Die Grünen Damen und Herren

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24.2.2012

Immer ein offenes Ohr, immer ein freundliches Wort

Grüne Damen und Herren im Krankenhaus Bethanien feierten 25-jähriges Bestehen

Bei der Feierstunde in Bethanien blickte Iris Susen (li.) als damalige Krankenhaus-Seelsorgerin auf die Anfänge der Grünen Damen in der Klinik vor 25 Jahren zurück. Das Team wurde lange von Annemarie Eichholtz (vorn links am Tisch sitzend) geleitet, die in der Gruppe auch heute noch aktiv ist. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)
Seit 25 Jahre sind sie im Krankenhaus Bethanien die freundlichen Helferinnen und Helfer im grünen Kittel. Jetzt feierten die Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler ihr Jubiläum mit einer offiziellen Feierstunde. "Im Dezember 1986 sind in Bethanien acht motivierte Frauen als so genannte Grüne Damen an den Start gegangen. Und manche von ihnen ist hier auch nach 25 Jahren im grünen Kittel noch aktiv", blickte die damals in Bethanien tätige Krankenhaus-Seelsorgerin Iris Susen in ihrer Rede noch einmal auf die Anfänge zurück. Vor Susen hatte Karl-Heinz Tenter als Vorsitzender der Bethanien-Stiftung die Feierstunde eröffnet. Im Namen von Stiftungs- und Verwaltungsrat dankte Tenter bei einer zünftigen Rheinischen Kaffeetafel in der Personal-Cafeteria des Krankenhauses den dreißig Freiwilligen für ein viertel Jahrhundert treuen Dienst an kranken Menschen.

Dem schloss sich Iris Susen an. Sie hatte den Einsatz von Grünen Damen im Krankenhaus Bethanien seinerzeit initiiert und blickte somit auch ein Stück weit auf ihr eigenes erfolgreiches Werk zurück. "In den Jahren ist das Team größer geworden und geachteter im System des Krankenhauses." Denn anfangs habe es hier und da durchaus Vorbehalte gegen die neuen Damen gegeben. "Manche Schwester und mancher Pfleger befürchtete zunächst, dass ihnen von den Grünen Damen die Arbeit weggenommen würde." Doch diese Vorbehalte hatten sich schnell gelegt. "Der grüne Kittel war sichtbarer Ausweis der Funktion", berichtet Susen. Das Outfit in der Farbe der Hoffnung machte die Tätigkeit der Ehrenamtler von der der examinierten Pflegekräfte im weißen Kittel von vorneherein unterscheidbar. "Für manchen Patienten und manche Patientin wurden die hilfreichen Grünen Damen und Herren regelrecht zu grünen Engeln." Dabei hat sich der Aufgabenbereich in den Jahren bis heute kaum verändert. Sie machen Besorgungen, kümmern sich um Telefonverbindungen und Fernsehanschluss, helfen manchen Patienten bei den Mahlzeiten oder kommen mit dem Bücherwagen auf die Station. Und sie haben im manchmal hektischen Krankenhausalltag immer ein offenes Ohr und ein freundliches Wort für die kranken Menschen.

Nach den Ansprachen von Stiftungs-Chef Tenter und Pfarrerin Susen wurden Annemarie Eichholtz, Renate Rohmann und Brigitte Diehl sowie die "Büchereidamen" Ilse Birnbaum und Christa Karsten für 25 Jahre Dienst mit einer Urkunde geehrt - als immer noch aktive Gründungsmitglieder der grünen Krankenhaushilfe in Bethanien. Ilse Birnbaum leitet die von den Grünen Damen betreute Patienten-Bücherei seit zehn Jahren, Annemarie Eichholtz war über zwanzig Jahre lang Leiterin des gesamten Teams, wofür Beide besonders herzlichen Dank erhielten. Gegen Ende der Veranstaltung zeigten Ilse Birnbaum und die jetzige Einsatzleiterin Elke Reuter noch einmal auf, wie wichtig ihre Arbeit im Krankenhaus ist - und warum sie so viel Freude macht. "Die Arbeit bereitet deshalb so viel Freude, weil sie außer bei den Patienten auch bei der Ärzteschaft und dem Pflegepersonal auf große Resonanz stößt." Ein Wermutstropfen sei nur die Altersstruktur der Gruppe. Für die nächste Zeit sucht das ehrenamtliche Team Verstärkung und hofft, diese zu finden. "Frauen und auch Männer jeden Alters, die Spaß am Umgang mit Menschen haben, sind bei uns in der Gruppe genau richtig", sagt Elke Reuter.
Die mehr als dreißig freundlichen Damen und Herren im grünen Kittel sind ehrenamtlich für Patientinnen und Patienten in Bethanien da. Vorn sitzend von rechts: Edith Wendeling, Ilse Birnbaum, Edelgard Nietert, Elke Reuter, Elisabeth Kabell, Renate Rohmann und Sigrid Hisch. Stehend von links nach rechts: Gerda Becker, Doris Finn, Maria van Bebber, Ursula Kerps, Gerhild Dietz, Brigitte Diehl, Jürgen Heger, Waltraud Kraschl, Helga Victor, Gertrud Becker, Gustav Twardzik, Annemarie Eichholtz, Inga Spiertz, Elisabeth Christ, Helma Dworrak, Christa Karsten und Ellen Bours. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)

Die Idee der ehrenamtlichen Krankenhaushilfe durch Grüne Damen kam Ende der 60er Jahre aus den USA nach Deutschland. Auf Anregung der beiden großen christlichen Kirchen waren ab 1975 am Niederrhein die ersten Grünen Damen in Kliniken tätig, zunächst im Johanniter-Krankenhaus in Rheinhausen, dann auch am St. Johannes-Stift in Homberg. Elf Jahre später nahmen sie dann in Bethanien ihren Dienst auf. Zunächst nur Frauen, doch schon drei Jahre später öffneten sich die Teams 1989 auch für Männer. Bundesweit sind die in vielen Krankenhäusern und Altenheimen tätigen Grünen Damen und Herren in der Ökumenischen Krankenhaushilfe (ÖKH) organisiert.
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