24.9.2008

„Bußgeld" für Unwort brachte eigentlich viel Geld

Autohaus Minrath übergab nach hausinterner „sprachpädagogischer Erziehungsmaßnahme" 350 Euro an Kinderklinik Bethanien


Große Bescherung: Zur Spendenübergabe an den Leitenden Bethanien Kinderarzt Dr. Michael Wallot (Mitte hinten stehend) brachten Minrath-Marketingleiter Detlef Leppkes (sitzend links) und Andreas Toschka als Leiter der Gebrauchtwagenabteilung neben dem Scheck auch Spielzeugautos und andere Geschenke für die Kinder auf der Station GO mit (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)

Eine ungewöhnliche "sprachpädagogische" Maßnahme beim Moerser Autohaus Minrath erbrachte eine Spende in Höhe von 350 Euro für die Bethanien-Kinderklinik: Hintergrund der vom Autohaus ironisch als "kleinen sprachlichen Erziehungsmaßnahme" bezeichneten Aktion war der Umstand, dass der Leiter der Minrath-Gebrauchtwagen¬abteilung, Andreas Toschka, das jede konkrete Aussage relativierende Wort „eigentlich“ aus dem Munde der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr länger hören mochte.

Kurzerhand wurde es zum Unwort des Jahres erklärt - zumindest im Büro des Gebrauchtwagenleiters. Sätze wie „Das sollte eigentlich kein Problem sein!“ oder „Eigentlich habe ich keine Fragen mehr“ wurden mit einer Unwort-Bußgeldstrafe von 50 Cent pro Nennung geahndet. "Das Geld musste direkt in eine eigens hierfür aufgestellte Spardose abgeführt werden. So konnten die Gespräche und Besprechungen mit Andreas Toschka durchaus für den einen oder anderen zur kostspieligen Angelegenheit werden", berichtete Detlef Leppkes von der Marketing-Abteilung bei Minrath während der Spendenübergabe in der Kinderklinik augenzwinkernd.

Gelohnt hat sich diese strikte Sprachkur auf jeden Fall: Zum einen wurden die Sätze fortan präziser und überlegter formuliert, zum anderen kam während des über drei Monate laufenden Kurses für besseres Deutsch ein nennenswerter Betrag für den guten Zweck zusammen. So freute sich dieser Tage bei der Spendenübergabe nicht nur der Leitende Kinderarzt Dr. Michael Wallot sondern - eigentlich - die gesamte Kinderklinik. Denn Andreas Toschka und Detlef Leppkes hatten nicht nur einen großen Spendenscheck für die Kinderklinik mitgebracht, sie verteilten außerdem noch kleine und größere Geschenke an die sichtlich überraschten Kinder auf der Station G0. Und das war definitiv - und nicht nur "eigentlich" - eine ziemlich gute Idee.


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