10.6.2010

Mit "Knochen-Zement" gegen Rückenleiden

In der Bethanien-Unfallchirurgie wurde der 500. Patient mit dem Kyphoplastie-Verfahren an der Wirbelsäule behandelt


Der Leitende Oberarzt Dr. Stefan Hinsenkamp erklärt dem Patienten Jürgen Bardtke anhand eines Wirbel-Models aus Kunststoff das Prinzip der Ballonkyphoplastie. Bardtke gehört zu den bereits 500 Patienten in Bethanien, bei denen das Kyphoplastie-Verfahren an der Wirbelsäule angewendet wurde. (Foto: KBM/Klaus Dieker)

Den 500. Patienten operierte dieser Tage die Klinik für unfall- und orthopädische Chirurgie Bethanien mit einem speziellen Verfahren an der Wirbelsäule. Kyphoplastie oder auch Ballonkyphoplastie heißt das inzwischen weltweit angewandte Verfahren, bei dem krankhaft zusammengedrückte Wirbelkörper zunächst mit einem winzigen Ballonkatheter aufgerichtet und dann mit einem so genannten "Knochen-Zement" aufgefüllt und damit stabilisiert werden. Die Operation stellt einen Mini-Eingriff dar, als Operationsnarben bleiben gerade einmal zwei kleine Punkte von der Größe eines Papierlochers. Mit den jährlich etwa hundert Patientinnen und Patienten, die seit der Einführung des Verfahrens im Jahr 2005 in Moers operiert wurden, stellt die Unfallchirurgische Klinik im Krankenhaus Bethanien eine der führenden Kliniken im Bereich der Kyphoplastie-Behandlung in Nordrhein-Westfalen dar.

„Die Kyphoplastie kann bei Wirbelbrüchen oder Osteoporose und sogar bei bestimmten Krebserkrankungen angewandt werden", sagt der Kyphoplastie-Experte Dr. Stefan Hinsenkamp, der als Leitender Oberarzt in der Orthopädie Bethanien tätig ist. "Wenn Knochenmetastasen einen Wirbel instabil machen, wenden wir die Methode erfolgreich an. So kann eine weitere Ausbreitung der Krebserkrankung im betroffenen Segment verhindert werden." Der kleine Eingriff bedeute für die Betroffenen eine enorme Verbesserung der Lebensqualität, "zumal damit auch die typischen Symptome wie Schmerzen deutlich gelindert werden“, so Dr. Hinsenkamp. Um Patienten gut behandeln zu können, absolvierte der Oberarzt schon vor Jahren eine spezielle Zusatzausbildung.

"Bei der Operation wird über einen Katheter ein kleiner Ballon in den gebrochenen Wirbel eingeschoben und dann aufgedehnt. Anschließend wird der Ballon entfernt und der entstandene Hohlraum mit einem Knochenzement aufgefüllt. Dieses Material härtet aus und festigt die Wirbelsäule genau so gut wie das natürliche Knochengewebe", erläutert Oberarzt Dr. Hinsenkamp. Die von ihm behandelten Erkrankungen der Wirbelsäule äußern sich vor allem über Rückenschmerzen als typisches Symptom. "Starke Rückenschmerzen sind oft ein Zeichen für eine geschwächte Wirbelsäule entweder durch einen Wirbelbruch oder durch Osteoporose, einer krankhaften Veränderungen der Knochen, die oft bei Frauen in den Wechseljahren oder generell bei älteren Menschen auftritt." Betroffene sollten daher bei länger andauernden Beschwerden unbedingt einen Facharzt oder die orthopädische Sprechstunde in einem Krankenhaus aufsuchen.



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