Lungenkrebszentrum

Onkologisches Zentrum Bethanien Moers

31.1.2020

Weltkrebstag: Von der Prävention bis zur Palliativversorgung

Im Krankenhaus Bethanien profitieren Patienten von interdisziplinärer Zusammenarbeit

Patientengespräch mit Dr. Kato Kambartel, Ärztlicher Koordinator des Lungenzentrums im Krankenhaus Bethanien
Fast jeder zweite in Deutschland erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Laut Experten sind wir dieser Situation jedoch nicht hilflos ausgeliefert, sondern wir können etwas dagegen tun: rund 40 Prozent aller Krebserkrankungen ließen sich durch einen gesunden Lebensstil vermeiden. Auch die Tatsache, dass inzwischen 50 Prozent aller erwachsenen Krebspatienten, geheilt werden können, gibt Hoffnung. Am Weltkrebstag, der sich in diesem Jahr zum 20. Mal jährt, sollen die Menschen über das Thema Krebs aufgeklärt und mobilisiert werden, gegen die Krankheit aktiv zu werden.

Die meisten Menschen unterschätzen die Auswirkung ihrer eigenen Gewohnheiten auf ihre Gesundheit. Dabei kann schon die Einhaltung einiger weniger Regeln einer Krebserkrankung vorbeugen. Dazu gehört der Verzicht auf den Konsum von Alkohol und Tabak, regelmäßige Bewegung, ein Körpergewicht, das dem normalen "body mass index" (BMI) entspricht, eine gesunde Ernährung sowie der Schutz vor UV-Strahlen.

Für die bestmögliche Chance auf eine erfolgreiche Behandlung ist die frühzeitige Diagnose der Krebserkrankung entscheidend. Wichtig sind deshalb regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung. Dazu zählt etwa das Lungenkrebsscreening bei Rauchern und bei Menschen, die durch ihren Beruf mit Asbest in Berührung kommen. Außerdem sind das Mammographiescreening zur Früherkennung von Brustkrebs sowie die Magen- und Darmspiegelung bewährte Vorsorgeuntersuchungen. Im Krankenhaus Bethanien profitieren die Patienten von der interdisziplinären Zusammenarbeit verschiedener Fachabteilungen bereits bei der Vorsorge und Früherkennung. Aufgrund der regelmäßig stattfindenden Tumorkonferenzen, bei denen jeder an Krebs erkrankte Patient fachübergreifend besprochen wird, wird eine hochspezialisierte und schnelle Diagnostik sichergestellt.

Inzwischen gibt es vielfältige Möglichkeiten der Behandlung von Krebserkrankungen. Es steht eine große Anzahl an Medikamenten zur Verfügung, so dass in Abhängigkeit der individuellen Krebserkrankung Patienten medikamentös in Kombination mit modernsten Operationstechniken therapiert werden. Darüber hinaus werden komplementäre Methoden, wie z. B. Traditionelle Chinesische Medizin, gut angenommen. Eine besondere Neuheit stellt die molekularpathologische Diagnostik dar, die ebenfalls im Krankenhaus Bethanien angewendet wird: Mit ihrer Hilfe kann inzwischen bei einem Teil der Patienten die Ursache der Krebsentstehung entschlüsselt werden. Vor diesem Hintergrund können zielgerichtet bestimmte Medikamente zum Einsatz kommen, die eine besonders schonende Behandlung ermöglichen. Aktuelle Entwicklungen auch in der medikamentösen Tumortherapie verbessern nicht nur die Lebensqualität. Auch die Zahl der Langzeitüberlebenden nimmt kontinuierlich zu. Inzwischen kann rund die Hälfte der Patienten mit einem fortgeschrittenen Lungenkarzinom zunächst ohne Chemotherapie behandelt werden.

Nicht nur auf eine frühzeitige Diagnose und gute Therapie kommt es denjenigen an, die an Krebs erkrankt sind. Sollte eine Krebserkrankung nicht mehr heilbar sein, kommt es auf eine gute palliative Versorgung an. Auf sie sind Menschen angewiesen, wenn es nicht mehr um die Bekämpfung ihrer Krankheit selbst, sondern der Beschwerden geht, die mit ihr einhergehen. „Um die besondere Situation, in der sich die Patienten dann befinden, aufzufangen, steht ihnen im Krankenhaus Bethanien neben der psychoonkologischen und seelsorgerischen Begleitung ein umfangreiches palliativmedizinisches Netzwerk zur Seite, durch das sie auch frühzeitig in der Therapie ihrer Krebserkrankung unterstützt werden können,“ erklärt Dr. Kato Kambartel, Ärztlicher Koordinator des Lungenzentrums. Durch die enge Kooperation mit der Onkologischen Praxis Moers und der Strahlentherapie Duisburg-Moers können inzwischen fast alle Patienten ambulant betreut werden. „So können sie bei einem Großteil der Behandlung in ihrem privaten Umfeld verbleiben, was einen erheblichen Beitrag zum ganzheitlichen Wohlbefinden leistet,“ sagt Dr. Kato Kambartel.
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