27.10.2009

Infrarot-Navi findet jedes Knie

Der Knieexperte Dr. Elmar Rakebrand setzt Gelenkprothesen mit einer speziellen Methode ein. Ab sofort verstärkt er das Othopädie-Team im Krankenhaus Bethanien


An einer improvisierten Werkbank mit Plastik-Knie demonstriert Dr. Elmar Rakebrand Patienten und Mitarbeitern im Krankenhaus Bethanien das unblutige Operationsverfahren: Die auf dem Ober- und Unterschenkelknochen sitzenden Geräte senden Infrarotsignale zur genauen Lage der Prothese an den Knochen auf einen Computerbildschirm. Mit dem größeren Infrarot-Navigationsgerät in der Hand tastet der Operateur die exakte Lage des alten Kniegelenks ab, um die korrekte Position des neuen Gelenks zu bestimmen. (Foto: KBM/Klaus Dieker)


Die Leidenschaft für die Chirurgie lässt ihn nicht los: Eigentlich sollte Dr. Elmar Rakebrand nach Beendigung seiner langjährigen Tätigkeit als Chefarzt des St. Johannes-Krankenhauses in Duisburg-Homberg schon vor Wochen den wohlverdienten Ruhestand antreten. Eigentlich. Doch der überaus beliebte Arzt, der acht Jahre die Chirurgische Klinik in Homberg geleitet hatte, will sich die Patientinnen und Patienten mit Knieproblemen nicht allein lassen. Ab sofort wird er nun im Moerser Krankenhaus Bethanien in Moers tätig sein. Jeden Mittwoch zwischen 13 und 16 Uhr können sich Patienten bei dem Experten zur Knie-Diagnostik vorstellen.

„Ich möchte Patientinnen und Patienten auch weiterhin mit meiner langjährigen Erfahrung zur Verfügung stehen. Außerdem möchte ich das von mir seit Jahren erfolgreich angewendete Operationsverfahren, das durch Infrarottechnik unterstützt wird, an jüngere Orthopädie-Experten weitergeben“, so Dr. Rakebrand. Das Krankenhaus Bethanien sei dafür die erste Wahl. „Wir sind von einer langfristigen und guten Zusammenarbeit überzeugt“, erklärten Dr. Rakebrand und Bethanien-Chefarzt Dr. Christoph Chylarecki dieser Tage gemeinsam.

Das Operationsverfahren mit Infrarottechnik funktioniert nach dem Prinzip eines Navigationssystems: Es hilft dem Operateur, die exakte Lage der neuen Knie-Prothese am Ober- und Unterschenkel bei der Operation festzustellen. „Beim Einsatz eines künstlichen Gelenks ist höchste Präzision Voraussetzung, da das neue Gelenk millimeter¬genau eingepasst werden muss“, so Dr. Rakebrand. Ein ungenau eingepasstes Gelenk beeinträchtigt den Erfolg der Operation, denn es kann sich vorzeitig lockern. Deshalb werden bei der OP Infrarot-Sensoren am Ober- und Unterschenkel von Patienten angebracht, die Daten über die genaue Lage des Beins und der Knochen in Echtzeit an einen Computer melden. Der Operateur kann so auf einem Bildschirm verfolgen, ob er das neue Gelenk exakt eingepasst. „Früher musste sich der Operateur dabei allein auf seine Erfahrung verlassen“, erklärt Dr. Rakebrand.

Der Mediziner gilt als Pionier auf dem Gebiet der Infrarot-Navigation bei Knie-Operationen. Bis heute leitet er Ärzte-Workshops im In- und Ausland, um andere Operateure in dieser speziellen Navigationstechnik zu schulen. Für Bethanien stellt das Engagement des Mediziners einen gelungenen Coup dar. „Wir freuen uns, dass wir Dr. Rake¬brand als ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet für eine Tätigkeit in Bethanien gewinnen konnten“, so Chefarzt Dr. Chylarecki.

INFO
Patienten können sich in Bethanien jeden Mittwoch von 13 bis 16 zur Knie-Diagnostik bei Dr. Elmar Rakebrand vorstellen. Anmeldung in der Zentralambulanz unter Tel. 02841/200-2860.




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