8.9.2008

Bethanien-Chefarzt feierlich verabschiedet

Der „heitere Operateur" Prof. Dr. Wolfram Niedner übergab die Frauenklinik an den Ultraschall-Experten Prof. Dr. Rüdiger Osmers


Feierliche Verabschiedung unter Freunden: In gute Hände übergab Prof. Dr. Wolfram Niedner (li.) die Frauenklinik Bethanien an Prof. Dr. Rüdiger Osmers (re.). Der neue Chefarzt ist Experte auf dem Gebiet der vorgeburtlichen Ultraschall-Diagnostik (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)

Mit einer großen Feierstunde verabschiedete das Krankenhaus Bethanien am Samstag (6.9.) den langjährigen Chefarzt der Frauenklinik, Prof. Dr. Wolfram Niedner. Niedner hatte die Frauenklinik seit 1989 geleitet. Seit zwölf Jahren war er zudem Ärztlicher Direktor des Krankenhauses.

Vor mehr als hundert Gästen dankte Bürgermeister Norbert Ballhaus Niedner für seine neunzehn Jahre währende "wertvolle Arbeit in Moers". Niedner habe tatkräftig daran mitgewirkt, dass das Krankenhaus Bethanien einen ausgezeichneten Ruf habe.

Als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung Krankenhaus Bethanien würdigte Alt-Bürgermeister Wilhelm Brunswick Prof. Niedners Tätigkeit als "Ära" und nannte als Beispiel für Niedners Pioniergeist Aufbau und Zertifizierung des Brustzentrums Linker Niederrhein, das als erste grenzüberschreitende Einrichtung dieser Art einzigartig in der gesamten Europäischen Union sei. Niedner übergebe an seinen Nachfolger Prof. Dr. Rüdiger Osmers eine "moderne und leistungsstarke" Frauenklinik, die "im Wettbewerb bestens aufgestellt" sei, so Brunswick. Das oft gehörte Bonmot Niedners zitierend, dass Patienten und Ärzte traurige Operateure meiden sollten, dankte Brunswick dem scheidenden Niedner dafür, dass er in seiner Zeit am Krankenhaus Bethanien niemals ein solcher trauriger Operateur, sondern vielmehr ein "außerplanmäßiger Professor in allen Lebenslagen" gewesen sei.

Als Nachfolger in der Funktion des Ärztlichen Direktors dankte Dr. Thomas Voshaar, Chefarzt der Bethanien-Lungenklinik, Niedner für die "Erfolgsstory Bethanien". Unter Niedners Führung habe sich das Krankenhaus von innen heraus erneuert, lange bevor ein sich veränderndes Gesundheitswesen die Kliniken zum Umdenken in vielen Bereichen zwang. Niedners Strategie will auch Voshaar als neuer Ärztlicher Direktor fortführen: "Wir arbeiten nicht in Konkurrenz, sondern in Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten und dem anderen Krankenhaus in Moers." Weiter angestrebt sei eine "harmonische Gemeinschaft" der lokalen Anbieter im Gesundheitswesen. Voshaar bescheinigte Niedner, über jene vier Tugenden zu verfügen, die einen guten Arzt ausmachten: Technik und Intuition, Empathie und Disziplin.

Die Verabschiedung Niedners hatte am Samstag früh mit einem hochrangig besetzten Gynäkologischen Symposium begonnen. Zu den Referenten zählten der Genetiker Prof. Dr. Bernd Eiben aus Essen sowie Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve aus Basel. In seiner Laudatio erinnerte Holzgreve, der übrigens selbst ein Schüler Niedners ist, an dessen herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Frauenheilkunde. Prof. Wolfram Niedner gilt bundesweit als Koryphäe auf dem Gebiet der Onkochirurgie des weiblichen Brustkrebses. Niedners handwerkliche Feinarbeit im Operationssaal ist geradezu legendär und als "Niedner-Schule" unter den Gynäkologen Deutschlands weithin geachtet. Auch auf dem Gebiet der Geburtshilfe ist Niedner für herausragende Leistungen bekannt. Niedner habe wie kaum ein anderer Mediziner im gesamten Spektrum der Frauenheilkunde außergewöhnliche Leistungen vollbracht, so Prof. Holzgreve.

Zum Familienfoto mit dem scheidenden Frauenklinik-Chefarzt Prof. Dr. Wolfram Niedner (in der Mitte stehend im beigefarbenen Anzug) stellten sich das komplette Team der Frauenklinik, der Verwaltung sowie der technischen Abteilung auf, denn Prof. Niedner war zugleich Ärztlicher Direktor des Krankenhauses (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)

Aus einer Arztfamilie in Jena stammend, hatte Wolfram Niedner 1962 sein Medizinstudium an der dortigen Friedrich-Schiller-Universität begonnen - der Universität, an der Niedners Vater Ordinarius für Gynäkologie und Geburtshilfe war. 1968 legte Niedner sein Staatsexamen an der Medizinischen Akademie in Erfurt ab. Danach folgte aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten eine steile Mediziner-Karriere: 1976 war Niedner Oberarzt in Erfurt, ein Jahr später bereits Dozent für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Medizinischen Akademie. 1981 folgte die Berufung zum Hochschuldozenten. Im gleichen Jahr wird er zudem stellvertretender Direktor der Frauenklinik in Erfurt. Die Erfurter Klinik war seinerzeit mit mehr als 528 gynäkologisch-geburtshilflichen Betten die größte Frauenklinik auf deutschem Boden und zudem größer als das heutige Bethanien-Krankenhaus mit seinen insge¬samt 510 Betten.

Nach einem Afrika-Auslandseinsatz an der Uniklinik von Addis Abeba kehrte Niedner im April 1985 nicht wieder in die DDR zurück. Zwei Monate später begann er eine Tätigkeit am Zentrum für Frauenheilkunde am Uniklinikum Münster, wo er innerhalb von nur einer Woche vom vierten zum Leitenden Oberarzt aufstieg. Ein weiteres Jahr später, 1986, ernannte das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium Niedner zum "außerplanmäßigen Professor". Vier Jahre später kam er dann als Chefarzt ans Moerser Bethanien-Krankenhaus. Seinen Ruhestand wird Niedner in Wetzlar verbringen. Er plant ausgedehnte Reisen und wird sich seinen Leidenschaften widmen: Golfspiel, Jagd und viel Kultur. Der neue Chefarzt der Frauenklinik, Prof. Dr. Rüdiger Osmers, verabschiedete seinen Vorgänger mit den Worten: "Mit Wolfram Niedner verabschieden wir einen guten Menschen und einen hervorragenden Arzt."

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