Team des Herzkatheterlabors

Diagnose im Herzkatheterlabor

Therapie im Herzkatheterlabor

Ablauf einer ambulanten Herzkatheteruntersuchung

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Ablauf einer ambulanten Herzkatheteruntersuchung

Kurzbeschreibung des Untersuchungsablaufs

Ein paar Tage vor der eigentlichen Herzkatheteruntersuchung erfolgen eine Voruntersuchung und ein Vorgespräch mit Aufklärung über den geplanten Eingriff.
Im Rahmen des Vorgespräches wird geklärt, ob eine ambulante Herzkatheteruntersuchung möglich ist oder, ob in Abhängigkeit von weiteren Erkrankungen eine Aufnahme am Vortag notwendig ist, um den Patienten bestmöglich auf die Untersuchung vorzubereiten.

Die Untersuchung selber dauert etwa 15 - 20 Minuten. Der Zugang zu den Herzkranzgefäßen erfolgt entweder über die Arm- oder die Leistenarterie.
Bei einer rein diagnostischen Untersuchung, d.h. ohne durchgeführter Gefäßaufdehnung oder Implantation von Stents, wird die Punktionsstelle für kurze Zeit zugedrückt und im Anschluss ein Druckverband angelegt. Alternativ kann ebenfalls ein sog. Gefäßverschlusssystem benutzt werden. Welches Verfahren am sinnvollsten ist, hängt von Art und Umfang der durchgeführten Untersuchung ab.

Falls die Untersuchung den Nachweis behandlungsbedürftiger Engstellen an den Herzkranzgefäßen erbringt, wird in der Regel direkt im Anschluss an die diagnostische Katheteruntersuchung eine Aufdehnung (Dilatation), meistens mit zeitgleicher Stentimplantation vorgenommen.
In Ausnahmefällen muss aus medizinischen Gründen ein späterer Termin für die Aufdehnung gewählt werden (z. B. wenn eine besondere Vorbereitung auf die Behandlung erforderlich ist - z. B. eine vorherige gerinnungshemmende Behandlung, die Anwendung spezieller Therapieverfahren, eine vorbereitende Infusionsbehandlung bei Nierenfunktionseinschränkung oder Anderes).

Nach der Untersuchung kommen Sie für eine kurze Zeit in einen Überwachungsraum oder wir bringen Sie direkt auf die Station. Bei einem Zugang über die Armarterie ist eine Bettruhe nicht zwingend notwendig. Bei einem Zugang über die Leistenarterie überprüfen wird nach drei bis sechs Stunden die Punktionsstelle und bei einem unauffälligen Befund können Sie wieder aufstehen. Sie sollten jedoch die Einstichstelle für 24 Stunden schonen.

Das heißt:

  • Bei einer rein diagnostischen Herzkatheteruntersuchung können Sie das Krankenhaus in aller Regel noch am gleichen Tage verlassen. Bei Begleiterkrankungen oder einer erforderlichen Koronarintervention (PCI, Stentimplantation, Rotablation, Atherektomie) verlängert sich dieser Zeitraum in der Regel um ein bis zwei Tage.
  • Vermeiden Sie anstrengende Beugungen im Bereich der Hüfte und Treppensteigen für ca. 5-10 Tage.
  • Versuchen Sie am ersten Tag nach dem Eingriff auf der Toilette nicht heftig zu pressen.
  • Sollten Schmerzen oder Blutungen nach der Untersuchung auftreten, melden Sie sich bitte unmittelbar beim Pflegepersonal oder den Ärzten.

Sollten nach der Entlassung Schmerzen oder Blutungen auftreten, melden Sie sich bitte unmittelbar bei Ihrem Haus- oder Facharzt. Falls dieser nicht erreichbar sein sollte, bei seiner Vertretung – gegebenenfalls dem örtlich zuständigen „Ärztlichen Notdienst". Selbstverständlich stehen wir Ihnen ebenfalls rund um die Uhr bei eventuellen Komplikationen zur Verfügung.
Vor Ihrer Entlassung werden im Abschlussgespräch die Befunde und insbesondere die zukünftig notwendigen (präventiven) medikamentösen und nicht medikamentösen Maßnahmen und Verhaltensregeln nochmals zusammengefasst. Wir geben Ihnen auch Tipps und Anregungen, wie Sie selbst Ihre Gesundheit erhalten bzw. fördern können.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen an Werktagen zwischen 08:00 Uhr und 16:30 Uhr unter 02841-200 2202 (Sekretariat Prof. Dr. med. Möhlenkamp) zur Verfügung.
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