrumente Geräte kleiner und dadurch die Operationsnarben immer winziger, betonen die Ärzte. "Oder ganz unsichtbar."
Parallel zum Vortragsprogramm in der Personal-Cafeteria informierten in der Besucher-Cafeteria verschiedene Aussteller über ihr spezielles Angebot. Dabei ging es um eine optimale Wundversorgung nach der Operation aber auch um Therapien mit Hilfe von Kompressions-Strümpfen. Richtig angewendet tragen die Strümpfe dazu bei, eine Operation zu vermeiden. In den erst unlängst nach umfassender Renovierung neu eröffneten Räumen der Gefäßchirurgie demonstrierte das Ärzteteam schließlich, wie Ultraschall-Untersuchungen an Herz- und Bauchschlagader funktionieren. "Das tut ja gar nicht weh", sagt ein Patient erstaunt, nachdem er zugesehen hat, wie die Ultraschalldiagnose funktioniert. Das Team der Gefäßchirurgie nickt und lächelt. -
Schulprojekt spendete an die Kinderklinik
Sparda-Bank hatte Gymnasiasten in Rheinkamp "Fit for Life" gemacht
Besuch beim Kinderarzt: Vertriebsleiter Andreas Luckhof (li.) von der Sparda-Bank Duisburg Moers übergab im Namen des am Gymnasium Rheinkamp durchgeführten ProjektsÜber eine Spende in Höhe von 1.000 Euro aus einem Schulprojekt freut sich derzeit die Kinderklinik Bethanien. Den Betrag übergab Andreas Luckhof als Vertriebsleiter der Sparda-Bank Duisburg Moers in der Kinderklinik nun an Chefarzt Dr. Michael Wallot. Das Geldunternehmen hatte Oberstufenschülerinnen und -schüler beim Schulprojekt "Fit for Life" am Gymnasium Rheinkamp im vergangenen Sommer auf das Leben nach der Schule vorbereitet. Bei dem sechs Monate dauernden Projekt war es für etwa ein Dutzend Jugendliche ein Mal wöchentlich darum gegangen, soziale und gesellschaftliche Kompetenzen zu erwerben.
Dazu gehörten beispielsweise eine Benimm-Schule, Bewerbungs-Training oder Vortrags-Präsentation. Andere Themen waren Zivilcourage, richtige Ernährung oder Schutz vor Drogenmissbrauch. "Zu jedem Thema hatten ausgewiesene Profis referiert, etwa von der Polizei", berichtete Andreas Luckhof bei der Spendenübergabe in Bethanien. Teilgenommen an dem von Stufenleiter Klaus Schoschies betreuten Projekt hatten Jana Marija Hasselbusch, Katharina Spatzker, Torid Jacob, Jennifer Baska, Jana Melina Gudat, Anne Strux, Jana Leimkühler, Jasmin Spieß, Michael Brand, Sean Broekmans und Laura Jüngst.
Bei "Fit for Life" hatten die Schülerinnen und Schüler auch die Aufgabe, ihrer Gruppe soziale Einrichtungen und Projekte aus Moers und Umgebung vorzustellen und über die Vergabe den vom Gewinnsparverein der Sparda-Bank bereitgestellten vierstelligen Spendenbetrag zu entscheiden. Die Wahl war schließlich auf die von Jana Marija Hasselbusch vorgestellte Kinderklinik Bethanien gefallen. In der Kinderklinik laufen zum Teil von Ärzten und Schwestern betreute Projekte, die nur mit Spendengeldern durchgeführt werden können. Bei der Spendenübergabe der Sparda-Bank in Bethanien würdigte Chefarzt Dr. Wallot die Bank für das Engagement zugunsten von Kindern und Jugendlichen und bat Vertriebsleiter Luckhof, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei "Fit for Life" einen herzlichen Dank im Namen der kranken Kinder auszurichten. -
Mit Herzen gegen Schmerzen
Selbsthilfegruppe übergab 100 bunte Kissen von krebskranken für krebskranke Frauen im Bethanien-Brustzentrum
Formschöne Hilfe für Frauen mit Brustkrebs: Christel Vallen (li.), Elisabeth Fuders (re.) von der Moerser und Christa Kalk (2.v.l.) von der Duisburger Frauenselbsthilfe nach Krebs übergaben die ersten von 100 Herzkissen persönlich an die Patientinnen Agnes Pohl (4.v.l.) und Beate Guerra (4.v.r.). Für das Brustzentrum Linker Niederrhein in der Frauenklinik Bethanien freuten sich Oberärztin Dr. Almut Geßmann (2.v.r.), Assistenzärztin Dorit Brunotte (3.v.r.), Stationsarzt Martin Delev und Assistenzärztin Ella Wotzke. (Foto KBM/Bettina Engel-Albustin)100 selbst angefertigte Herzkissen überreichte die bundesweit aktive Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) dieser Tage an das Brustzentrum Linker Niederrhein in der Frauenklinik Bethanien. Die Herzkissen waren ehrenamtlich von krebskranken Frauen für krebskranke Frauen genäht und gefüllt worden. Initiiert hatten die Aktion Christa Kalk von der Duisburger und Elisabeth Fuders sowie Christel Vallen von der Moerser Ortsgruppe der Frauenselbsthilfe nach Krebs. "Wir möchten erkrankte Frauen mit den Herzkissen beim Kampf gegen den Brustkrebs ermutigen und unterstützen", so die Initiatorinnen.
Die Herzkissen in fröhlichen Farben und Mustern erfüllen dabei nicht nur eine symbolische Funktion, sondern haben ganz praktischen Nutzen. "Nach einer Brustkrebsoperation ist besonders der Achselbereich wund, angeschwollen und schmerzt. Der Arm eng am Körper wird dann als unangenehm und schmerzhaft empfunden. Dagegen helfen die waschmaschinenfesten, weichen Herzkissen", so die Frauen von der Frauenselbsthilfe. "Unter dem Arm getragen helfen die Kissen, diesen wunden Bereich zu schonen." Auch beim Auto fahren helfen die Kissen betroffenen Frauen, denn unter dem Autogurt platziert, machen sie diesen erträglich. "Die Kissen sind multifunktional einsetzbar, sie haben sowohl einen medizinischen als auch einen psychologischen Nutzen", sagt Elisabeth Fuders von der Moerser Gruppe. Unter die Arme geklemmt, wirkt ein Kissen auch möglichen Blockaden im Lymphfluss entgegen.
Eine dänische Krankenschwester hatte die Idee zu den Kissen vor sechs Jahren aus den USA mit nach Europa gebracht. "Italien hat schon Kissen genäht, derzeit sind Griechenland und Deutschland an der Reihe", berichtet Fuders. In Deutschland waren bereits in Berlin, Dortmund, Herne, Köln und Dortmund Frauen mit Kissenaktionen am Start. Zuletzt wurde in Duisburg genäht und die Kissen in den dortigen Krankenhäusern an Krebs erkrankten Frauen übergeben. "Auch bei der Herstellung der Kissen für das Brustzentrum Linker Niederrhein in der Frauenklinik Bethanien haben sich viele Frauen tatkräftig beteiligt. Darunter auch Frauen, die selbst nicht von Krebs betroffen sind", erklärten die Frauen aus der Moerser und der Duisburger Gruppe. "Alle Helferinnen, ob erkrankt oder nicht, wollten so ihr Mitgefühl für die erkrankten Frauen zum Ausdruck bringen." Insgesamt wurden unter Federführung der Duisburger Gruppe mehr als 1.500 Kissen fertig gestellt.
Dabei mussten etliche Dutzend Meter Stoffbahnen in bunten Mustern in Heimarbeit verarbeitet werden, Unterstützung bei der Handarbeit kam von einer Gruppe der Kulturwerkstatt in Duisburg-Meiderich. "Die Kissen sollten einfach schön aussehen", erzählen die Frauen. "Sie sollen durch die lebensbejahende Herz-Form und durch die fröhlichen Stoffmuster den an Brustkrebs erkrankten Frauen in der schwierigsten Phase der Krankheit Wärme, Trost und Zuversicht spenden." Für das Moerser Brustzentrum dankte Oberärztin Dr. Almut Geßmann im Namen ihrer Patientinnen für das Engagement der Frauenselbsthilfe, die als Selbsthilfegruppe übrigens offizieller Kooperationspartner im Brustzentrum ist. Zur Übergabe der Kissen ans Brustzentrum hatte Dr. Geßmann denn auch gleich zwei ihrer stationären Patientinnen mitgebracht, die sich als erste über ihr persönliches Herzkissen freuen konnten.
INFO
Die 1976 gegründete und bundesweit aktive Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) ist mit 400 regionalen die bundesweit größte Krebs-Selbsthilfeorganisation in Deutschland. Die Moerser Gruppe, die zugleich offizieller Kooperationspartner des Brustzentrums Linker Niederrhein in der Frauenklinik Bethanien ist, berät Patientinnen regelmäßig auch im Krankenhaus. Reguläre Treffen der Gruppe finden immer am 1. und 3. Mittwoch im Monat von 16-18 Uhr im Bonifatiusheim, Bonifatiusstr. 104 in 47441 Moers-Asberg statt.
Kontakt:
Elisabeth Fuders
Tel. 02841 33460 -
"Man tut was man kann" für ein sehr hohes Alter
Die Duisburgerin Luise Bergstein feierte 100. Geburtstag. Die Seniorin aus Beeck lebt jetzt im Moerser Altenkrankenheim Bethanien
Sind es vielleicht die guten Gene in der Familie, die Luise Bergstein dieser Tage den 100. Geburtstag feiern ließen? Bergsteins Nichte Edelgard Hewel jedenfalls ist davon überzeugt. „In unserer Familie haben eigentlich alle ein hohes Alter erreicht“, sagt die inzwischen selbst 72-jährige Hewel mit Blick auf ihre rüstige Tante.
Im Januar 1912 war Luise Bergstein in Duisburg-Beeck geboren worden. Dem Duisburger Stadtteil blieb sie bis auf zwei Abwesenheiten treu, die im Verhältnis zu ihrem langen Leben aber eher wie kurze Ausflüge erscheinen: Für drei Jahre arbeitete sie ab 1929 als Hausmädchen bei zwei Familien in den Niederlanden. Damals war sie 17 Jahre alt. Und Mitte der vierziger Jahre, als der Zweite Weltkrieg im Ruhrgebiet tobte, hatte sie sich mit Ihrem kleinen Sohn Herbert für ein halbes Jahr im sachsen-anhaltinischen Stendal in Sicherheit gebracht. „Sonst hat Luise immer in Beeck gelebt. Sie ist dort sogar nur ein Mal umgezogen und die andere Wohnung lag gleich um die Ecke“, berichtet Bergsteins Nichte Edelgard. Da treffen die Bezeichnungen bodenständig und heimatverbunden auf Luise Bergstein wohl unwidersprochen zu.
Nach Rückkehr aus den Niederlanden heiratete Luise 1934 ihren Mann. Kurze Zeit später erblickte der (heute 77-jährige) Sohn Herbert das Licht der Welt. „Nach der Heirat war meine Tante vor allem Hausfrau und Mutter“, so Edelgard Hewel. Putzen und den Haushalt machen, das sei nicht nur Lehrberuf von Luise Bergstein gewesen, sondern immer auch gern erledigte Tagesaufgabe und Erfüllung. Das Leben verlief in ruhigen Bahnen. Bis 1995, da war sie immerhin schon über siebzig, hat Luise Bergstein den Haushalt allein geschmissen und sogar noch die Familie mitbekocht. "Aber dann ging das nicht mehr", erinnert sich Nichte Edelgard. Die Tante verließ das geliebte Beeck und zog über den Rhein ins Altenkrankenheim Bethanien nach Moers. In die Senioreneinrichtung kam sie allein, der Gatte war bereits 1981 gestorben.
Wenn man Luise Bergstein fragt, wie sie so alt geworden ist, sagt sie salopp: „Man tut, was man kann.“ Ein Geheimrezept habe sie nicht. "Man wird einfach älter. So ist das." Na dann müssen es wohl tatsächlich die guten Gene in der Familie sein. Edelgard Hewel nickt. „Luises Großeltern feierten in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts schon Goldene Hochzeit. Das war damals etwas ganz Besonderes, denn die Menschen wurden damals ja noch nicht so alt, wie heute.“ Luises Mutter wurde immerhin 90 Jahre alt. Ein anderer Beweis für die Gen-Theorie der Familie ist Luise Bergsteins Schwester Johanna Böhle, die inzwischen ebenfalls im Bethanien-Altenkrankenheim wohnt, im gleichen Wohnbereich sogar, und die nur unwesentlich jünger ist als Luise. „Meine Mutter Johanna begeht im kommenden Jahr den hundertsten Geburtstag“, erklärt Edelgard Hewel. Die beiden Schwestern trennt ein Lebensjahr.
Bei Luises Geburtstagsfeier vor ein paar Tagen wurde im kleinen Kreis gefeiert. „Wir werden zwar alle uralt, aber die Familie ist insgesamt sehr klein“, verrät Hewel. Mit insgesamt acht Leuten seien die Familien der 99-jährigen Johanna und der hundertjährigen Luise komplett in einem Raum versammelt. Zum Wiegenfest vor ein paar Tagen empfing Luise Bergstein dennoch weitere Gäste. Neben der Familie kam etwa die stellvertretende Bürgermeisterin Erika Scholten, die unter anderem einen persönlichen Glückwunsch von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mitbrachte. Einen extragroßen Blumenstrauß gab es schließlich von Ingo Ludwig, der das Altenkrankenheim Bethanien leitet, und vom Pflegeteam des Wohnbereichs. “Hundert Jahre - ein stolzes Alter! Wir wünschen Alles Gute und viel Gesundheit“, sagte Ludwig. Da lächelt Luise Bergstein ziemlich zufrieden. -
Bethanien verabschiedete Pfarrer Rudolf Schwarz
Krankenhaus-Stiftung würdigte langjährige Tätigkeit in Vorstand und Stiftungsrat
Nach 22 Jahren schied Pfarrer Rudolf Schwarz aus der Stiftung Krankenhaus Bethanien aus. (Foto: KBM/Tanja Pickartz)Nach 22-jähriger Tätigkeit im Stiftungsrat und im Vorstand der Stiftung Krankenhaus Bethanien verabschiedete das Krankenhaus dieser Tage Rudolf Schwarz. „Pfarrer Schwarz hat in seiner langjährigen Mitgliedschaft in dem siebenköpfigen Stiftungsgremium die wirtschaftliche Ausrichtung des Krankenhauses mitverantwortet und mitgeprägt“, betonte der Stiftungsvorsitzende Karl-Heinz Tenter.
"Mit ihm verlieren wir nicht nur einen engagierten Mitstreiter, dem das Bewahren christlicher Wertvorstellungen immer Maxime seines Handelns war, sondern mit ihm verlieren wir auch einen geradezu unersetzlichen Erfahrungsschatz", würdigte Tenter seinen Stiftungsratskollegen. Rudolf Schwarz scheidet aus der Bethanien-Stiftung aus Altersgünden aus. Zum Nachfolger hatte die Stiftung bereits im Januar auf der Verwaltungsratssitzung Pfarrer Torsten Maes in den Stiftungsrat gewählt. -
"Schornstein"-Technik in Bethanien rettet Bauchschlagader und Leben
OP-Technik wurde erstmals in einem Moerser Krankenhaus angewandt
Chefarzt Prof. Bruno Geier (re.) mit Oberarzt Dr. Harald Freis (li.) bei der Morgenvisite in der Gefäßchirurgie Bethanien. (Foto: KBM/Pickartz)Konzentriertes Arbeiten im Operationssaal der Gefäßchirurgie Bethanien. "Bei dem Patienten besteht eine Aussackung der Bauchschlagader, ein so genanntes Bauchaortenaneurysma. Das musste unbedingt schnell operiert werden", sagt Chefarzt Prof. Bruno Geier. Bei der Operation kommt ein neues Verfahren zum Einsatz, das dieser Tage erstmals in einem Moerser Krankenhaus angewandt wurde. "Das Besondere war, dass das Aneurysma der Bauchschlagader auf der für Operateure sehr heiklen Höhe der Nierenarterien lag, was den ohnehin schwierigen Eingriff noch komplizierter machte", sagt der Chefarzt. "Zudem handelte es sich um ein inflammatorisches Aneurysma, das mit dem umliegenden Körpergewebe stark verwachsen war." Keine einfache Sache für Gefäßchirurgen.
Eine große, offene Bauchoperation wäre für den über 70-jährigen Patienten vom Niederrhein viel zu gefährlich gewesen. So entschied das Ärzteteam um Prof. Geier und Oberarzt Dr. Harald Freis mit Hilfe eines Katheters einen Mini-Eingriff durchzuführen, der in weniger kniffeligen Fällen heutzutage schon häufig wird. Zusätzlich soll erstmals die neue Technik zum Einsatz kommen. "Durch den Katheter haben wir soeben ein Stück künstliche Bauchschlagader vom Bein bis in die Hauptschlagader im Bauchraum geschoben und dort verankert." Damit ist das Aneurysma beseitigt. Nun versorgen die Mediziner die lebenswichtigen Nierengefäße, die von der Bauchschlagader nach rechts und links zu den Nieren abzweigen, mit speziellen Gefäßstützen. Auch hierbei kommen Katheter als Transport-Vehikel zum Einsatz Diesmal werden sie jedoch über die Hauptschlagader am Arm eingeführt. Obwohl der Patient eine große Operation hat, wird er von der ganzen Prozedur keine große Narbe zurückbehalten - und schon gar nicht am Bauch. Lediglich die kleinen Hautschnitte für die Katheter in der Leiste und am Arm werden dem Kennerblick später einmal die stattgefundene Operation verraten.
Der spannende Teil der Operation naht. Jetzt schieben die Chirurgen durch den Katheter im Arm des Patienten zwei Gefäßstützen bis in beide Nierenarterien vor. Die Gefäßstützen sorgen dafür, dass sich die beiden Arterien nicht verschließen können. Das könnte zum Beispiel durch das genau auf Höhe der Nierenartrien in die Aorta eingesetzte Stück künstliche Bauchschlagader geschehen. Deswegen platzierenden die Ärzte die Gefäßstützen so, dass sie - durch spezielle Löcher in der künstlichen Bauchschlagader hindurch - aus den Nierenarterien wie Schornsteine in die große Bauchschlagader hineinragen. "Man nennt das Verfahren deshalb 'Schornstein-Technik', erläutert der Chefarzt. Die "Schornsteine" sorgen dafür, dass die Blut ungehindert von der Aorta in die Nierenarterien hineinfließen und die Nieren mit Blut versorgen kann. Die Schornstein-Technik ist somit ein Verfahren, das eventuelle spätere Komplikationen zuverlässig vermeiden hilft. Denn bislang galt bei Katheter-Eingriffen an der Bauchschlagader die Stelle, wo die Nierenarterien abzweigen, als absolute Tabuzone für jeden Chirurgen. Patienten, die genau dort an einer Aussackung der Bauchschlagader litten, hatten ein echtes Problem. "Jetzt können wir endlich auch diesen Patienten mit der schonenden Kathetertechnik helfen", sagt Professor Geier.
"Die 'Schornstein'-Methode ist trotz Mini-Eingriffs für uns Chirurgen relativ aufwendig und kann in Deutschland bislang nur in einem knappen Dutzend Kliniken durchgeführt werden", erklärt Prof. Geier. Moers gehört nun dazu, was am meisten den aus Rheinberg Patienten freut. Nach der erfolgreichen Operation ist er aus dem Krankenhaus wieder entlassen worden und kann, von gelegentlichen Nachuntersuchungen per Ultraschall abgesehen, ein ganz normales Leben führen.
INFO
Tag der Offenen Tür
in der Gefäßchirurgie Bethanien
Mi, 8. Februar, 15.00 - 18.00 Uhr
Bethanienstr. 21, 47441 Moers
Eintritt frei
Ärzte-Vorträge (in der Personal-Cafeteria):
15.00 Uhr - Was kann man mit Kathetern alles machen?
15.30 Uhr - Wenn der Schlaganfall droht
16.00 Uhr - Das Aortenaneurysma - Zeitbombe im Bauch
16.30 Uhr - Therapie der Venenthrombose
17.00 Uhr - Behandlungsmöglichkeiten bei Krampfadern -
„Bühne 47“ spielte Geld für Kinderklinik ein
Theatergruppe aus Rheinhausen übergab vierstellige Spende an Bethanien
Spendenübergabe auf offener Bühne: Die Rheinhausener Theatergruppe Bühne 47 um Regisseur Walter Glaser (ganz rechts) übergab einen Teilbetrag des großen Spendenschecks an den Bethanien-Kinderarzt Dr. Thomas Geerkens (4. v. l., hinten), der mit Tochter Greta (2. v. l. auf Papas Arm) extra zur Aschenputtel-Aufführung in der Rheinhausen-Halle gekommen war. (Foto: Bühne47)
Eine Spende in Höhe von 1.000 Euro übergaben unlängst die Darstellerinnen und Darsteller der Rheinhausener Theatergruppe Bühne47 an den Oberarzt Dr. Thomas Geerkens von der Kinderklinik Bethanien. Den großen, symbolischen Spendenscheck überreichte das Theaterensemble nach einer Theateraufführung von „Aschenputtel“ in der Rheinhausen-Halle auf offener Bühne. „Da bei unseren Märchenstücken immer auch Kinder mitspielen, sollte der Erlös aus dem Kartenverkauf zu den Vorstellungen auch wiederum Kindern zugute kommen“, sagte Walter Glaser von der Theatergruppe Bühne47, der in der Aschenputtel-Inszenierung Regie führte und zugleich als Schauspieler auf der Bühne stand. Die Inszenierung hatte in der Vorweihnachtszeit viele Kinder aus Rheinhausen und Umgebung erfreut.
Dass die Spende in der Kinderklinik Bethanien gut aufgehoben ist, weiß der ehrenamtliche Theaterregisseur Glaser übrigens ganz sicher. Denn hauptberuflich arbeitet er in der Zentralsterilisation des Krankenhauses. Als „Bethanier“ kennt er daher die Klinikclowns vom Verein Clownsvisite von ihren Besuchen im Moerser Krankenhaus gut. Bethanien-Kinderarzt Dr. Geerkens dankte für die finanzielle Unterstützung im Namen der kranken Kinder in Bethanien und für die tolle Aufführung auch im Namen seiner Tochter Greta, die ihren Ärztepapa extra zu dieser besonders kinderfreundlichen Spendenübergabe begleitet hatte. Die seit mehr als fünfzig Jahren bestehende und der Tradition der katholischen Arbeiterbewegung entstammende Bühne47 hat seit Gründung über 130 Stücke ehrenamtlich inszeniert und die Erlöse aus dem Kartenverkauf stets für wohltätige Zwecke gespendet. Insgesamt übergab die Bühne diesmal 3.000 Euro an Hilfsprojekte in Duisburg und Moers. Und das soll auch in Zukunft so bleiben. „Getreu unseres inoffiziellen Mottos ‚Von Kindern für Kinder’, wollen wir auch in diesem Jahr wieder zugunsten gemeinnütziger Einrichtungen spielen, in denen bedürftigen oder kranken Kindern geholfen wird“, so Walter Glaser. -
Moerser Seniorentheater spielte im Altenkrankenheim Bethanien
Sketche aus dem Alltagsleben erfreuten Bewohnerinnen und Bewohner
Auf die Mimik kommt es an: Die Darstellerinnen des Moerser Senioren-Theaters agierten zur Freude des Publikums bei Ihrem Auftritt im Altenkrankenheim Bethanien mitunter direkt im Zuschauerraum. (Foto: KBM/Tanja Pickartz)Kein Auge blieb unlängst trocken bei einer Aufführung des Moerser Seionren-Theaters im Altenkrankenheim Bethanien. Lieber witzig mit siebzig, als ranzig mit zwanzig - mit diesem viel versprechenden Motto trat die Truppe um Magdalene Jescheniak auf die Bühne und enttäuschte nicht. Humorvoll interpretierte Sketche aus dem alltäglichen Leben boten die Darstellerinnen und Darsteller auf einer eigens aufgebauten Bühne in der Cafeteria. Da war gute Unterhaltung im Publikum vorprogrammiert. „Unser Anliegen ist es, die Leute mit lustigen Geschichten aus dem Alltag zum Lachen zu bringen“, sagte Magdalena Jescheniak von der ehrenamtlichen Theatertruppe, die übrigens zum ersten Mal in Bethanien auftrat.
In den Sketchen ging es beispielsweise um die Suche eines sehr anspruchsvollen Herrn nach einer sehr perfekten Traumfrau per Zeitungsinserat, um irrwitzige Begebenheiten auf dem Amt oder um folgenreiche Missverständnisse beim Reifenhändler. Das Senioren-Theater spielte dabei zum Teil direkt im Zuschauerraum, was den Reiz der Aufführung noch erhöhte. Organisiert hatte den Nachmittag Margot Kläckes vom Sozialen Dienst des Altenkrankenheims Bethanien. "Das Senioren-Theater hatte sich vor zwei Jahren mit einem Infostand auf der Seniorenmesse in unserem Haus präsentiert und da entstand ziemlich schnell der Wunsch, die Gruppe einmal für eine Aufführung einzuladen. Wir freuen uns, dass es nun geklappt hat", berichtet Kläckes.
Die Sozialdienst-Mitarbeiterin betont, dass solche Veranstaltungen für die Bewohnerinnen und Bewohner nicht einfach nur "Abwechslung" darstellten, sondern richtige gesellschaftliche Ereignisse seien. "Kultur bringt zusätzlich Farbe in den Alltag der hier lebenden Seniorinnen und Senioren. Viele dieser Menschen sind in ihrer Mobilität eingeschränkt. Sie genießen es daher besonders, wenn ein solches Angebot quasi direkt zu ihnen ins Haus kommt." Kultur ermögliche soziale Kontakte und sei, ebenso wie gute Pflege, ein nicht zu unterschätzender Faktor für gute Lebensqualität in einem Seniorenheim, so Kläckes.
Das Moerser Senioren-Theater kurz vor dem Auftritt im Altenkrankenheim Bethanien. (Foto: KBM/Tanja Pickartz) -
Hospizgruppe im Altenkrankenheim sucht Verstärkung fürs Team
Ab Anfang März neue Schulungen für Ehrenamtler in Bethanien
Ein eingespieltes Team: Die ehrenamtliche Hospizgruppe im Altenkrakenheim Bethanien um deren Leiterin Gisela Kapitza (ganz links sitzend) sucht Interessierte als Verstärkung. (Foto: KBM/Archiv)Die stationäre Hospizgruppe im Altenkrankenheim Bethanien lässt Menschen in der letzten Lebensphase nicht allein. Jetzt sucht das Team um Hospizkoordinatorin Gisela Kapitza Verstärkung für das ehrenamtliche Team. „Wir suchen Menschen, die Zeit mitbringen, um für andere Menschen da zu sein", sagt Gisela Kapitza. Die Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler der Hospizgruppe begleiten die Menschen übrigens nicht erst in der letzten Lebensphase. "Wir lernen die Seniorinnen und Senioren kennen, wenn Sie in das Altenkrankenheim einziehen und bauen von schon da an eine enge persönliche Beziehung auf." Deswegen leistet das Team der Hospizgruppe nicht erst Beistand beim Eintreten eines Sterbeprozesses, sondern erlebt auch den Alltag mit den Bewohnerinnen und Bewohnern und ist für Gespräche da.
"Für die Hospizgruppe suchen wir daher Menschen jeden Alters, die Interesse und Spaß am intensiven Umgang mit anderen Menschen haben", erläutert die Hospizkoordinatorin. Wer sich in der Gruppe ehrenamtlich engagieren möchte, kann sich ab sofort bei Gisela Kapitza unter der Rufnummer 02841/200-2140 oder per E-Mail unter kapitza@bethanienmoers.de melden. "Anfang März werden wir einen unverbindlichen Info-Nachmittag anbieten, bei dem wir alle Interessierten über unsere Arbeit informieren wollen", so Kapitza. Die Gruppenleiterin legt großen Wert darauf, dass alle ehrenamtlichen Kräfte gut in das Team eingebunden und auf ihre Tätigkeit bestens vorbereitet sind. Dazu gehören beispielsweise regelmäßige Schulungen und eine kontinuierliche Begleitung der Einsätze auf den Wohnbereichen des Hauses.
INFO
Info-Nachmittag Ehrenamtliche stationäre Hospizarbeit
Mo, 5. März 2012, um 16.30 Uhr
Altenkrankenheim Bethanien
Wittfeldstr. 31, 47441 Moers -
Rallye durchs Krankenhaus
Kleine Rennfahrer der Spielgruppe machten auf Plastikautos den "Führerschein"
Gleich gehts los: Beim Bobbycar-Rennen der Bethanien-Elternschule gingen im Krankenhaus Bethanien Kinder der Spielgruppe an den Start. (Foto: KBM/Engel-Albustin)Achtung Ärzte, kleine Rennfahrer am Start: Beim traditionellen Bobbycar-Rennen sausten dieser Tage kleine PS-Piloten auf ihren heißen Plastikkisten durchs Krankenhaus Bethanien. Zu der alljährlichen Rallye hatte Silvia Brottmann von der Bethanien-Elternschule die Kinder ihrer Spielgruppe eingeladen. Bevor die Flure im Erdgeschoss des Krankenhauses "unsicher" gemacht werden konnten, mussten die Fahrzeuge von den Kindern natürlich erst auf Fahrtüchtigkeit und Verkehrssicherheit überprüft werden. "Außerdem hatten die Kinder ihre Rennwagen vor der Rallye auf Hochglanz poliert und spielerisch betankt. Es sollte alles wie bei einem echten Rennen sein", so Spielgruppenleiterin Silvia Brottmann.
Nach dem Rennen wurde allen Kindern ein eigener Führerschein ausgehändigt. "Die Teilnahme am Bobbycar-Rennen ist für die fast dreijährigen Kinder ein schöner Abschluss ihrer Zeit in der Spielgruppe der Bethanien-Elternschule", erklärt Silvia Brottmann. "Nun kommen die Knirpse in den Kindergarten, wo ein neuer Lebensabschnitt beginnt und sie viele neue Freunde finden werden." Unfälle waren bei dem Rennen auf den weitläufigen Fluren des Krankenhauses übrigens nicht zu beklagen gewesen - die Rennstrecke war von Gruppenleiterin Brottmann und den Eltern für alle Fälle abgesichert worden. "Alle Kinder sind auf Ihren Bobbycars heil ans Ziel gekommen. Es gab keinerlei Blessuren und die Plastikautos sind auch alle heil geblieben", sagt Brottmann. -
Ehrenamtler des AWO-Seniorenzentrums Schwafheim spendeten
Betrag kommt in der Bethanien-Ferienfreizeit für nierenkranke Kinder zugute
Herein zur Spendenübergabe: Stellvertretend für das Team der ehrenamtlichen Kräfte im AWO-Seniorenzentrum Schwafheim übergaben (v.l.n.r.) Christa Nilotzki, Helga Bollmann und der hauptamtliche Sozialdienstleiter Heinz Packlin eine Spende an Chefarzt Dr. Michael Wallot (im weißen Kittel) von der Kinderklinik Bethanien. (Foto: KBM/Engel-Albustin)
Mit einem kleinen Briefumschlag sorgten dieser Tage Heinz Packlin, Christa Nilotzki und Helga Bollmann vom AWO-Seniorenzentrum Schwafheim für viel Freude in der Kinderklinik Bethanien: Eine Spende in Höhe von 750 Euro überreichten die drei Mitarbeiter vom Sozialdienst des Seniorenheims in dem Umschlag an Chefarzt Dr. Michael Wallot. Den Betrag hatten ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialdienstes der Senioreneinrichtung durch den Verkauf von selbstgebackenen Plätzchen und selbstgemachtem Eierpunsch auf dem alljährlichen Martinsmarkt des Altenheims eingenommen.
„Mit dem Erlös wollen wir die jährliche Ferienfreizeit der Kinderklinik für nierenkranke Kinder in Bethanien unterstützen“, erläuterte Helga Bollmann. Die jährliche Ferienfreizeit wird von einem Arzt und einer Krankenschwester begleitet, damit im Fall des Falles schnelle medizinische Hilfe vor Ort ist. Aufgrund ihrer zum Teil schweren Erkrankung können viele nierenkranke Kinder mit ihren Familien keine normalen Ferien machen. „Die Ferienfreizeit in der Gruppe stärkt die Kinder im Umgang mit der Krankheit“, so Chefarzt Dr. Wallot über das seit vielen Jahren in Bethanien allein aus Spendengeldern ermöglichte Projekt.
An der Spendenaktion im Seniorenzentrum zugunsten der Kinderklinik hatten sich viele der mehr als fünfzig ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt. „Wir freuen uns, dass wir bereits zum dritten Mal eine Spende der AWO-Ehrenamtler entgegennehmen dürfen“, dankte der Chefarzt im Namen aller kranken Kinder. „Wir sind überzeugt, dass die Spende gut angelegt ist“, betonte Helga Bollmann.




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