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Elternschule

1.8.2014

Ein Jahr KinderZukunft NRW

Familiennetzwerk bietet passgenaue Unterstützung

Gemeinsam für das Wohl von Mutter und Kind (hinten v.l.n.r.): Dr. Miriam Saxe, Oberärztin in der Frauenklinik St. Josef, Stephan Caniels, Zentrale Koordination „Frühe Hilfen“ im Jugendamt Moers, Ingolf Rascher vom wissenschaftlich begleitenden Institut zur Modernisierung von Wirtschafts- und Beschäftigungsstrukturen (IMO) in Hilden und Chefarzt Dr. Peter Tönnies von der Bethanien-Frauenklinik sowie Kinderkrankenschwester Sabine Kühnel (vorn li.) als Koordinatorin von KinderZUKUNFT NRW in der Elternschule Bethanien sowie Krankenschwester Elisabeth Leiße (vorn re.) als Stationsleitung der Geburtshilfe im Krankenhaus St. Josef beim gemeinsamen Besuch auf der Bethanien-Wochenstation im Zimmer der jungen Mutter Lisa Köster aus Kamp-Lintfort mit Sohn Luis. (Foto: KBM/Engel-Albustin)
(Stadt Moers/pst) Ausgerechnet der tragische Tod eines Säuglings im häuslichen Umfeld war der Ausgangspunkt eines umfangreichen Unterstützungsangebotes für Moerser Familien. Der jetzige Bethanien-Chefarzt Dr. Peter Tönnies – damals noch in Diensten eines Krankenhauses in Dorsten – stellte sich die Frage, was man tun kann, um solche Fälle zu verhindern. „Gemeinsam mit der Stadtverwaltung haben wir daran gearbeitet, Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und die richtigen Angebote zu finden.“ 2009 entstand schließlich die Stiftung „Deutsches Forum Kinderzukunft“. Sie führte medizinisches Expertenwissen und Erfahrungen zum Schutz des Kindeswohls zusammen. Das daraus entstandene Präventionsmodell „KinderZukunft NRW“ wurde u.a. an Dr. Peter Tönnies´ Geburtsklinik in einem Pilotprojekt erprobt. Diese Erfahrungen brachte er dann mit nach Moers - zum richtigen Zeitpunkt, wie sich schnell herausstelle. Die Stadt wollte nämlich als Modellkommune im Landesprojekt „Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor“ genau diesen Baustein der Frühen Hilfen für die Präventionskette umsetzen. Damit schnell ein dichtes Netzwerk entstehen kann, bildete das Jugendamt der Stadt die Klammer und erarbeitete die Strukturen.

Auch St. Josef dabei

Seit Herbst letzten Jahres ist auch das St. Josef im Boot. Erfahrungen mit einem ähnlichen Projekt hatte das Krankenhaus bereits gesammelt. „KinderZukunft NRW als gemeinsames Netzwerk ist natürlich viel effektiver“, erklärt Oberärztin Dr. Miriam Saxe aus St. Josef. 93 Prozent der Eltern nehmen an der Befragung – am sogenannten „Screening“ – teil. „Wir hören bisher sehr viel Positives von den Eltern“. Eine besondere Aufgabe haben natürlich die Krankenschwestern und Hebammen. „Unsere Aufgabe ist es, genau zu beobachten: Wie kommt eine Frau zur Entbindung? Was bringt sie für ihr Kind mit? Wie ist ihre Verfassung nach der Entbindung?“, erläutert Schwester Elisabeth Leiße, die die Geburtshilfestation in St. Josef leitet. Am Ende sollen die Fälle herausgefiltert werden, bei denen es einen Hilfebedarf gibt.

Jugendamt ist Dienstleister für Kinder und Eltern

„Wir wollen ein möglichst passgenaues Angebot für die Familie finden, um optimale Unterstützung zu bieten. Das kann beispielsweise eine Familienhebamme sein oder das Projekt ‚Weidenkorb’, das den Schwerpunkt im medizinischen und sozial-medizinischen Bereich hat“, berichtet Stephan Caniels vom Jugendamt der Stadt. Er und seine Kolleginnen und Kollegen verstehen sich dabei als Dienstleister im Sinne der Kinder und Eltern. „Wir arbeiten hier rein präventiv. Damit wir hinterher nicht reparieren müssen, fördern wir besser vorher. Und es handelt sich immer um ein freiwilliges Angebot.“
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