29.2.2008

Symptome ernst nehmen

Beim Infotag Gefäßerkrankungen geht es um verbesserte Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten


Keine Angst, es tut nicht weh: Chefarzt Dr. Hans Bender von der Radiologie (li.) und Prof. Dr. Samuel Manouguian (re.) stellen die Diagnose auf Gefäßerkrankungen völlig schmerzfrei - unter anderem mit dem hochmodernen 16-Zeilen-Computertomograph links im Bild (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)


Gefäßerkrankungen sind so zahlreich, dass die Medizin für sie extra ein eigenes Fachgebiet geschaffen hat, die Phlebologie. Die Fachrichtung beschäftigt sich mit der Erkennung und Behandlung von Gefäßerkrankungen, insbesondere von Venenerkrankungen, wie Krampfadern aber auch Hämorrhoiden. Ebenso vielfältig wie die Krankheitsformen können die Symptome sein. "Schwindel, Sehstörungen, Konzentrationsschwäche, Sprachstö¬rung¬en, Lähmungserscheinungen und kurze Bewusstlosigkeit weisen auf eine mögliche Erkrankung der Halsschlagadern hin", erläutert Prof. Dr. Samuel Manouguian, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Krankenhaus Bethanien. "Schmerzen beim Gehen in den Waden, nächtliche Schmerzen in den Füßen oder nicht heilende Wunden an den Füßen weisen hingegen auf eine arterielle Verschlusskrankheit hin."

Manche Symptome sind eindeutige Alarmsignale, die von den Betroffen nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten. Darauf machen der Gefäßexperte Manouguian und sein Kollege Dr. Hans Bender als Chefarzt der Radiologie im Vorfeld des Informationstags Gefäßerkrankungen am Mittwoch (12.03.) aufmerksam. Bei dem Infotag wollen die Radiologie sowie die Klinik für Phlebologie ab 15 Uhr unter anderem in der Patientencafeteria über neue Diagnose- und Therapiemöglichkeiten informieren.

Schmerzfreie Untersuchung

Die Diagnose von Gefäßerkrankung wird üblicherweise durch völlig schmerzfreie Ultraschalluntersuchungen oder bildgebende Verfahren gestellt, wie zum Beispiel die Computertomographie. Dabei arbeiten Gefäßexperten mit Radiologen eng zusammen. "Nach der Diagnosestellung besteht die Möglichkeit eine Erkrankung etwa der Halsschlagader durch eine Gefäßoperation oder eine mit einem dünnen Katheterschlauch vorgenommene Erweiterung (Dilatation) des Gefäßes zu behandeln", erläutert Prof. Manouguian. Auch Arterienverschlüsse werden im Bethanien durch eine Operation oder Dilatation korrigiert. "Häufig werden diese Maßnahmen kombiniert. Die Ballondilatation wird an unserer Klinik auch in örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt", sagt Manouguian.

Das Gegenteil von verschlossenen oder verengten Arterien sind "Ausstülpungen" der Gefäße. "Pulsierende Masse und Schmerzen im Unterbauch mit Ausstrahlung in die Wirbelsäule sind typisch für eine Auswuchtung der Bauchschlagader, so Manouguian."Bei solchen Beschwerden ist Eile geboten!", warnt der Gefäßexperte. Durch eine entsprechende Operation kann verhindert werden, dass das Gefäß reißt oder platzt - eine lebensbedrohliche Situation. Gefäßerkrankungen werden vielfach unterschätzt. Selbst die weit verbreiteten Krampfadern seien "mehr als nur ein ästhetisches Problem", denn "Krampfadern führen auch häufig zu schwerwiegenden Komplikationen". Die Vernachlässigung dieser Erkrankung ziehe nicht selten ein so genanntes "Offenes Bein" (Ulcus-cruris) nach sich. "Eine Operation sollte auf jeden Fall erfolgen." Die ist allerdings für den erfahrenen Mediziner Manouguian kein großer Akt. "Eine Krampfaderoperation wird an unserer Klinik in den meisten Fällen unter ambulanten Bedingungen vorgenommen."

Dreidimensionales Bild

In sich mehrmals wiederholenden Vorträgen werden Prof. Manouguian und seine Kollegen beim Infotag über mögliche Symptome von Gefäßerkrankungen aufklären. Im Anschluss an die Vorträge besteht jeweils die Möglichkeit zu einem geführten Rundgang durch die Radiologie, die Röntgenabteilung und schließlich die Klinik für Gefäßerkrankungen. In der von Dr. Bender geleiteten Radiologie-Abteilung haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, quasi einen Blick in die Innenwelten des menschlichen Körpers zu bekommen, die ein hochmoderner Computertomograph liefert. Der 16-Zeilen-Computertomograph errechnet ein dreidimensionales und farbiges Bild aus dem Körperinneren, auf dem noch millimeterkleinste Details genau zu erkennen sind. Das sei nicht nur vor, sondern vor allem auch nach einem Eingriff wichtig, um den Erfolg einer Operation zu beurteilen, merkt Dr. Bender an.

Insgesamt werden in den beiden Bethanien-Fachkliniken pro Jahr mehrere tausend Patientinnen und Patienten untersucht und behandelt. Der Eintritt zum Infotag ist frei. Besuchern werden die Parkgebühren erstattet.

INFO
Infotag Gefäßerkrankungen
am Mittwoch, den 12. März 2008 von 15 bis 19 Uhr Vorträge in der Mitarbeiter-Cafeteria sowie Rundgänge durch die Gefäßchirurgie und Radiologie Krankenhaus Bethanien, Bethanienstr. 21, 47441 Moers Eintritt frei, Parkgebühren werden erstattet.


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