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10.2.2012

Wenn der Doktor mit dem Katheter kommt

Infotag der Gefäßchirurgie sorgte volles Haus in Bethanien

Besuch im Operationsgebiet: Bethanien-Chefarzt Prof. Dr. Bruno Geier (re.) und der Leitende Oberarzt Harald Freis (li.) auf Forschungsexpedition im begehbaren Modell eines menschlichen Blutgefäßes. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)
Blutplättchen so groß wie Winterreifen und Gefäßverengungen, an denen nur Kinder noch krabbelnd vorbeikommen: Das riesige Modell einer menschlichen Ader war am Mittwoch (8.2.) erster Blickfang beim Infotag Gefäßerkrankungen im Krankenhaus Bethanien. Das meterlange, begehbare Organmodell, aufgebaut im neuen Foyer der Klinik, lud Patienten und Besucher gleichermaßen auf einen kleinen Lehrpfad in Sachen Biologie und Medizin ein. Auch Prof. Dr. Bruno Geier als Chefarzt der Gefäßchirurgie und sein Leitender Oberarzt Dr. Harald Freis waren vor Beginn der Veranstaltung noch schnell auf einen Sprung vorbeigekommen, um fachmännisch in Augenschein zu nehmen, was sie sonst tagtäglich operieren. Kaum in der Hauptschlagader um die Kurve gebogen, machen Chefarzt Geier und Oberarzt Freis eine brisante Entdeckung. Hier stimmt was nicht, die Ader ist sichtbar verstopft. "Gefäßverengungen, so genannte Aneurysmen, werden sehr gefährlich, wenn man sie nicht behandelt", sagt Prof. Geier.

Gemeinsam mit dem Ärzteteam der Gefäßchirurgie hatte der Chefarzt für die Veranstaltung ein insgesamt mehr als dreistündiges Programm aus Kurzvorträgen zusammengestellt, um über neueste Diagnose- und Therapiemöglichkeiten auf dem Gebiet zu informieren. Die gefürchteten Aneurysmen der Bauchschlagader waren dabei ebenso Thema wie die Gefahr von Schlaganfällen durch verengte Halsschlagadern. Mussten Gefäßchirurgen in solchen Fällen vor Jahren noch einen großen Bauchschnitt setzen, operiert man heute minimal-invasiv durch einen zwei bis drei Zentimeter langen Schnitt in der Leistenbeuge. Durch den wird anschließend ein Katheter bis an die Stelle geschoben, wo der eigentliche Eingriff erfolgen soll. Der Katheter kommt nahezu überall hin, es wird also quasi "von innen" operiert. "Das geht nicht immer, aber immer öfter", sagen die Ärzte. Gerade für ältere oder gesundheitlich schon angeschlagene Patienten sei das schonende Katheterverfahren ein wahrer Segen.
Für ein volles Haus sorgten in der Personal-Cafeteria die Vorträge vom Ärzteteam der Gefäßchirurgie (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)


Bei der Veranstaltung ging es auch um Behandlungsmöglichkeiten bei Krampfadern - im Gegensatz zum Aneurysma ein eher kosmetisches Thema. Krampfadern können Mediziner schon seit rund hundert Jahren "strippen", also ziehen, aber auch hier hat sich Manches getan. "Früher hatten Patientinnen nach solchen Operationen unter Umständen am ganzen Bein kleine sichtbare Narben. Heute sieht man nach solchen Eingriffen wirklich nichts mehr", sagt der Chefarzt. Grundsätzlich würden die Methoden in der Gefäßchirurgie immer raffinierter, die technischen Instrumente Geräte kleiner und dadurch die Operationsnarben immer winziger, betonen die Ärzte. "Oder ganz unsichtbar."

Parallel zum Vortragsprogramm in der Personal-Cafeteria informierten in der Besucher-Cafeteria verschiedene Aussteller über ihr spezielles Angebot. Dabei ging es um eine optimale Wundversorgung nach der Operation aber auch um Therapien mit Hilfe von Kompressions-Strümpfen. Richtig angewendet tragen die Strümpfe dazu bei, eine Operation zu vermeiden. In den erst unlängst nach umfassender Renovierung neu eröffneten Räumen der Gefäßchirurgie demonstrierte das Ärzteteam schließlich, wie Ultraschall-Untersuchungen an Herz- und Bauchschlagader funktionieren. "Das tut ja gar nicht weh", sagt ein Patient erstaunt, nachdem er zugesehen hat, wie die Ultraschalldiagnose funktioniert. Das Team der Gefäßchirurgie nickt und lächelt.
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