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25.7.2016

Lymphexperten trafen sich in Bethanien

Netzwerk will die Patientenversorgung am Niederrhein weiter verbessern

Mit dem Lymphnetzwerk Linker Niederrhein für eine bessere Patientenversorgung: Bethanien-Oberärztin Dr. Meike Finkenrath (re.) von der Gefäßchirurgie des Krankenhauses Bethanien und Lymphologie-Fachberaterin Stephanie Goddinger-Gilbers (li.) vom Sanitätshaus Hodey organisierten die Fachtagung in Bethanien. (Foto: KBM/Engel-Albustin)
Zu einem fachlichen Austausch über Lympherkrankungen trafen sich dieser Tage Ärzte, medizinisches Fachpersonal und Lymphtherapeuten im Moerser Krankenhaus Bethanien. Eingeladen zu der Veranstaltung hatte das Lymphnetzwerk Linker Niederrhein um Bethanien-Oberärztin Dr. Meike Finkenrath von der Gefäßchirurgie des Krankenhauses sowie die Lymphologie-Fachberaterin und zertifizierte Gesundheitsmanagerin Stephanie Goddinger-Gilbers vom Sanitätshaus Hodey. "Nach Studien sind in Deutschland die meisten Menschen mit Lymph- oder Lipödemen unterversorgt. Im Lymphnetzwerk Linker Niederrhein haben sich Fachleute zusammengeschlossen, um Schwierigkeiten und Fragen bei der Versorgung von Patienten in Moers und Umgebung anzugehen", so die beiden Organisatorinnen. Das vor einem Jahr in Bethanien gegründete Lymphnetzwerk Linker Niederrhein kümmert sich als eines der wenigen im gesamten Rheinland um eine bessere Patientenversorgung.

Für das Gelingen einer Lymphtherapie sei entscheidend, dass alle Behandler Hand in Hand arbeiten und bei der Therapie gut aufeinander abgestimmten Maßnahmen einleiten, hieß es dazu auf der Tagung. "Die Therapie eines Lymphödems oder eines Lipödems kann nur durch die richtige ärztliche Verordnung und eine genaue Dokumentation des Therapieerfolgs in die richtigen Bahnen gelenkt werden", betonten die Fachleute. So sei es die Pflicht der behandelnden Ärzte gegenüber ihren Patientinnen und Patienten, von Beginn an die richtigen Verordnungen auszustellen, Denn eine einmal begonnenen Verordnung darf nachträglich nicht mehr verändert werden. Den Nachteil hätten am Ende die Patienten. Nicht nur Ärzte, sondern auch geschulte Arzthelferinnen in den Praxen und die Lymphtherapeuten seien darum angehalten, auf die richtige Therapieverordnung zu achten.

Dementsprechend widmete sich das Treffen des Lymph-Netzwerks schwerpunktmäßig der korrekten Leistungsabrechnung. Dazu erläuterten die Betriebswirtin Chantal Bardeau und die Praxismanagerin Martina Schliederer, beide vom Kompressionsstrümpfe-Anbieter BSN-medical aus Emmerich, den anwesenden Ärzten und medizinischen Fachangestellten anhand von Patientengeschichten, wie Behandler angesichts von komplexen Regelungen bei der Verordnung Fehler vermeiden können. "Gerade die in der Regel schlecht versorgten Patienten mit Lymphödemen oder Lipödemen haben ein Recht darauf, die Therapie verordnet zu bekommen, die ihnen auch wirklich hilft. Das ist nicht zuletzt im Sinne eines effizienten Gesundheitssystem", unterstrichen Dr. Meike Finkenrath und Stephanie Stephanie Goddinger-Gilbers. In vielen Gebieten Deutschlands sind Menschen mit Lympherkrankungen nicht optimal versorgt. "Wir am Niederrhein wollen es besser machen", erklärt das Lymphnetzwerk Linker Niederrhein.
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