Plastische Chirurgie

1.4.2019

Druckgeschwüre konsequent vermeiden

Prof. Dr. Robert Hierner referiert über Dekubitus bei bettlägerigen und querschnittsgelähmten Menschen

Bethanien-Chirurg Prof. Dr. Robert Hierner will in Moers und Umgebung ambulante und stationäre Behandler von hartnäckigen Druckgeschwüren besser vernetzen. (Foto: KBM/Engel-Albustin)
Über Druckgeschwüre referieren Prof. Dr. Robert Hierner und Lic. Lorena Hierner am Mittwoch, 3. April ab 17.00 Uhr in Bethanien. Die Veranstaltung „Dekubitus: Entstehung und Vermeidung“ im Veranstaltungsraum des Seniorenstifts auf dem Klinikgelände richtet sich an Hausärzte, ambulante Pflegedienste, aber auch an Betroffene und pflegende Angehörige. „Zur Vermeidung von Druckgeschwüren bei bettlägerigen oder querschnittgelähmten Menschen ist die Vorbeugung der entscheidende Punkt. Risikopatienten müssen so früh wie möglich erkannt werden“, so die beiden Mediziner von der Plastischen Chirurgie des Krankenhauses. Denn einmal aufgetreten, sind Druckgeschwüre langwierig und schwer zu behandeln. „Hier müssen alle Behandler und Pflegepersonen, ob daheim oder in Pflegeeinrichtungen an einem Strang ziehen.“ Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Zu den Maßnahmen zur Vermeidung von Druckgeschwüren gehören etwa Hautpflege, die Anleitung zur Körperhygiene, die konsequente Therapie von Harn und/oder Stuhlinkontinenz und die Optimierung der Ernährung von betroffenen Menschen. „Die Anleitung zur Körperhygiene im Hinblick auf die Stuhl- und Urinausscheidung ist ein zentraler Punkt der Prävention. Eine bestehende Harn und/oder Stuhlinkontinenz muss unbedingt therapiert werden“, sagt Prof. Dr. Hierner. „Neben einer täglichen Dusche oder einem täglichen Bad haben die adäquate Hautpflege und die Anleitung zur Körperhygiene im Hinblick auf die Stuhl- und Urinausscheidung eine entscheidende Bedeutung.“

Dies gelte besonders bei dementen geriatrischen Patienten. „Vor allem geriatrische Patienten mit Druckgeschwüren zeigen eine unausgewogene Ernährung. Neben der Gabe von Vitaminen und Spurenelementen sollte auf eine positive Stickstoffbilanz, ein ausreichendes Serumalbumin und einen adäquaten Eisenhaushalt geachtet werden. In einigen Fällen kann eine temporäre Ernährungsergänzung notwendig werden“, betont der Mediziner. Pflegekräfte und behandelnde Mediziner müssten zudem alle weiteren Risikofaktoren ausschalten oder vermindern. „Verkrampfungen und Gelenkfehlhaltungen mit Versteifungen führen zu einer Schädigung der Haut. Hierdurch werden Druckgeschwüre begünstigt.“

Die Vortrag am 3. April ist Teil der von Prof. D. Hierner konzipierten Reihe „Rund um den Dekubitus“. Die Vorträge sollen dazu beitragen, die Behandlung von Patienten mit hartnäckigen Druckgeschwüren in Moers und Umgebung weiter zu verbessern. Weitere geplante Themen und Termine in diesem Jahr sind im Sommer „Dekubitus – Welche Therapie, welches Verbandsmaterial?“ und im Dezember „Dekubitus operieren?“. Die Vorträge sollen Fachwissen vermitteln und zu einer engeren Vernetzung aller Behandler beitragen.

INFO
„Dekubitus: Entstehung und Vermeidung“
Vortrag mit Prof. Dr. Robert Hierner und Lic. Lorena Hierner
Mi, 3. April, 17.00 Uhr, Vortragsraum, Seniorenstift Bethanien (auf dem Klinikgelände)
Wittfeldstr. 31, 47441 Moers

KONTAKT
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Sektion für Plastische, Wiederherstellungs-, Hand- und Ästhetische Chirurgie
Tel: 02841 / 200-2992
Email: plastische.chirurgie@bethanienmoers.de.
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47441 Moers
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