Elternschule

21.3.2013

Allen Babys soll es gut gehen

Geburtshilfe Bethanien macht mit beim landesweiten Projekt "KinderZUKUNFT NRW"

Schutz und Hilfe für Mutter und Baby: Kinderkrankenschwester Sabine Kühnel (re.) von der Elternschule Bethanien koordiniert im Moerser Krankenhaus das Projekt
Babys nach der Geburt besser vor Gefahren und Risiken schützen, darum geht es beim landesweiten Projekt "KinderZUKUNFT NRW". In der Geburtshilfe des Krankenhauses Bethanien in Moers koordiniert Kinderkrankenschwester Sabine Kühnel ab sofort die mit dem Projekt zusammenhängenden Aufgaben. Gleich nach der Geburt ist die Koordinatorin erste Ansprechpartnerin für junge Familien, etwa bei Schlaf- oder Schreistörungen des Babys oder bei Schwierigkeiten mit dem Füttern. Auch ernste Erkrankungen des Babys oder gesundheitliche Probleme der Mutter nach der Geburt sollen gemeinsam mit Kinderarzt und Geburtshelfer so früher und besser erkannt werden. "Es geht darum, Babys umfassend vor möglichen Risiken zu schützen, die sonst vielleicht erst später oder gar zu spät erkannt werden würden", so die Kinderkrankenschwester, die auch die Elternschule Bethanien leitet.

"Wir greifen jungen Familien unbürokratisch unter die Arme und stellen wenn notwendig schnell Kontakte zu Familienhebammen, Kinderärzten und anderen Hilfsangeboten her", sagt Kühnel. Insgesamt geht es darum, alle mit dem Kindeswohl befassten Akteure besser miteinander zu vernetzen. "Wir spannen bei Bedarf ein großes Netz von Fachleuten auf, damit ein gefährdetes Baby und seine Eltern sich sicher fühlen können und jederzeit die Hilfe bekommen, die notwendig ist", beschreibt Bethanien-Chefarzt Dr. Peter Tönnies das Ziel des Projekts. "Das alles soll ohne viel Papierkram ablaufen, zudem ist die von uns angebotene Hilfe für die Familien selbstverständlich kostenlos", betont der Leiter der Frauenklinik.

Das vom IMO Institut und der Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft initiierte Projekt wird aus den Mitteln der Bundesinitiative Frühe Hilfen gefördert. "Jeder wünscht sich, dass sich Kinder positiv entwickeln, ihre Persönlichkeit entfalten und eine bestmögliche Förderung ihrer Gesundheit erhalten. Ungünstige oder belastende Lebensbedingungen und gesundheitliche Risikofaktoren können die Entwicklung eines Kindes von Beginn an nachhaltig oder dauerhaft beeinträchtigen", erläutert der IMO-Projektverantwortliche Ingolf Rascher das Anliegen von KinderZUKUNFT NRW. "Oft reicht schon eine geringfügige Unterstützung der Mütter und Familien aus, damit ihre Kinder gut ins Leben starten können."

Bethanien-Chefarzt Dr. Peter Tönnies hat das Projekt nach Moers gebracht. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)

Für eine gute Zukunft des Kindes sei es daher wichtig, Unterstützungsbedarf frühestmöglich wahrzunehmen. Risiken sollen bereits dann erkannt und Angebote unterbreitet werden, wenn es den Kindern noch gut geht. Und das ist bei diesem Projekt wirklich sehr früh: "Spätestens in der Geburtsklinik", sagt Rascher mit Nachdruck. Rascher ist überzeugt: "Durch die Kooperation des Krankenhauses Bethanien mit KinderZUKUNFT NRW wird es gefährdeten Kindern in Moers künftig besser gehen".

Davon ist auch Bethanien-Chefarzt Dr. Tönnies überzeugt. Als Chefarzt der Frauenklinik im Dorstener St. Elisabeth-Krankenhaus hatte er bis Ende letzten Jahres eine der vier NRW-Modellkliniken für das Projekt geleitet und verfügt damit über entsprechende Erfahrungen. Die wollte er in Moers unbedingt weiterführen. Noch bevor er in diesem Januar die Leitung der Frauenklinik Bethanien übernahm, war er deswegen schon im November letzten Jahres zu Gesprächen mit der Stadt Moers zusammengetroffen.

Die Moerser Stadtverwaltung brachte das Vorhaben dann auf den Weg. Stephan Caniels, der das Projekt beim Moerser Jugendamt koordiniert, sieht KinderZukunftNRW als einen Baustein der Präventionskette Frühe Hilfen. „So können schon ab der Geburt notwendige individuelle Hilfen angeboten werden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Bethanien." Bethanien-Chefarzt Dr. Tönnies sieht sein Haus für das Projekt bestens aufgestellt: "Gemeinsam mit unserer Kinderklinik und dem zugehörigen Sozialpädiatrischen Zentrum, das sich um Kinder mit Entwicklungsverzögerungen kümmert, verfügen wir in Bethanien über ausgesprochen gute strukturelle Voraussetzungen, um das Wohl der Moerser Kinder stets im Blick zu behalten".

INFO
Ziel des Projekts "KinderZUKUNFT NRW" ist es, zum Wohl des Kindes Gesundheitswesen und soziale Netzwerke vor Ort noch enger miteinander zu verknüpfen. Zu den Projektpartnern gehören in NRW verschiedene Krankenkassen, die Ärztekammern, der Landesverband der Hebammen, die Berufsverbände von Frauenärzten sowie Kinder- und Jugendärzten, außerdem das Gesundheits- und das Familienministerium in Düsseldorf. Weitere Infos unter www.kinderzukunft-nrw.de.
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