26.6.2010

Prof. Manouguian nimmt Abschied von Bethanien

Das Krankenhaus Bethanien verabschiedete am heutigen Samstag (26.6.) Prof. Dr. Samuel Manouguian als langjährigen Chefarzt der Gefäßchirurgie.


Ab jetzt im Ruhestand: Chefarzt Prof. Dr. Samuel Manouguian mit Chefsekretärin Maria Hackstein-Bergmann (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)

Mit einem großen Festakt verabschiedete das Krankenhaus Bethanien am heutigen Samstag (26.6) Prof. Dr. Samuel Manouguian als langjährigen Chefarzt der Gefäßchirurgie. Der im Libanon geborene und aus einer armenischen Familie stammende Mediziner hatte seit 1985 die Gefäßchirurgie in Bethanien aufgebaut und seit 1997 als Chefarzt geleitet. Vor acht Jahren schließlich erkannte die Universität Göttingen ihm wegen herausragender Verdienste in der Medizin die Professur zu. Manouguian hatte bereits in den siebziger Jahren zwei Operationsverfahren für den Einsatz von künstlichen Herzklappen entwickelt, die heute weltweit angewendet werden und nach ihm benannt sind.

In Anspielung auf Manouguians Abstammung lobte Bethaniens Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Voshaar beim Festakt, der vorbildliche Mediziner habe enormen Fleiß gezeigt und dabei stets "armenisches Tempo sowie armenisches Temperament" vorgelegt. Dr. Voshaar dankte Manouguian dafür, die Gefäßchirurgie des Hauses zu einem Zentrum von regionaler Bedeutung gemacht zu haben. Prof. Manouguian sei nicht nur für die ärztlichen Kollegen, sondern auch für die Patienten geradezu eine Institution gewesen, ergänzte der Leitende Oberarzt Dr. Mathias Johanson.

So gab Dr. Johanson eine Anekdote zum besten, nach der er einmal einen Patienten vor einer anstehenden Operation gefragt habe, was denn überhaupt operiert werden müsse. Die verblüffende Antwort des Patienten: "Das wissen nur Professor Manouguian und der liebe Gott!" Scherzhaft an Manouguians Frau Gesine gewandt bedauerte Karl-Heinz Tenter für den Vorstand der Krankenhausstiftung Bethanien, einen so veritablen Mediziner gehen lassen zu müssen, der fünfundzwanzig Jahre lang doch auch mit Bethanien quasi "verheiratet" gewesen sei.

Der Kinderchor der armenischen Gemeinde Kölns sang dem scheidenden Bethanien-Chefarzt Prof. Dr. Samuel Manouguian (li.) bei der offiziellen Verabschiedung am Samstag (26.6.) im Krankenhaus Bethanien traditionelle Volkslieder aus der Heimat von Manouguians Vorfahren. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)


In einem faszinierenden Festvortrag schilderte Chefarzt Prof. Dr. Achim Mumme von der Klinik für Gefäßchirurgie am St-Josef-Hospital der Ruhr-Universität Bochum als Gastredner die Entwicklung des noch jungen chirurgischen Fachs. Das habe es nämlich vor fünfzig Jahren noch nicht gegeben, was unter anderem dem an einem Aneurysma der Bauchschlagader leidenden Nobelpreisträger Albert Einstein das Leben kostete, dem man damals Frischhaltefolie buchstäblich zu Leibe rückte.

Die Ärzte wickelten mangels anderer Möglichkeiten bei einer Operation Frischhaltefolie das Gefäß, das zu platzen drohte. Man wollte das Leben des Genies Einstein unbedingt retten. Das klappte auch, aber leider nur für ein paar Jahre. "Damals stand die Gefäßchirurgie noch ganz am Anfang. Heute haben wir es mit einem Fach zu tun, das hoch komplexe Operationen minimal-invasiv durchführen kann."

Höhepunkt der Verabschiedung waren musikalische Einlagen eines Quartetts der Duisburger Philharmoniker sowie ein Auftritt des Kinderchors der armenischen Gemeinde Kölns. Manouguians Dienstzeit in Bethanien endet offiziell am Mittwoch (30.6.)

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