Brustzentrum

8.9.2014

11. Moerser Brusttag bot Forum für Tabuthema

Brustzentrum Linker Niederrhein am Standort Moers informierte über Brustkrebs und Sexualität

Sprachen offen über Brustkrebs und Sexualität (v.l.n.r.): Dr. Dorit Brunotte, Oberärztin der Bethanien-Frauenklinik und Koordinatorin des Brustzentrums Linker Niederrhein am Standort Moers, Dr. Peter Tönnies, Chefarzt der Frauenklinik und Leiter des Brustzentrums am Standort Moers, Jennifer Wagner, Psychologin im Krefelder Alexianer Krankenhaus und die Duisburgerin Ute Reich. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)
Mit einem bewegenden Vortrag über ihre Brustkrebserkrankung gab die Duisburgerin Ute Reich den Impuls für den 11. Moerser Brusttag am vergangenen Mittwoch (3.9.) im Krankenhauses Bethanien. Unter dem Titel „Was ich empfinde“ berichtete Reich über ihre Sorgen und Ängste, die sie während ihrer Erkrankung durchlebt hatte. Dazu gehöre auch ihre Sexualität als ein Teil ihrer Lebensqualität, wie sie selbst sagte. „Körperliche Nähe und Lust gehören zum Leben dazu, ich möchte mich trotz meiner Brustkrebserkrankung als Frau fühlen“, sprach Reich vielen betroffenen Besucherinnen des 11. Moerser Brusttags buchstäblich aus der Seele. So erfuhr Ute Reich von vielen Seiten regen Zuspruch für ihre offenen Worte, die sie zum Thema Brustkrebs und Sexualität aus ihren eigenen Erfahrungen schildern konnte.

Ute Reich berichtete aus der Sicht einer Brustkrebspatientin über das Thema Brustkrebs und Sexualität. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)
Aus medizinischem Blickwinkel betrachtete Dr. Peter Tönnies als Chefarzt der Bethanien-Frauenklinik und Leiter des Brustzentrums Linker Niederrhein am Standort Moers das Thema. Dabei führte der Chefarzt neben möglichen Auswirkungen von Brustkrebs auf das Sexualleben von Frauen auch Möglichkeiten auf, die betroffenen Frauen helfen, ihre Sexualität trotz Erkrankung auszuleben. Zudem räumte er mit falschen Annahmen auf, die sich ganz natürlich aus den Ängsten von Brustkrebspatientinnen entwickeln. „Die Gefahr einer Ansteckung des Partners wie etwa durch Radioaktivität nach einer Bestrahlung oder durch Medikamente ist nicht gegeben. Sogar eine Schwangerschaft mit Brustkrebs sei ein Jahr nach der letzten Chemotherapie möglich.“, weiß der Frauenarzt.

Für Bewegung während des 11. Brusttags sorgte die staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin Doris Abels mit einigen Lockerungsübungen. Beim kollektiven Recken und Strecken in der Kapelle des Krankenhauses machten nicht nur alle Besucherinnen begeistert mit, auch Chefarzt Dr. Tönnies, Oberärztin und Koordinatorin des Brustzentrums am Standort Moers Dr. Dorit Brunotte erfüllten die ärztliche Vorbildfunktion bei der kleinen Gymnastikeinheit gänzlich. Anschließend waren alle Besucherinnen zum Austausch mit dem gesamten Team des Brustzentrums und den externen Kooperationspartnern in die Personalcafeteria eingeladen. „Unsere Veranstaltung sprach einen bislang in der Öffentlichkeit noch selten thematisierten Aspekt der Erkrankung an. Den betroffenen Frauen tat es gut über dieses Thema in vertrauensvoller Atmosphäre zu sprechen“, resümierte Dr. Tönnies am Ende der Veranstaltung.
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