(Peri-) Analvenenthrombose

Was ist eine (Peri-) Analvenenthrombose und woran erkenne ich sie?

Ursache einer Analvenenthrombose ist ein plötzlich auftretendes Blutgerinnsel (Thrombose) in den Unterhautfettgewebs-Venen des Analrandes. Ausgelöst werden kann die Entwicklung eines solchen Gerinnsels durch starkes Pressen bei hartem Stuhl, Durchfälle, in der Schwangerschaft, bei schwerem Heben, bei körperlicher Anspannung (oft mit „Zukneifen“ des Afters) oder ohne erkennbare Ursache.
Innerhalb kurzer Zeit entwickelt sich ein (oder mehrere) sehr schmerzhafter harter, oft bläulich aussehender Knoten am Analrand. Bei oberflächlichen Verletzungen dieses Knotens kann es zu Blutabgängen kommen. Analvenenthrombosen bilden sich in aller Regel innerhalb von 3-4 Wochen zurück. Insbesondere bei großen Analvenenthrombosen kann ein überschüssiges Hautläppchen, eine sogenannte Mariske, verbleiben, da die im Rahmen der Schwellung ausgedehnte Haut nicht immer komplett „zurückschrumpft“.

Wie behandelt man Analvenenthrombosen?

Meist ist eine konservative Behandlung ausreichend. Der Körper baut ein solches Blutgerinnsel in aller Regel im Laufe einiger Wochen selbst ab, so, wie Sie es bei Blutergüssen kennen. Zur Unterstützung ist zu Beginn eine Behandlung mit Schmerztabletten, die lokale Anwendung von Schmerzsalbe sowie einer die Resorption unterstützenden Salbe im Bereich der Schwellung und die Unterstützung der Stuhlregulation durch Weichmacher wie Paraffinöl, faserreiche Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr sinnvoll. Ebenso können Sitzbäder Beschwerden lindern. Je nach Größe der Analvenenthrombose und Stärke der Beschwerden kann im Einzelfall eine operative Therapie angewandt werden.

Wichtig zu unterscheiden von einer Analvenenthrombose ist eine (teil)thrombosierte Hämorrhoide. Diese kann ähnlich starke Schmerzen und auch Blutungen verursachen. Das Gerinnsel findet sich jedoch nicht in den oberflächlichen Analrandvenen sondern im Bereich des Hämorrhoidalpolsters. Hier ist eine operative Behandlung indiziert.
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