Plastische Chirurgie

Wundzentrum

02.01.2018

Offene Druckgeschwüre besser behandeln

Wundzentrum Bethanien lädt Fachleute, Betroffene und Angehörige ab Mi, 17. Januar zu Veranstaltungsreihe „Rund um den Dekubitus“ ein

Teamworker im Namen der Patienten: Bethanien-Chirurg Prof. Dr. Robert Hierner will in Moers und Umgebung ambulante und stationäre Behandler von hartnäckigen Druckgeschwüren besser vernetzen. (Foto: KBM/Engel-Albustin)
Offene Druckgeschwüre bei bettlägerigen Patienten sind erfahrungsgemäß schwer zu behandeln. „Der Dekubitus stellt nach wie vor eine echte Herausforderung für Ärzte und Pflegekräfte dar. Das gilt im Krankenhaus, in Senioreneinrichtungen aber auch bei der Pflege daheim. Für eine erfolgreiche Behandlung von Druckgeschwüren müssen alle Beteiligten eng und gut zusammenarbeiten“, sagt Prof. Dr. Robert Hierner. Der Arzt leitet am Moerser Krankenhaus Bethanien die Sektion für Rekonstruktive Chirurgie, Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie, Verbrennung, Regenerative Medizin. Der versierte Chirurg hat vor Jahren in Bethanien ein fachübergreifendes Wundzentrum-Zentrum gegründet, das sich auf die Behandlung chronischer Wunden spezialisiert hat. Auch die schwer heilenden Druckgeschwüre will das Wund-Zentrum besser und effektiver zu behandeln. „Es handelt sich beim Dekubitus um eine langwierige Wunde. Deshalb braucht die Behandlung von Druckgeschwüren viel Zeit und Geduld“, betont Prof. Dr. Hierner. Besonderes Augenmerkt legt der Mediziner dabei auf die Kooperation von ambulanten und stationären Behandlern.

Als typisches Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit nennt Prof. Hierner den Fall einer älteren Patientin aus einem Seniorenheim der Region. Nach einer längeren Lungenentzündung konnte die Dame nicht mehr so oft aufstehen und lag auch tagsüber länger im Bett. Bei der Hautpflege zeigen sich eines Tages Druckgeschwüre im Gesäßbereich. Zur Behandlung kam die Patientin ins Krankenhaus. Ambulante und stationäre Behandler hatten zu dem Zeitpunkt bereits die Sofortmaßnahmen im Seniorenheim abgestimmt und außerdem das Problem bei der Einweisung ins Krankenhaus gelöst. „Oft ist nicht ganz klar, wohin mit solchen Patienten“, erläutert Prof. Dr. Hierner. Die weitere Behandlung richtete sich dann nach der genauen Diagnose. „Nach der Erstuntersuchung wurden Ärzte weiterer Fachgebiete zu einer genau abgestimmten Therapie hinzugezogen“, ergänzt der Mediziner. Inzwischen konnte die Patientin wieder in ihre Senioreneinrichtung entlassen werden. Der Mediziner ist sicher: „So wie bei dieser Patientin können wir es vor Ort bei allen Patientinnen und Patienten schaffen, hartnäckige Druckgeschwüre in den Griff zu bekommen.“

Um die Behandlung von Patienten mit hartnäckigen Druckgeschwüren in Moers und Umgebung weiter zu verbessern, hat der Bethanien-Mediziner für das Jahr 2018 die Vortragsreihe „Rund um den Dekubitus“ konzipiert. Die Reihe richtet sich an Mediziner und Pflegekräfte, aber auch an Patienten und deren pflegende Angehörige. Den Auftakt zu der Reihe macht am Mi, 17. Januar um 17 Uhr in der Personalcafeteria des Krankenhauses der Vortrag „Dekubitus: Was tun?“. Weitere geplante Themen und Termine der Reihe sind: „Dekubitus – Wie kann man ihn vermeiden?“ am Mi, 18. April, „Dekubitus – Welche Therapie, welches Verbandsmaterial?“ am Mi, 12. Sept. und „Dekubitus operieren?“ am Mi, 5. Dezember. „Die Vorträge sollen Fachwissen vermitteln und zu einer engeren Vernetzung aller Behandler beitragen“, unterstreicht Prof. Dr. Robert Hierner.

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