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26.3.2019

„Darmgesund in Moers“ klärt auf über Darmkrebs-Vorsorge

Bürgermeister Christoph Fleischhauer ist Schirmherr der sechsmonatigen Kampagne der beiden Moerser Krankenhäuser

Die Initiatoren und Kooperationspartner die Kampagne DARMGESUND IN MOERS (v.l.n.r.): Dr. Ralf Engels, Vorstand Stiftung Krankenhaus Bethanien, Bürgermeister Christoph Fleischhauer als Schirmherr der DARMGESUND-Kampagne, Ralf H. Nennhaus, Geschäftsführer St. Josef Krankenhaus GmbH, Dr. Margret Schrader, Geschäftsführerin der Krebsgesellschaft NRW als Kooperationspartnerin der Kampagne, Dr. Christoph Vogt, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie in St. Josef, Prof. Dr. Ralf Jürgen Kubitz, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie in Bethanien und Priv.-Doz. Dr. Jochen Purrmann, niedergelassener Gastroenterologe, und Fritz Elmer, Sprecher der Selbsthilfegruppe ILCO, Niederrhein Westmünsterland. (Foto: KBM/Engel-Albustin)
Start für die Kampagne „Darmgesund in Moers“: Am heutigen Montag (25.3.) ging in den beiden Moerser Kliniken eine sechsmonatige Kampagne zur Darmkrebs-Prävention an den Start. „Wir wollen möglichst viele Moerserinnen und Moerser in den nächsten sechs Monaten davon überzeugen, beim Hausarzt einen Test auf Blut im Stuhl anzufordern, besonders diejenigen ab 50 Jahre“, so die Initiatoren bei einem Pressegespräch. „Wenn viele Menschen diesen Test machen, können wir vielen Menschen in Moers vor einer Darmkrebserkrankung bewahren.“ Den Test vom Hausarzt kann jeder bequem zu Hause machen. Die Kosten für den Test werden von den Krankenkassen übernommen. Blut im Stuhl kann auf einen Polypen hindeuten. Polypen an sich sind ungefährlich, doch kann sich aus Ihnen innerhalb weniger Jahre Krebs entwickeln. Deswegen sei die Vorsorge so wichtig. Wer Polypen rechtzeitig bei einer Darmspiegelung entfernen lässt, ist vor Darmkrebs geschützt, lautet die Botschaft der Kampagne.

Darmkrebs ist bei Männern und Frauen die zweithäufigste Krebsart. Jährlich erkranken in Deutschland circa 61.000 Menschen neu daran, über 25.000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen der Erkrankung. Für die Stadt Moers bedeutet diese Entwicklung: statistisch erhalten 79 Bürger die Diagnose Darmkrebs jährlich und 31 Personen sterben an den Folgen der Krankheit. Und dabei zählt Darmkrebs zu den am besten erforschten Krebsarten. 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen entwickeln sich aus zunächst gutartigen Darmpolypen (Adenom), die Entartung zum Krebs (Karzinom) dauert rund 10 Jahre. Bei keiner anderen Krebsart bietet die Früherkennung derart große Chancen wie bei Darmkrebs.

Daher haben sich verschiedene Partner in Moers zusammengetan, um mit der Kampagne „Darmgesund in Moers“ für die Prävention von Darmkrebserkrankungen einzusetzen. Die Partner dieser Kampagne sind die beiden Moerser Kliniken St. Josef und Bethanien, die Facharztpraxis Dr. Purrmann in Moers, die Krebsgesellschaft NRW und die Selbsthilfeorganisation ILCO. Die Kampagne wird sich unter anderem auf Wochenmärkten und bei öffentlichen Veranstaltungen präsentieren. Die Teilnahme an rund 30 Veranstaltungen ist im Zeitraum von März bis September 2019 geplant. „Wir freuen uns auf reges Interesse an unserem Infostand“, betonen die Initiatoren. Dort werden Ärzte und medizinisches Fachpersonal alle Fragen rund um den Darmkrebs und die Prävention beantworten.

Auch die Moerser Unternehmen sind eingeladen, sich an der Kampagne zu beteiligen. Ärzte aus dem Krankenhaus St. Josef und aus Bethanien sind jederzeit zu Vorträgen in den Unternehmen bereit, um für die Darmkrebs-Prävention zu werden. „Werden Sie aktiv! Überzeugen Sie auch Freunde, Familienangehörige, Nachbarn, Mitarbeiter und Vereinskameraden“, wirbt die Kampagne.

INFO
Weitere Infos zur Kampagne unter: www.darmgesund-in-moers.de
Bethanienstraße 21
47441 Moers
Tel. 02841/200-0

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