29.6.2011

Krankenhaus Bethanien und "Ärzte ohne Grenzen" danken für Unterstützung

Moerser Bevölkerung hatte nach Flutkatastrophe in Pakistan über 6.000 Euro für medizinische Versorgung der Opfer gespendet


Freundliche Post aus dem Krankenhaus Bethanien bekommen dieser Tage etliche Moerserinnen und Moerser. Mit einem Brief bedanken sich die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen und das Krankenhaus Bethanien für die großzügige Unterstützung der Flutopfer in Pakistan. Nach der Flutkatastrophe im vergangenen Herbst hatte der pakistanisch-stämmige Bethanien-Arzt Dr. Imran Akram spontan eine Spendenaktion für hilfsbedürftige Menschen in seiner Heimat ins Leben gerufen. Das Geld war für Medikamente und medizinische Projekte gedacht und sollte vor Ort die schlimmste Not lindern helfen. Insgesamt gingen aus Moers und Umgebung bis zum Ende des vergangenen Jahres 6.133,34 Euro auf dem Spendenkonto des Krankenhauses ein. "Wir sind dankbar, dass nach dem Aufruf im letzten Herbst eine so große Summe zusammengekommen ist", so Bethanien-Pressesprecher Dirk Ruder. An der Aktion hatten sich auch etliche Beschäftigte des Krankenhauses beteiligt. Die Mitarbeitervertretung (MAV) des Krankenhauses hatte das Projekt unterstützt.

Ursprünglich wollte Dr. Akram Spenden und Medikamente persönlich nach Pakistan bringen, um sicherzustellen, dass die Hilfe vor Ort auch wirklich ankommt. "Dies erwies sich jedoch vor allem aufgrund der angespannten Sicherheitslage in dem Land als zu gefährlich", berichtet Ruder. Zudem erschwerten steuer- und gemeinnützigkeitsrechtliche Vorschriften in Deutschland dem Bethanien eine Übergabe der Spende an eine Organisation direkt in Pakistan. Ein seriöser Kooperationspartner aus Deutschland mit ausreichender Erfahrung in Pakistan musste also her. "Schließlich wollten wir sicherstellen, dass der Betrag ohne irgendwelche Abzüge auch wirklich den Menschen in den von der Überschwemmung betroffenen Gebieten zugute kommt und nicht am Ende vielleicht irgendwo verschwindet", berichtet Pressesprecher Ruder. Nach mehreren vergeblichen Anläufen konnte Bethanien zum Jahreswechsel schließlich die angesehene Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen als Kooperationspartner gewinnen. Ärzte ohne Grenzen ist seit Jahren mit Hilfsprojekten in Pakistan engagiert.

Regionaler Ansprechpartner der Organisation am Niederrhein ist Dr. Johannes Daniel, der derzeit im Johanniter-Krankenhaus in Duisburg-Rheinhausen als Honorararzt arbeitet. Von Nachbarkrankenhaus zu Nachbarkrankenhaus fand man schnell zusammen. "Dr. Daniel hat bei einem Besuch in Bethanien ausführlich von seinen eigenen ehrenamtlichen Einsätzen für Ärzte ohne Grenzen in Afrika und auf Haiti erzählt. Er hat uns erläutert, wie die Organisation arbeitet und was nach einer Flutkatastrophe am dringendsten benötigt wird", berichtet Ruder. Die größten Probleme, mit denen die Ärzte vor Ort konfrontiert sind, sind Durchfallerkrankungen und Mangelernährung. "Wenn Felder überflutet sind, gibt es auch nichts mehr zu essen." Ärzte ohne Grenzen hat zusagen können, die Spendengelder aus Moers gezielt für die Flutopfer in Pakistan einzusetzen. Darum ist dem Dankesbrief, den dieser Tage alle Spenderinnen und Spender vom Krankenhaus Bethanien erhalten auch ein Dankschreiben und eine offizielle Spendenurkunde von Ärzte ohne Grenzen beigefügt - ausgestellt an "die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Moers und Umgebung".

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