Lungenzentrum

3.2.2017

„Aktion Rückenwind“ im Lungenzentrum Bethanien

Information und Beratung für Menschen mit Lungenkrebs

Oberarzt Dr. Kato Kambartel betreut Lungenkrebs-Patienten in der Lungenklinik Bethanien
Am Mittwoch, den 15. März 2017, findet im Vortragssaal (Kapelle) des Krankenhauses Bethanien Moers von 17:00 bis ca. 19:30 Uhr eine Informationsveranstaltung der „Aktion Rückenwind – Hilfe bei Lungenkrebs“ statt. Sie richtet sich an Betroffene und ihre Angehörigen. Nach zwei Vorträgen rund um das Thema „Komplementärmedizin & Bewegung/Immunsystem“ können sich die Besucher mit Referenten, anderen Betroffenen und Angehörigen im persönlichen Dialog austauschen. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Krankenhauses Bethanien Moers und in Zusammenarbeit mit der Aktion Rückenwind der Lilly Deutschland GmbH statt.

Mit der Diagnose „Lungenkrebs“ wird von heute auf morgen bei den Betroffenen ein wahres Wechselbad der Gefühle ausgelöst: auf der einen Seite die Angst vor der Zukunft mit der Erkrankung, auf der anderen Seite die Hoffnung auf Hilfe durch medizinische Behandlung. Auch Angehörige leiden unter dieser schwierigen Situation und werden damit zu „Mit-Betroffenen“. Sie bekommen dieses „Hin- und Hergerissensein“ hautnah mit – hinzu kommt die persönliche Unsicherheit, wie man mit so einer Diagnose umgehen kann. Gleichzeitig möchte der Patient wissen, was er selbst dazu beitragen kann, um seine Situation zu verbessern. Hier kommt den Themen „Komplementärmedizin & Bewegung/Immunsystem“ besondere Aufmerksamkeit zu.

Was kann ich selbst tun? Diese Frage stellen sich viele Patienten im Rahmen einer Krebserkrankung. Dahinter steht häufig der Wunsch, beispielsweise die Nebenwirkungen einer Krebstherapie erträglich zu machen oder die empfundene Lebensqualität zu steigern. Die Beantwortung der oben genannten Frage führt auch in den Bereich der Komplementärmedizin. Hierunter versteht man neben der konventionellen Medizin (Schulmedizin) zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittel, Immunstimmulantien, Entspannungstechniken und vieles mehr.

Um Krebsbetroffenen die Möglichkeit zu geben, sinnvolle Ergänzungen zur konventionellen Krebstherapie zu finden, bedarf es der sachkundigen Aufklärung
und Information. Für die Abschätzung des individuellen Nutzens bestimmter Methoden ist das Gespräch mit dem behandelnden Arzt unerlässlich.

Der Privatdozent Dr. med. Ralph Mücke ist Facharzt für Strahlentherapie. Die komplementäre Onkologie ist eine seiner zahlreichen Spezifikationen.

Der Vortrag „ Bewegung/Immunsystem vermittelt den betroffenen Patienten die Potentiale und aber auch Grenzen der körperlichen Aktivität speziell bei Menschen mit
und nach Lungenkrebs und den möglichen Einfluss auf das Immunsystem. Es geht vorwiegend darum, welche realistischen Ziele man als Betroffener verfolgen kann und
wie man diese Ziele erreicht.

Seit 1998 ist Prof. Helmut Lötzerich stellvertretender Institutsleiter für Natursport und Ökologie der Deutschen Sporthochschule in Köln. Seine derzeitigen Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Sport und Immunsystem, Sport und Krebs, Immunsystem bei Hochleistungs- und Breitensportler, Radsport und Leistungsdiagnostik. Ergänzt werden die Inhalte seines Vortrages durch konkrete Verhaltensvorschläge, um die körperliche Aktivität in den Alltag einzubinden und Überlastungen zu vermeiden.

Beide Vorträge zu den oben genannten Themen sollen Gelegenheit geben, sich zu informieren. Anschließend stehen Referenten und Experten für individuelle Gespräche zur Verfügung.

Das Krankenhaus Bethanien Moers in Zusammenarbeit mit der Aktion Rückenwind der Lilly Deutschland GmbH möchten Patienten und Angehörige beim Umgang mit der Erkrankung unterstützen und dabei helfen, nach vorne zu schauen. „Das Lungenkrebszentrum des Krankenhauses Bethanien Moers wird regelmäßig zertifiziert. Dies bedeutet, dass wir ein Güte-Siegel für unsere hohen Standards erhalten haben, vergleichbar mit der TÜV-Plakette eines Autos“, sagt Dr. med. Thomas Voshaar, Chefarzt der Lungenklinik Bethanien.

INFO

„Aktion Rückenwind“ im Krankenhauses Bethanien Moers
Mittwoch, 15. März 2017, 17.00 bis ca. 19.30 Uhr
Krankenhaus Bethanien Moers
Vortragssaal Kapelle
Bethanienstraße 21, 47441 Moers

PROGRAMM

Vorträge zu den Themen
– Komplementärmedizin
– Bewegung/Immunsystem
Gesprächsinseln (Referenten, Patienten und Angehörige im Gespräch)
Infopark (z. B. zum Thema Ernährung und Bioimpedanzmessung)


REFERENTEN
  • Priv.-Doz. Med. Ralph Mücke, Strahlentherapie Rhein-Main Nahe
  • Prof. Helmut Lötzerich, Deutsche Sporthochschule Köln

Folgende Experten nehmen an der Veranstaltung teil:
  • Julia Follert, Sozialdienst Krankenhaus Bethanien Moers
  • Jochen Eggert, Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie
  • Patrik Jotzo, Psychoonkologe Krankenhaus Bethanien Moers
  • Dr. med. Kato Kambartel, Koordinator Lungenkrebszentrum Moers
  • Dr. med. Thomas Krbek, Chefarzt Klinik für Thoraxchirurgie, Krankenhaus Bethanien Moers
  • Beate Niemüller, Onkologische Fachkrankenschwester
  • Dr. Thomas Schwerdtfeger, Facharzt für Strahlentherapie
  • Dr. med. Thomas Voshaar, Chefarzt Klinik für Pneumologie, Lungenkrebszentrum Krankenhaus Bethanien Moers
  • Weitere Teammitglieder des Lungenkrebszentrums


Weitere Informationen finden Sie unter www.hilfe-bei-lungenkrebs.de.

Über Lungenkrebs

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 32500 Männer und 14600 Frauen an Lungenkrebs. Bei keiner anderen Krebserkrankung hat die Rate der Betroffenen in den vergangenen Jahren so stark zugenommen wie beim Lungenkarzinom. Die Ursachen für die Erkrankung sind vielfältig: Neben dem aktiven und passivem Rauchen können bestimmte Schadstoffe am Arbeitsplatz, eine unausgewogene Ernährung oder Vererbung diese Krebsform begünstigen. Bei Lungenkrebs unterscheiden Mediziner die Gruppe der nicht-kleinzelligen und der kleinzelligen Lungentumoren. Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom macht etwa 80 Prozent der bösartigen (malignen) Lungentumoren aus. Es unterteilt sich in die drei Formen Adenokarzinom, großzelliges Karzinom und Plattenepithelkarzinom.
Therapieoptionen bieten Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie und in seltenen Fällen so genannte Angiogenese- oder Tyrosinkinase-Hemmer.
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