1.3.2013

Den Körper neu formen

Ästhetische Medizin in Bethanien informiert am 6. März über Fettabsaugung

Keine Angst vor der kleinen Fettweg-Kanüle: Prof. Dr. Robert Hierner (li.) und seine Frau Dr. Elisa Lorena Hierner (re.) leiten die neue Sektion für Ästhetische Medizin des Krankenhauses Bethanien in Moers. (Foto: KBM/fotolulu)

Gewicht kann man mit dem Verfahren nicht reduzieren, auch kein starkes Übergewicht korrigieren - wohl aber den Körper da neu formen, wo er als problematisch empfunden wird. So fassen Prof. Dr. Robert Hierner und Dr. Elisa Lorena Hierner den Effekt der Fettabsaugung zusammen. "Liposuction" nennen Mediziner das Verfahren in der ästhetischen Medizin, das einen kleinen operativen Eingriff mittels dünner Kanülen darstellt. "Obwohl Liposuction permanent in allen Medien auftaucht, bestehen viele Fragen über Wirkung, Anwendung und Grenzen dieser Technik", so die beiden Mediziner, die seit wenigen Wochen die neue Sektion für Plastische, Ästhetische, Wiederherstellungs- und Handchirurgie im Moerser Krankenhaus Bethanien leiten. "Mit der Fettabsaugung können in allen Körperregionen Fettzellen aus der Fettschicht direkt unter der Haut dauerhaft abgesaugt werden. Das betrifft Arme, Beine, Gesicht und Hals, aber auch den Bauch- und Hüftbereich", erklärt das Mediziner-Ehepaar.

Eine Fettabsaugung kann nach Aussage der Schönheits-Experten sinnvoll zur dauerhaften Entfernung lokaler Fettansammlungen dienen, die nicht auf Sport oder Diät ansprechen. "Am besten für eine Liposuktion eignen sich Frauen und Männer, die kein starkes Übergewicht sondern störende Fettdepots an bestimmten Stellen haben." Wichtige Voraussetzung für einen solchen Eingriff sei eine Prüfung der Haut-Elastizität, damit nach Entfernung der Fettdepots eine gleichförmige Oberflächenkontur entstehen kann. "Menschen mit einer stark erschlafften Haut, beispielsweise nach Gewichtsabnahme, eignen sich oft eher für Straffungsoperationen", betonen die beiden Ärzte.

Die Fettabsaugung erfolgt bei örtlicher Betäubung mit stricknadelgroßen Kanülen. Es entstehen keine Operationsnarben, die punktförmigen Einstichstellen sind schnell verheilt. Direkt nach der Fettabsaugung wird routinemäßig Kompressionswäsche angelegt, die für etwa sechs Wochen getragen werden sollte. Patienten erhalten abschwellende Medikamente und zur Sicherheit ein Antibiotikum für fünf Tage. Außerdem werden Patienten werden angehalten, in der Heilungsphase viel zu trinken. "Je nach Menge des abgesaugten Fettes können Patienten entweder am selben Tag oder am nächsten Morgen schon wieder nach Hause gehen."

"Der Effekt der Formveränderung nach der Absaugung kommt erst nach kompletter Abschwellung nach sechs bis acht Wochen deutlich zum Vorschein", erläutern die Mediziner. Das endgültige Ergebnis kann nach einem halben Jahr beurteilt werden. "So lange braucht die Haut zum Schrumpfen." Eine Arbeitsunfähigkeit direkt nach dem Eingriff besteht für zwei Tage bei kleineren und sieben Tage bei größeren Absaugungen. Patienten können problemlos umherlaufen, sollten aber sportliche Aktivitäten für etwa vier Wochen vermeiden. Die Schmerzen werden von den meisten Patienten als sehr starker Muskelkater beschrieben. "Bei normaler Ernährung wird das Resultat der Absaugung dauerhaft sein", sagen die Ärzte. Es handele um einen sicheren Eingriff, der eine hohe Patientenzufriedenheit erreicht. Wichtig sei jedoch die richtige Patientenauswahl- und Aufklärung, eine behutsame Operationstechnik und die adäquate Nachbehandlung.

INFO:
"So geht der Speck weg - Wie Fettabsaugung den Körper neu formen kann", Vortag am Mi, 6. März 2013 um 18 Uhr mit Prof. Dr. Robert Hierner und seine Frau Dr. Elisa Lorena Hierner im Vortragssaal des Krankenhauses Bethanien, Bethanienstr. 21, 47441 Moers. Der gleiche Vortrag wird am Sa, 9. März um 13.30 Uhr auf der 6. Moerser Gesundheitsmesse im Vortragsraum I gehalten. Der Eintritt bei beiden Veranstaltungen ist frei.
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