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14.3.2013

Grippewelle erhöht Gefahr von akutem Nierenversagen

Bethanien-Chefarzt Dr. Wolfgang Groß rät am heutigen Welt-Nierentag (14.3.) zur Vorsicht bei Schmerz- und Rheumamitteln

Gemeinsam mit seinem Team behandelt Bethanien-Chefarzt Dr. Wolfgang Groß (im weißen Kittel) derzeit viele zusätzliche Fälle von akutem Nierenversagen, die durch die aktuelle Grippewelle mitverursacht werden. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)
In den letzten Wochen haben Fälle von akutem Nierenversagen spürbar zugenommen. "Grund dafür sind saisonale Erkrankungen wie Grippe und Durchfall", so Bethanien-Chefarzt Dr. Wolfgang Groß. Meist sei die Ursache für das Nierenversagen nicht die Infektion, sondern ein Flüssigkeitsmangel, besonders bei älteren Menschen, die unzureichend trinken. Werden dann noch bestimmte Grippemedikamente eingenommen, kann das für die Nieren zum Problem werden. „Wenn wegen fehlendem Durstgefühl Flüssigkeitsdefizite bei älteren Erkrankten bestehen, können sich bestimmte gegen Grippe oder Durchfall eingenommene Medikamente verschlimmernd auswirken", betont der Experte für Nieren- und Hochdruckkrankheiten in Bethanien. Patientinnen und Patienten mit Grippe und Durchfall sollten daher unbedingt den Medikamenten-Beipackzettel durchlesen oder beim Hausarzt oder Apotheker Rat suchen, auch wenn sie bislang keine Nierenprobleme hatten“, rät der Nephrologe anlässlich des Welt-Nieren-Tags am 14. März.

Vorsicht sei grundsätzlich bei Schmerz- und Rheumamitteln geboten. "Hier kommt es bei bereits vorgeschädigten Nieren und im Alter auf die Art und Dosierung der Medikamente an. Manche können der Niere schaden, manche nicht.“ Meistens gelingt den Medizinern im Krankenhaus, ein akutes Nierenversagen auch ohne Dialyse, erfolgreich zu behandeln. "Das akute Nierenversagen ist eine der häufigsten Erkrankungen, die in der Bethanien-Nephrologie behandelt werden." Die Diagnose Nierenversagen wird von den Ärzten gestellt, wenn die Nieren innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen mehr als 50 Prozent ihrer Funktion verlieren. Die Nieren haben bekanntlich die Aufgabe, den Körper zu entgiften.

Das Motto des diesjährigen Welt-Nierentages lautet "Akutes Nierenversagen vermeiden“. Der Tag wird von verschiedenen internationalen und nationalen Organisationen, wie etwa der Deutschen Nierenstiftung, ausgerichtet und soll die Aufmerksamkeit auf mögliche Erkrankungen dieses so wichtigen Organs lenken. "Akute Nierenkrankheiten lassen sich von den Betroffenen durch nachlassende Urinproduktion und geistige Benommenheit erkennen." In diesem Fall sollte unbedingt ein Nierenspezialist konsultiert werden. "Oft bringt erst ein Blut- und Urintest beim Arzt endgültige Klarheit“, sagt Dr. Groß.
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