25.06.26

Krankenhaus Bethanien: Besonderes Ultraschallverfahren ermöglicht noch mehr Sicherheit für Patient:innen im OP

Echtzeit-Überwachung des Herzens durch zertifizierte Expert:innen

Es gibt operative Eingriffe, bei denen aufgrund der schweren Vorerkrankungen der Patient:innen oder des speziellen Vorgehens während der Operation eine besonders sorgfältige Überwachung durch das Anästhesie-Team erforderlich ist. Um Betroffenen in solchen Fällen noch mehr Sicherheit zu geben, setzt die Klinik für Anästhesiologie & Operative Intensivmedizin des Krankenhauses Bethanien Moers auf die transösophageale Echokardiographie, kurz TEE: „Mithilfe der sogenannten TEE sind wir in der Lage, eine sehr präzise Beurteilung des Herzens vorzunehmen“, erklärt Chefarzt Dr. Sebastian Daehnke. „Ich bin froh, dass wir den schwerkranken Patientinnen und Patienten diese zusätzliche Sicherheit nun auch im OP während der Anästhesie anbieten können.“

Bei der transösophagealen Echokardiographie handelt es sich um ein spezielles Ultraschallverfahren, das umgangssprachlich auch als „Schluckecho“ bezeichnet wird. In der Anästhesiologie wird es zu einer genauen Beurteilung des Herzens eingesetzt. Hierbei wird den Patient:innen in Narkose ein Ultraschallkopf an der Spitze eines flexiblen Schlauchs über die Speiseröhre direkt hinter das Herz geführt. Der Schallkopf liegt so sehr nah am Organ und liefert hochauflösende Bilder, ohne dass das Herz durch Knochen oder die Lunge verdeckt wird. „Aufgrund der Einsatzmöglichkeit im OP, der hohen Bildqualität, der schnellen Verfügbarkeit der diagnostischen Information und einer niedrigen Komplikationsrate ist die TEE ein sehr vielseitiges Verfahren zur Überwachung, Diagnostik und Therapiesteuerung kritisch kranker Patientinnen und Patienten während einer OP“, erklärt Dr. Daehnke. Bei ungeklärten Kreislaufproblemen während der Narkose könne so beispielsweise sehr schnell und zuverlässig die Ursache diagnostiziert und eine passende Therapie umgehend eingeleitet werden.

„Die transösophageale Echokardiographie ist in der Anästhesiologie ein noch sehr junges Thema, das in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen hat. Die Voraussetzungen für ihre korrekte Durchführung sind fundierte Kenntnisse anatomischer und physiologischer Grundlagen, aber auch eine intensive praktische Ausbildung der ausführenden Ärztinnen und Ärzte“, so Dr. Daehnke. Darüber hinaus müssten die Krankenhäuser die benötigten modernen Ultraschallgeräte und -sonden vorhalten.

Zertifiziert für besondere Exzellenz in der Durchführung des TEE-Ultraschallverfahrens

Dr. Daehnke, der seit 2017 Chefarzt im Moerser Krankenhaus ist, verfügt über die Zertifikate der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, die für diese Art der speziellen Überwachung vorgesehen sind. Darüber hinaus ist der Mediziner zertifizierter Ausbilder der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) für Echokardiographie in der Anästhesiologie für das Krankenhaus Bethanien Moers. „In unserem Haus wird das Thema DEGUM großgeschrieben. Die Zertifizierungen clustern sich in drei Stufen. Bereits Stufe II zu erreichen und zu halten, ist kompliziert“, so Dr. Daehnke, der sich seit Kurzem über den erneuten Erhalt des DEGUM-Zertifikats der Stufe II für das Gebiet Echokardiographie in der Anästhesiologie freuen kann. „Die DEGUM Stufe II spricht für eine sehr hohe Qualität. Es ist uns wichtig, diese bestmöglich für die uns anvertrauten Patientinnen und Patienten sicherzustellen.“

PRESSEFOTO

Das Krankenhaus Bethanien Moers bietet Patient:innen noch mehr Sicherheit während schwieriger operativer Eingriffe mithilfe der transösophagealen Echokardiographie (TEE).