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24.8.2011

Sein Herz schlägt jetzt für Bethanien

Privatdozent Dr. Stefan Möhlenkamp ist neuer Chefarzt der Kardiologie am Moerser Krankenhaus

Privatdozent Dr. Stefan Möhlenkamp leitet seit Juli als neuer Chefarzt die Kardiologie im Krankenhaus Bethanien. (Foto: KBM/Tanja Pickartz)

Für kaum ein zweites Fach in der Medizin lassen sich zur Vorbeugung von Erkrankungen so viele einfache Empfehlungen aussprechen wie für die Kardiologie. Als neuer Chefarzt der Kardiologie im Krankenhaus Bethanien rät Privatdozent Dr. Stefan Möhlenkamp zu regelmäßigem Sport und gesunder Ernährung, um das Risiko einer Herzerkrankung zu verringern. „Die häufigsten Ursachen für einen Herzinfarkt sind zu hohe Cholesterinwerte, Rauchen, und Bluthochdruck. Außerdem stellen Übergewicht und Diabetes wichtige Risikofaktoren eines Herzinfarktes dar“, weiß der dreiundvierzigjährige Mediziner, der im Juli vom Westdeutschen Herzzentrum der Essener Uni-Klinik nach Moers wechselte. Auch die kniffelige Frage, ob man aus Gründen der Herzgesundheit lieber abnehmen oder das Rauchen aufgeben soll, weiß der Experte klar zu beantworten. „Lieber ein paar Pfunde mehr als Rauchen.“

Wenn Dr. Möhlenkamp spricht, ist der norddeutsche Akzent unverkennbar. „Ich bin in Papenburg groß geworden, direkt an der Werft, wo die großen Schiffe gebaut werden.“ Doch zu See zog es Ihn beruflich nicht. Der Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin studierte Medizin in Münster. Stationen im praktischen Jahr waren Kliniken in England und Frankreich. Die seit 1995 ausgeübte Tätigkeit am Westdeutschen Herzzentrum in Essen wurde durch einen zweijährigen Forschungsaufenthalt in der renommierten Mayo Clinik in den USA ergänzt, die wegen ihres ausgezeichneten Rufs geradezu eine Pilgerstätte von Ärzten aus aller Welt darstellt.

Seine Aufgabe in Moers sieht Dr. Möhlenkamp auch darin, über Risiken und vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von Herzkrankheiten aufzuklären. Denn trotz gesunkener absoluter Fallzahlen ist der Herzinfarkt immer noch die häufigste Todesursache in Deutschland. In der Bethanien-Kardiologie werden im Jahr rund 250 Herzinfarkte behandelt. „Ein typisches Anzeichen für eine koronare Herzerkrankung ist ein Engegefühl in der Brust. Wenn dieser Druck über zehn Minuten anhält und bei körperlicher oder psychischer Belastung auftritt ist das ein ernstzunehmendes Alarmsignal. Dann muss sofort der Krankenwagen gerufen werden“, sagt Dr. Möhlenkamp. Oft strahle der Schmerz in die Arme und sogar bis in den Kiefer aus. „Manche Patienten wenden sich fälschlicherweise an einen Zahnarzt, da sie die Ursache für die Beschwerden nicht kennen“, so der neue Chefarzt. Bei Frauen mache sich beim Herzinfarkt oft auch als uneindeutiger Schmerz im Oberbauch bemerkbar. „Dann gilt für uns Kardiologen: Time is tissue – Zeit ist Gewebe. Je schneller Patienten ins Krankenhaus kommen, umso mehr Herzgewebe können wir vor dem drohenden Absterben retten.“ Nur 90 Minuten dürfen vom Eintreffen im Krankenhaus bis zur Öffnung eines verstopften Herzgefäßes im Katheterlabor vergehen. Damit das klappt, sind Kardiologen rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche in Bethanien im Einsatz. Mit 5 Oberärzten im Team und 70 Patientenbetten stellt Bethanien die größte Kardiologie zwischen Krefeld und Wesel dar.

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe in Bethanien und möchte den Patientinnen und Patienten unserer Klinik mit einem starken Team die bestmöglichste Versorgung bieten“, sagt Dr. Möhlenkamp. Die enge Kooperation mit niedergelassenen Ärzten sei für Ihn dabei selbstverständlich. „Schon in meiner Tätigkeit am Essener Herzzentrum habe ich Patienten aus Bethanien kennen gelernt, die zu uns überwiesen wurden. Wir Ärzte am Herzzentrum haben die gute Versorgung der Patienten in Moers immer sehr geschätzt. Diesen Weg möchte ich gern weitergehen.“ So will Dr. Möhlenkamp an Bethanien ein Brustschmerz-Zentrum (Chest-Pain-Unit, CPU) aufbauen, das für eine schnelle Diagnose bei einem möglichen Herzinfarkt sorgt. „Je schneller die Diagnose, desto günstiger die Prognose für die Patienten.“ Dass bei einem Herzinfarkt bis zu 60 Prozent der Patientinnen und Patienten das Krankenhaus nicht lebend erreichen, sei leider eine traurige Realität.

Als begeisterter Jogger und Literaturfan lebt Dr. Möhlenkamp mit seiner Frau und seinen beiden Kindern noch in Ratingen, doch der Umzug mit der Familie nach Moers werde ins Auge gefasst. Seine Frau ist ebenfalls Medizinerin, sie arbeitet als Kinderärztin an der Uni-Klinik in Essen. Sein Herz schlage jetzt für das Bethanien-Krankenhaus, sagt Dr. Möhlenkamp. Besonders freue er sich auf die Patienten und das, was er für sie tun könne. „Ich möchte, dass es den Patienten nach jeder Visite schon ein bisschen besser geht.“
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