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7.2.2012

Mit Herzen gegen Schmerzen

Selbsthilfegruppe übergab 100 bunte Kissen von krebskranken für krebskranke Frauen im Bethanien-Brustzentrum

Formschöne Hilfe für Frauen mit Brustkrebs: Christel Vallen (li.), Elisabeth Fuders (re.) von der Moerser und Christa Kalk (2.v.l.) von der Duisburger Frauenselbsthilfe nach Krebs übergaben die ersten von 100 Herzkissen persönlich an die Patientinnen Agnes Pohl (4.v.l.) und Beate Guerra (4.v.r.). Für das Brustzentrum Linker Niederrhein in der Frauenklinik Bethanien freuten sich Oberärztin Dr. Almut Geßmann (2.v.r.), Assistenzärztin Dorit Brunotte (3.v.r.), Stationsarzt Martin Delev und Assistenzärztin Ella Wotzke. (Foto KBM/Bettina Engel-Albustin)
100 selbst angefertigte Herzkissen überreichte die bundesweit aktive Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) dieser Tage an das Brustzentrum Linker Niederrhein in der Frauenklinik Bethanien. Die Herzkissen waren ehrenamtlich von krebskranken Frauen für krebskranke Frauen genäht und gefüllt worden. Initiiert hatten die Aktion Christa Kalk von der Duisburger und Elisabeth Fuders sowie Christel Vallen von der Moerser Ortsgruppe der Frauenselbsthilfe nach Krebs. "Wir möchten erkrankte Frauen mit den Herzkissen beim Kampf gegen den Brustkrebs ermutigen und unterstützen", so die Initiatorinnen.

Die Herzkissen in fröhlichen Farben und Mustern erfüllen dabei nicht nur eine symbolische Funktion, sondern haben ganz praktischen Nutzen. "Nach einer Brustkrebsoperation ist besonders der Achselbereich wund, angeschwollen und schmerzt. Der Arm eng am Körper wird dann als unangenehm und schmerzhaft empfunden. Dagegen helfen die waschmaschinenfesten, weichen Herzkissen", so die Frauen von der Frauenselbsthilfe. "Unter dem Arm getragen helfen die Kissen, diesen wunden Bereich zu schonen." Auch beim Auto fahren helfen die Kissen betroffenen Frauen, denn unter dem Autogurt platziert, machen sie diesen erträglich. "Die Kissen sind multifunktional einsetzbar, sie haben sowohl einen medizinischen als auch einen psychologischen Nutzen", sagt Elisabeth Fuders von der Moerser Gruppe. Unter die Arme geklemmt, wirkt ein Kissen auch möglichen Blockaden im Lymphfluss entgegen.

Eine dänische Krankenschwester hatte die Idee zu den Kissen vor sechs Jahren aus den USA mit nach Europa gebracht. "Italien hat schon Kissen genäht, derzeit sind Griechenland und Deutschland an der Reihe", berichtet Fuders. In Deutschland waren bereits in Berlin, Dortmund, Herne, Köln und Dortmund Frauen mit Kissenaktionen am Start. Zuletzt wurde in Duisburg genäht und die Kissen in den dortigen Krankenhäusern an Krebs erkrankten Frauen übergeben. "Auch bei der Herstellung der Kissen für das Brustzentrum Linker Niederrhein in der Frauenklinik Bethanien haben sich viele Frauen tatkräftig beteiligt. Darunter auch Frauen, die selbst nicht von Krebs betroffen sind", erklärten die Frauen aus der Moerser und der Duisburger Gruppe. "Alle Helferinnen, ob erkrankt oder nicht, wollten so ihr Mitgefühl für die erkrankten Frauen zum Ausdruck bringen." Insgesamt wurden unter Federführung der Duisburger Gruppe mehr als 1.500 Kissen fertig gestellt.

Dabei mussten etliche Dutzend Meter Stoffbahnen in bunten Mustern in Heimarbeit verarbeitet werden, Unterstützung bei der Handarbeit kam von einer Gruppe der Kulturwerkstatt in Duisburg-Meiderich. "Die Kissen sollten einfach schön aussehen", erzählen die Frauen. "Sie sollen durch die lebensbejahende Herz-Form und durch die fröhlichen Stoffmuster den an Brustkrebs erkrankten Frauen in der schwierigsten Phase der Krankheit Wärme, Trost und Zuversicht spenden." Für das Moerser Brustzentrum dankte Oberärztin Dr. Almut Geßmann im Namen ihrer Patientinnen für das Engagement der Frauenselbsthilfe, die als Selbsthilfegruppe übrigens offizieller Kooperationspartner im Brustzentrum ist. Zur Übergabe der Kissen ans Brustzentrum hatte Dr. Geßmann denn auch gleich zwei ihrer stationären Patientinnen mitgebracht, die sich als erste über ihr persönliches Herzkissen freuen konnten.

INFO
Die 1976 gegründete und bundesweit aktive Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) ist mit 400 regionalen die bundesweit größte Krebs-Selbsthilfeorganisation in Deutschland. Die Moerser Gruppe, die zugleich offizieller Kooperationspartner des Brustzentrums Linker Niederrhein in der Frauenklinik Bethanien ist, berät Patientinnen regelmäßig auch im Krankenhaus. Reguläre Treffen der Gruppe finden immer am 1. und 3. Mittwoch im Monat von 16-18 Uhr im Bonifatiusheim, Bonifatiusstr. 104 in 47441 Moers-Asberg statt.
Kontakt:
Elisabeth Fuders
Tel. 02841 33460
Bethanienstraße 21
47441 Moers
Tel. 02841/200-0

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