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10.2.2016

Leidenschaftlich im Einsatz für kranke Kinder

Seit zehn Jahren leitet Dr. Michael Wallot die traditionsreiche Kinderklinik Bethanien in Moers

Zum zehnjährigen Dienstjubiläum in der Kinderklinik Bethanien gratulierten die Klinikclowns Flocke alias Silke Eumann (li.) und Stift alias Iris Held (re.) sowie Patientin Sophie Klein aus Moers dem Chefarzt Dr. Michael Wallot. (Foto: KBM/Bettina Engel-Albustin)
Zum Feiern hat Dr. Michael Wallot eigentlich keine Zeit, aber wenn man ihn fragt, wie es ist, seit zehn Jahren die traditionsreiche Kinderklinik Bethanien zu leiten, hält er kurz inne. „Die abwechslungsreiche Arbeit mit dem gesamten Team macht mir großen Spaß. Ich freue mich auf die nächsten zehn Jahre in unserer Kinderklinik.“ Sagt er und entschwindet zum nächsten kleinen Patienten. 2005 war der 56-jährige Kinderarzt von der Essener Universitätsklinik nach Moers gekommen. Als Nachfolger von Prof. Dr. Klaus Pistor hatte der gebürtige Leverkusener seinerzeit in Moers die Leitung der Kinderklinik übernommen. Wallots Spezialgebiet in Essen waren Nierenerkrankungen bei Kindern und die Frühgeborenen-Intensivmedizin - damit war er in Bethanien bestens als Chefarzt der Kinderklinik geeignet. Denn in Bethanien wird Geburtshilfe schon immer groß geschrieben. Zudem behandelt die Kinderklinik Bethanien schon sehr lange Kinder mit Nierenkrankheiten.

Dass in der Kinderklinik Bethanien vielfach Medizin auf dem Niveau einer Universitätsklinik geleistet wird, ist nicht zuletzt das große Verdienst von Dr. Wallot. Nein nicht sein Verdienst, wendet er entschieden ein, sondern das Verdienst des gesamten Teams und aller beteiligten Kolleginnen und Kollegen innerhalb und außerhalb Bethaniens. Der Teamgeist sei es, der ihn in Moers von Anfang an beeindruckt habe, so der Chefarzt. „Zu Beginn meiner Tätigkeit vor zehn Jahren habe ich miterleben dürfen, wie das Team der Kinderklinik mit großem Einsatz das erste Teddykrankenhaus organisierte. Eine weitgehend ehrenamtlich auf die Beine gestellte Veranstaltung für Kindergartenkinder und ihre kranken Stofftiere. Das hat mich sehr beeindruckt“, erinnert sich Dr. Wallot an seine ersten drei Monate in Moers.

Dr. Michael Wallot versteht "seine" Kinderklinik Bethanien als Familienklinik, in der die Eltern ganz selbstverständlich an der Seite ihrer kranken Kinder verbringen können, wenn sie es möchten. Und zwar Tag und Nacht auf einem gemeinsamen Zimmer. Das war in Kinderkliniken nicht immer so, aber heute ist die kindgerechte Betreuung glücklicherweise Standard. Kranke Kinder und ihre Eltern sollen die Zeit im Krankenhaus gemeinsam verbringen können. Kinder, die sich gut aufgehoben fühlen, werden schneller wieder gesund, wissen die Experten.

Im Jahr werden in der Moerser Kinderklinik knapp 3.000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen einem Tag und achtzehn Jahren stationär medizinisch versorgt. Hinzu kommen rund 15.500 Kinder und Jugendliche, denen ambulant geholfen wird - oft am Wochenende oder in den Abendstunden. Dabei arbeiten Dr. Wallot und sein Team aus insgesamt vier Oberärzten eng mit den niedergelassenen Kinder- und Hausärzten in Moers und Umgebung zusammen. Krankenhaus-intern kooperiert die Kinderklinik mit den chirurgischen Abteilungen, sei es bei Unfällen, Blinddarmentzündungen oder aber um kriegsverletzten Kindern aus Krisenregionen wie Angola oder Afghanistan ein neues Leben zu ermöglichen.

Zu seinem zehnjährigen Dienstjubiläum kann Dr. Wallot somit auf eine bestens aufgestellte Kinderklinik schauen. Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) beispielsweise hatte er gleich bei Dienstantritt mit auf den Weg gebracht. Heute residiert das SPZ in einem eigenen Gebäude auf dem Bethanien-Campus. Hier werden für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder drohenden Entwicklungsverzögerungen aus der gesamten Region betreut. Verschiedene Spezial-Sprechstunden und Spezial-Ambulanzen, etwa für Kinder mit Nierenerkrankungen oder Diabetes, leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die medizinische Versorgung von Kindern am gesamten linken Niederrhein.

Zeit sich auf dem Erreichten auszuruhen, hat der Chefarzt nicht. Nur einmal hielt Dr. Wallot unlängst für einen Moment inne. Da standen plötzlich auf dem Stationsflur die Klinikclowns Flocke und Stift vor ihm, die jede Woche die Kinder auf der Kinderstation besuchen. Die hatten vom Dienstjubiläum des Chefarztes gehört - und brachten ihm aus Dankbarkeit und Anerkennung gemeinsam mit einer kleinen Patientin ein improvisiertes Ständchen.
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