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19.5.2021

Neuer Anschub für das geschwächte Herz

Herzchirurgin Dr. Anita Malkoc behandelt Patient:innen mit Herzschwäche durch die Implantation von sogenannten CRT-Systemen

Die Herzchirurgin und Oberärztin der Kardiologie am Krankenhaus Bethanien Dr. Anita Malkoc behandelt Patient:innen mit Herzschwäche durch die Implantation von sogenannten CRT-Systemen. (Stiftung Krankenhaus Bethanien Moers)
Die Herzchirurgin und Oberärztin der Kardiologie am Krankenhaus Bethanien Dr. Anita Malkoc hat in den vergangenen fünf Jahren 150 Patient:innen mit dem sogenannten CRT-System behandelt. Die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) ist eine effektive Behandlungsmöglichkeit für Menschen mit chronischer Herzschwäche und auffälligem EKG. „CRT-Systeme arbeiten wie spezielle Schrittmacher oder Defibrillatoren, sie stärken dabei zusätzlich die Kraft des Herzmuskels“, so Dr. Malkoc. Damit würden auch jüngere Patient:innen versorgt, bei denen die medikamentöse Therapie nicht mehr ausreicht. Gemeinsam mit dem Chefarzt der Kardiologie Prof. Dr. Stefan Möhlenkamp und der Patientin bzw. dem Patienten bespricht die Chirurgin bei jeder Therapie mit dem CRT-System ausführlich die entsprechenden EKG-Veränderungen und Ultraschall-Befunde.

Bei der Operation wird über einen kleinen Schnitt eine Vene unter dem Schlüsselbein punktiert, durch die insgesamt drei schmale Sonden unter Röntgendurchleuchtung ins Herz vorgeschoben und platziert werden. Sobald das System implantiert ist, kann es drei wesentliche Aufgaben erfüllen: Es verbessert die Pumpleistung des Herzens, kann das Herz wie ein Schrittmacher schneller machen und gleichzeitig vor bösartigen Rhythmusstörungen schützen wie ein Defibrillator. „Mit Frau Dr. Malkoc haben wir eine Ärztin bei uns mit einer besonderen Expertise und viel Erfahrung gerade in Bezug auf diese Form der Behandlung“, so der Chefarzt der Kardiologie Prof. Dr. Stefan Möhlenkamp.

Bereits nach kurzer Zeit bemerken die Patient:innen eine Verbesserung, indem sie deutlich weniger Atemnot haben, im Alltag fitter sind und seltener wegen ihrer Herzschwäche ins Krankenhaus müssen. Ergebnisse internationaler Studien zeigen, dass Patient:innen mit einer Verbesserung der Herzleistung und körperlichen Belastbarkeit rechnen können, manche kehren sogar an ihren Arbeitsplatz zurück. Die Implantation des CRT-Systems ist sowohl mit örtlicher Betäubung als auch unter Vollnarkose möglich. In den meisten Fällen können die Patient:innen bereits nach nur einem Tag im Krankenhaus wieder nach Hause.

INFO

Weitere Informationen zur Behandlung mit dem CRT-System bietet unter anderem die Deutsche Herzstiftung an: https://www.herzstiftung.de.
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