Behandlung des postoperativer hypertropher Narben und des Narbenkeloids im Sternumbereich

Nach einem erfolgreichen thoraxchirurgischen Eingriff kann es zur Ausbildung einer störenden Operationsnarbe kommen.
Die Narbe ist der Endpunkt der Wundheilung. In Abhängigkeit von einer Anzahl von äußeren (therapeutischen) und patienten-bedingten Faktoren können von einer kometisch und funktionell unauffälligen bis hin zur entstellenden und funktionsbeeinträchtigenden (hypertrophen) Narbe und Narbenwucherungen (Keloide) alle Zwischenbilder entstehen.

Keloide treten besonders häufig im Sternumbereich auf. Neben der ästhetischen Beeinträchtigung führen Keloide zu einem starken Juckreiz. In enger Kooperation mit der Strahlentherapie bieten wir ein kombiniertes plastisch-chirurgisches/strahlentherapeutisches Behandlungsverfahren an, welches aus folgenden Schritten besteht:
  • Ausschneidung des Keloids und plastisch-chirurgische Narbenkorrektur
  • postoperative Bestrahlung der neuen Operationsnarbe innerhalb von 24 h. Es wird eine Gesamtdosis von in der Regel 12Gy in sechs bis zehn Fraktionen zu 2 Gy, täglich oder alle zwei Tage appliziert, empfohlen.
  • intensive Narben-Supressions-Therapie mit Silikonpelotte und Kompression für 3 – 6 Monate postoperativ.


Die erfolgreiche plastisch-chirurgische Narbenkorrektur führt zu einer Verbesserung der Versorgung des Patienten bezüglich der Lebensqualität.