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Die Hygienekommission

Krankenhausinfektionen

Hygiene der Hände

Infektionskrankheiten

Krankenhausinfektionen

Ein Thema, welches wir sehr ernst nehmen

Bakterielle Infektionen stellen heute im Krankenhaus eine zunehmend ernste Behandlungskomplikation dar. Grund hierfür ist unter anderem die deutliche Zunahme von antibiotikaresistenten Keimen wie z.B. „MRSA“ (Multiresistenter Staphylokokkus aureus). Hierbei handelt es sich um ein Bakterium, das sich bei etwa einem Drittel der gesunden Bevölkerung auf der Haut, vor allem aber im Rachen und im vorderen Schleimhautbereich der Nase nachweisen lässt. Man spricht dann von einem sogenannten "Trägerstatus". Dieser Nachweis besitzt keinerlei Krankheitsbedeutung bei gesunden Menschen. Problematisch kann das Bakterium jedoch bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem werden.

Der Nachweis einer Besiedelung, (auch "Kolonisation" genannt), kann durch einen Haut-oder Nasen-Rachenabstrich mit einem Wattestäbchen erbracht werden dem sogenannten ("Screening“).

Zur Verbreitung und Übertragung dieses Erregers kommt es z.B. durch Kontakt mit „Aerosolen“. Das sind feinste Tröpfchen aus dem Nasen-Rachenbereich besiedelter Menschen, die etwa beim Husten oder Niesen abgegeben werden.

Vor allem aber die Hände spielen hierbei eine entscheidende Rolle, da doch gerade sie vielfältigen Kontakt mit Menschen und deren unmittelbarem Umfeld haben. Für den medizinisch-pflegerischen Ablauf eines Krankenhauses ist diese Tatsache natürlich von großer Bedeutung und stellt entsprechende Anforderungen an die Hygiene bzw. Händehygiene.

Gefährdet im Sinne eines möglichen klinischen Infektionsgeschehens sind in erster Linie stark abwehrgeschwächte Patienten, so z.B. nach größeren Operationen, auf der Intensivstation mit „künstlicher Beatmung“ oder wenn Katheter verschiedenster Art und Nutzung beim Patienten gelegt werden und somit einen Zugang zum Körperinneren schaffen. Dann hat der Erreger unter Umständen eine Möglichkeit in den ohnehin erkrankten und somit geschwächten Organismus zu gelangen und Diesen durch eine Infektion zu schädigen.

Das Krankenhaus Bethanien begegnet dieser speziellen MRSA-Herausforderung durch die Schaffung und Umsetzung aufeinander abgestimmter „Barrierestrategien“. Unter anderem sind dies Maßnahmen zur Vermeidung einer möglichen Keimübertragung zum Patienten und seinem unmittelbaren Umfeld. Erreicht wird dies durch den Einsatz von „Schutzausrüstung“ z.B. Mund-Nasenschutz, Einmalhandschuhen und Schutzkitteln so wie auch von personen- und flächenbezogenen Desinfektionsmaßnahmen. Die Einzelunterbringung von betroffenen Patienten in einem seperaten Patientenzimmer ist darüber hinaus eine weitere Möglichkeit einer Verbreitung von MRSA entgegenzuwirken.

Von herausragender Bedeutung für das medizinische Personal aber auch für Patienten und deren Besucher ist sicherlich die gezielte Durchführung einer hygienischen Händedesinfektion. Nur die Desinfektion der Hände tötet sicher und schnell Bakterien und andere Mikroorganismen ab und schafft somit die Sicherheit in der Betreuung der Patienten, die wir für unverzichtbar halten.

Selbstverständlich basiert auch das MRSA-Hygienemanagement im Krankenhaus Bethanien auf einem verbindlichen Standard, gemäß den Empfehlungen des zuständigen Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin.

Sollten Sie als Besucher in unser Krankenhaus kommen wollen, so bitten wir Sie schon jetzt um entsprechende Beachtung der Hinweisschilder an den Türen der betreffenden Patientenzimmer. Das Pflegepersonal der Station informiert Sie gern über die notwendigen Verhaltensmaßnahmen. Als Patient erhalten Sie bei einem MRSA-Nachweis ein Info-Blatt mit allen wichtigen Informationen zum Thema, auch hinsichtlich der Verhaltensregeln für Ihre Besucher. Sollten nach dem Lesen der Lektüre dennoch Fragen offen bleiben, steht Ihnen unser Pflegepersonal und das Hygieneteam des Krankenhauses, gern zur Verfügung.
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