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19.5.2016

Zwei Urkunden für die Gefäßchirurgie

Bethanien ist jetzt offiziell als Gefäßzentrum und Venen-Kompetenzzentrum anerkannt

Zwei Urkunden, die nur wenige Kliniken in Deutschland gleichzeitig haben (v.l.n.r.): Prof. Dr. Stefan Möhlenkamp als Chefarzt der Kardiologie, Chefarzt Dr. Ralf Kubitz von der Gastroenterologie, die phlebologische Oberärztin Dr. Meike Finkenrath, Dr. Derk Veelken als Leitender Oberarzt der Radiologie und Chefarzt Prof. Dr. Geier von der Klinik Gefäßchirurgie im Moerser Krankenhaus Bethanien freuen sich über die beiden offiziellen Anerkennungen als Gefäßzentrum und als Venen-Kompetenzzentrum. (Foto: KBM/Engel-Albustin)
Die beiden Urkunden sind nicht groß, aber ein großer Erfolg: Die Gefäßchirurgie Bethanien wurde jetzt gleich zwei Mal offiziell anerkannt. Zum einen als Gefäßzentrum, zum anderen als Venen-Kompetenzzentrum. „Es gibt Kliniken, die entweder die eine oder die andere Urkunde erlangt haben, aber es gibt nur sehr wenige Kliniken in Deutschland, die gleich in beiden Bereichen zertifiziert sind“, erklärt Chefarzt Prof. Dr. Bruno Geier von der Klinik für Gefäßchirurgie im Moerser Krankenhaus. In Deutschland hätten nicht mehr als zwanzig der insgesamt rund 2000 Krankenhäuser einen so hohen medizinischen Standard, um beide Zertifizierungen zu erlangen. Um ein solch ehrgeiziges Ziel zu erreichen, muss sich eine Klinik strengen Qualitätskontrollen durch externe Prüfer der zuständigen Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) stellen. Zertifizierungen sind für Krankenhäuser überaus wichtig, weil Kliniken angehalten sind, ihre Leistungsfähigkeit auch für Patienten transparent zu machen von regelmäßig unabhängigen Experten kontrollieren zu lassen. Der Zertifizierungsprozess durch die DGG dauert insgesamt etwa sechs bis acht Monate.

Prof. Dr. Geier ist angesichts der beiden Urkunden nicht der einzige Chefarzt in der Moerser Klinik, der sich freuen darf. Auch Professor Dr. Stefan Möhlenkamp von der Kardiologie, Prof. Dr. Kubitz von der Gastroenterologie sowie die Klinik für Radiologie unter Leitung von Chefarzt Dr. Hans Bender haben am Erfolg mitgearbeitet. „Wir können Patienten nur gut behandeln, wenn wir uns um sie auf hohem Niveau fachübergreifend kümmern“, so die Chefärzte einhellig. „Somit sind die beiden Zertifizierungen natürlich zuerst eine gute Nachricht für die Patienten der Region“, betonen die Mediziner. Denn am Niederrhein gäbe es kein weiteres Gefäßzentrum, dass zugleich Venen-Kompetenzzentrum sei. Bethanien habe die beiden Zertifizierungen angestrebt, „weil wir aufgrund der Struktur unserer Klinik mit ihren großen Spezialisierungen alle Voraussetzungen erfüllen, um Gefäßpatienten umfassend zu behandeln“, sagt Prof. Geier. Um die Zertifikate zu erhalten, müssen Kliniken an Qualitätssicherungsprogrammen teilnehmen und bei der Behandlung eine bestimmte Mindestanzahl an Behandlungen nachweisen. Auch die personelle Ausstattung und die vorhandenen medizintechnische Ausstattung spielen bei der Erlangung des Zertifikats eine Rolle.

Der Vorteil für Patienten mit Gefäß- oder Venenerkrankungen in einem zertifizierten Zentrum liege darin, „eine medizinisch erstklassige Behandlung aus einer Hand zu bekommen“ betont Prof. Geier. „Egal, an welcher Stelle im Körper die Gefäß- oder Venenerkrankung vorhanden ist und ob noch weitere gesundheitliche Probleme mit im Spiel sind, wir können alle Patienten mit unserem hier vorhandenen Know-how umfassend behandeln“. Ein Beispiel für die Zusammenarbeit der Mediziner in den zertifizierten Zentren seien Patienten mit diabetischen Füßen. Hier säßen die Diabetologen der Gastroenterologie und die Gefäßchirurgen gemeinsam im Boot. Bei Nieren-Patienten, die für die Dialyse einen dauerhaften Venenzugang benötigen, arbeiten die Gefäßchirurgen mit den Nephrologen zusammen. Und wenn Gefäßpatienten zugleich auch von der koronaren Herzkrankheit betroffen sind (was gar nicht selten vorkommt), kooperieren die Gefäßchirurgen mit den Kardiologen.

Hat die bestmögliche Behandlung vielleicht einen Preis? Nein, sagen die Ärzte in Bethanien. Mit übermäßig langen Wartezeiten müssen Patienten die Behandlung im Gefäßzentrum oder im Venenzentrum nicht bezahlen. Einen Termin für die Sprechstunde gibt es in der Regel innerhalb von drei Wochen, einen OP-Termin bekommt man – sofern ein operativ Eingriff überhaupt notwendig ist - sogar noch etwas schneller.

INFO
Im zertifizierten Gefäßzentrum Bethanien werden im Jahr rund 700 Patienten stationär und 2.500 ambulant behandelt, vornehmlich Diabetes-Patienten mit dem diabetischen Fußsyndrom und Patienten mit anderen nicht heilenden Wunden an Beinen und Füßen. Das zertifizierte Venenzentrum betreut jährlich 400 Patienten stationär und weitere 3.000 ambulant, hauptsächlich Menschen mit Krampfadern oder venösen Thrombosen.
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