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Infektionskrankheiten

Infektionskrankheiten

Die wichtigsten Erreger im Überblick


Es gibt eine Vielzahl von Erregern, die zu Infektionen beim Menschen führen können und nicht selten eine Krankenhausbehandlung erforderlich werden lassen.
Zum Beispiel Erreger, die zur Erkrankung des Magen-Darm-Traktes führen, wie Norovieren oder Clostridium difficile.


Noroviren


Beim Norovirus handelt es sich um eine Familie mehrerer viraler Erreger. Weltweit kann ein Anstieg von Infektionen durch Noroviren beobachtet werden. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch. Schon wenn wenige Viruspartikel z.B. über kontaminierte Hände durch den Mund ins Körperinnere gelangen, reicht dies für eine Infektion aus. Der Erreger zeichnet sich also duch eine hohe Ansteckungsfähigkeit (Kontagiosität) aus. Hierin ist auch der Grund zu sehen für die rasche Ausbreitung in der Bevölkerung wie auch unter Umständen in einem Krankenhaus.

Zu erkennen ist aber auch ein saisonaler Verlauf. Vor allem in den Wintermonaten, also von November bis März, ist in den Kliniken ein deutlicher und rascher Anstieg der Zahl von Erkrankten zu verzeichnen, teils durch stationäre Aufnahme erkrankter Personen, teils durch die Verbreitung des Erregers innerhalb des Krankenhauses. Hier ist ein rasches Handeln und ein stringentes Hygienemanagement gefordert.

Das Krankenhaus Bethanien hat dementsprechend einen speziellen und mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Hygienestandard etabliert. Dieser beinhaltet unter anderem die Unterbringung von infizierten Patienten in seperaten Zimmern, dem Einsatz von Schutzausrüstung sowie eine gezielte Flächen- und Händehygiene. Das Gesundheitsamt wird über die aktuelle Situation laufend informiert und steht dem Krankenhaus als Partner beratend und betreuend zur Seite.

Clostridioides difficile


Das Bakterium Clostridioides difficile ist, im Gegensatz zu Noroviren, häufig als normaler "bakterieller Bewohner" des menschlichen Dickdarms zu finden. Trotzdem kommt es weltweit zunehmend zu Problemen mit diesem Bakterium, entweder während einer antibiotischen Therapie oder kurz nach Therapieende. Vor allem während eines Krankenhausaufenthalts ist dies immer öfter zu beobachten. Die Problematik zeigt sich dann in Form von plötzlich einsetzenden Durchfällen (Diarrhoe).

Verantwortlich für diese Entwicklung ist maßgeblich die deutliche Zunahme von Antibiotika-Verordnungen, vor allem die "systemische“ Verabreichung als Infusion über die Venen, während eines stationären Aufenthalts. Die Anzahl der wiederholten Antibiotikagaben sowie ein nicht selten durchgeführter Antibiotikawechsel während einer Therapie tragen ebenfalls entscheidend zur Problematik bei. Das Krankheitsphänomen wird deshalb auch als „Antibiotika assoziierte Kolitis“ bezeichnet.

Betroffen sind bevorzugt ältere Menschen und häufiger Frauen als Männer. Patienten mit Durchfällen der beschriebenen Problematik stellen im Krankenhaus ebenfalls eine nicht zu unterschätzende „Infektionsquelle“ für Mitpatienten und Personal dar. Grund hierfür sind die mit dem flüssigen Stuhl ausgeschiedenen bakteriellen Erreger. Hier gilt es gleichfalls Vorkehrungen zum Schutz aller Beteiligten zu treffen.

Das Krankenhaus Bethanien hat selbstverständlich einen entsprechenden Hygienestandard etabliert und mit dem Gesundheitsamt abgestimmt.

Mycobacterium tuberculosis (Tuberkulose/Tbc)


Das Bakterium kommt nur beim Menschen vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch, vorwiegend durch „Tröpfcheninfektion“, also durch Inhalation erregerhaltiger Sputumtröpfchen oder Staubpartikel. Die Tröpfchen werden in aller Regel von hustenden oder niesenden Personen mit offener Lungentuberkulose freigesetzt. Eine Übertragungsgefahr besteht also vor allem dort, wo Menschen auf engem Raum zusammen leben oder sich aufhalten.

Die Lungentuberkulose (TBC) gehört weltweit mit zu den häufigsten Infektionserkrankungen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt es weltweit und jährlich zu rund 9 Millionen Neuerkrankungen. Nach vorsichtigen Schätzungen der WHO versterben ca. 2 Millionen Menschen jährlich an der TBC. Damit ist die Tuberkulose die häufigste durch Bakterien zum Tode führende Erkrankung.

Die TBC ist wieder auf dem Vormarsch. Die Gründe hierfür sind vielschichtig, so z.B. Bevölkerungswachstum, schlechte medizinische Versorgung, mangelnde Hygiene und Migration. Die aufgeführten Gründe lassen es schon ahnen; betroffen sind größtenteils die sogenannten „Entwicklungsländer“ z.B. Indien, Afrika aber auch die Länder der ehemaligen Sowjetunion. In diesen Ländern stellt die TBC ein medizinisches Problem ersten Ranges dar.

Verschärft wird bei dieser Erkrankung die Situation durch das vermehrte Auftreten multiresistenter Bakterienstämme.

Erfreulich ist, dass in Westeuropa und explizit in der Bundesrepublik die Erkrankungszahlen rückläufig sind. In Deutschland hat sich die Zahl der Erkrankten in den letzten zehn Jahren halbiert. Dies ist zurückzuführen auf ein gut funktionierendes Gesundheitssystem, d.h. auf eine stringente gesetzliche Meldepflicht, eine wirksame medikamentöse Therapie und gute hygienische Bedingungen.

Eine entwicklungsgeschichtlich bedingte Besonderheit des Krankenhauses Bethanien ist die traditionelle Lungenklinik. Bereits seit den 1950ger Jahren hat sich das Krankenhaus kontinuierlich auf dieses Krankheitsbild spezialisiert.

Neben einer medizinisch-tuberkulostatischen Versorgung von Patienten nach aktuellen Standards sind die speziellen Belange der Hygiene und des Infektionsschutzes deshalb selbstverständlich. Dies schließt auch die ausführliche Information über die Verhaltensregeln für Patienten und Besucher ein.

Weitere Informationen über Infektionskrankheiten finden Sie auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts verweisen:
www.rki.de
Bethanienstraße 21
47441 Moers
Tel. 02841/200-0

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