19.11.2010

Abschied aus der Elternschule

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Nach mehr als 21 Jahren verlässt Hannelore Hallmann die Frauenklinik


Abschied mit Tränen und Blumen: Vor Publikum wurde Hannelore Hallmann (Bildmitte mit Strauß) beim letzten Infoabend für werdende Eltern offiziell aus der Frauenklinik verabschiedet. (Foto: KBM/Tanja Pickartz)

Mehr als 45.000 Anrufe hat sie in Ihrer Dienstzeit ganz sicher getätigt und zum Wohle von Babys und jungen Müttern eine Strecke zurückgelegt, die locker ein paar Erdumrundungen entspricht. Doch jetzt ist Schluss: Nach mehr als 21 Jahren Dienst in der Elternschule verlässt Hannelore Hallmann das Krankenhaus Bethanien. In Rente geht die quirlige vierfache Mutter und dreifache Großmutter allerdings noch nicht. "Neuer Mann, neue Stadt, neuer Job", fasst die Leitende Hebamme Petra Onasch-Szerman die Gründe für den Personalwechsel in der Elternschule schmunzelnd zusammen.

"Wir sind traurig, dass sie uns verlässt, aber wir freuen uns natürlich, dass Hannelore Hallmann privat ein neues Glück gefunden hat." Allerdings bleibt Hallmann ihrem Beruf treu: In Lüdenscheid wird sie ab Dezember die dortige Elternschule leiten. "Sie ist eine Super-Managerin in diesem Job und hat hier eine fantastische Arbeit geleistet", sagt Onasch-Szerman.

1989 hatte Onasch-Szerman die nun scheidende Kollegin um die Leitung der Elternschule Bethanien gebeten. Zu übernehmen gab es eigentlich nichts, denn die Elternschule musste erst komplett aufgebaut werden. "Hannelore Hallmann hat sich dieser Aufgabe mit großer Akribie und Leidenschaft gewidmet", betont die Leitende Hebamme. Als Leiterin der Elternschule Bethanien und ausgewiesene Still-Expertin habe sich Hallmann besonders dafür stark gemacht, dass Mütter ihre Kinder stillen, und das möglichst lange.

Das Dienst-Handy immer eingeschaltet

Hallmanns regelmäßigen Still-Infoabende waren immer gut besucht, bei Still-Problemen konnten Mütter sie jederzeit ansprechen, egal ob auf der Bethanien-Wochenstation oder von daheim per Telefon. "Ihr Dienst-Handy war immer eingeschaltet. Tag und Nacht konnte so vielen Müttern in Moers und Umgebung unkompliziert geholfen werden", berichtet Onasch-Szerman. Hannelore Hallmann war die erste Stillberaterin im gesamten Kreis Wesel.

Als mehrfache Mutter konnte Hallmann auch bei besonderen Kindern helfen. Da sie selbst Mutter eines Kindes mit Down-Syndrom ist, war sie jahrelang kompetente Ansprechpartnerin für junge Familien, die ebenfalls ein Kind mit dieser genetischen Besonderheit bekommen hatten. In der Elternschule koordinierte sie sämtliche Kurse und Veranstaltungen, vom Babyschwimmen über die Krabbelgruppen bis zur Spielzeug- und Kleiderbörse.

Dass sie für alle am Telefon gestellten Fragen stets die richtige Antwort parat zu haben hatte, versteht sich von selbst, auch wenn das nicht immer einfach war. Manchmal gab es nach der Geburt nicht nur Probleme mit dem Baby, sondern auch mit der Ehe. "Wer eine Elternschule leitet, braucht viel Lebenserfahrung und ein großes Herz", weiß die Leitende Hebamme Onasch-Szerman. Quasi nebenbei betrieb Hannelore Hallmann auf der Wochenstation Bethanien noch den "Klapperstorch", einen kleinen Laden mit allem, was Mutter und Kind in den ersten Wochen nach der Geburt benötigen.

Dieser Tage nun verabschiedete die Frauenklinik Bethanien ihre langjährige Leiterin Hallmann. Es gab ein paar Tränen, viele Blumensträuße und einen von Gymnastiklehrerin Doris Abels von der Elternschule selbst gedichteten "Hanni-Abschiedssong", den das Team der Elternschule gemeinsam Ärzte- und Pflegteam aus Frauen- und Kinderklinik gemeinsam vortrug. "Viele Jahre Management, Info, Bürokratie: das vergessen wir dir nie", sang das Team. Nach dem Ausscheiden von Hannelore Hallmann hat Sabine Kühnel inzwischen die Leitung der Elternschule Bethanien übernommen. Die examinierte Kinderkrankenschwester arbeitet stundenweise auch auf der Wochenstation der Frauenklinik.




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