Analfissur

Was ist eine Analfissur und woran erkenne ich sie?

Eine Analfissur ist ein Längsriss in der Schleimhaut des Analkanals. Da die Schleimhautregion sehr empfindlich ist, ist eine Verletzung hier stark schmerzhaft insbesondere während und eine Weile nach dem Stuhlgang. Die Schmerzen können so stark sein, dass manche Betroffene weniger essen, um Stuhlgang zu vermeiden. Außerdem kann es zu Blutspuren auf dem Toilettenpapier kommen oder Juckreiz um den After.

Was sind die Ursachen für eine Analfissur?

Harter, trockener Stuhlgang kann Ursache für einen akuten Riss in der Analschleimhaut sein. Andere Gründe sind zum Beispiel Durchfälle oder Entzündungen im Analbereich.

Einer chronischen (länger als 4 Wochen bestehenden) Fissur können andere medizinische Probleme wie beispielsweise eine dauerhaft erhöhte Muskelspannung des inneren Schließmuskels zugrunde liegen, die den Stuhlgang erschwert.

Kommt es erst einmal zu einem Einriss der empfindlichen Analschleimhaut, entsteht ein Teufelskreis. Es schmerzt, Sie „kneifen zu“, der Druck in Ihrem Schließmuskel erhöht sich. Hierdurch nimmt die für eine Wundheilung notwendige Durchblutung im Analbereich ab, da die kleinen Gefäße ebenfalls zugedrückt werden. Zusätzlich kommt es bei jedem erneuten Stuhlgang zu einem Aufdehnen oder gar erneuten Aufreißen der bereits vorhandenen Wunde, was wiederum sehr schmerzhaft ist.

Im Hinblick auf den o.g. Teufelskreis der Fissurunterhaltung sind Konsistenz des Stuhlganges und Anspannungsgrad des Schließmuskels wichtige Faktoren.

Wie wird eine Analfissur behandelt?

Eine frische Fissur (bis ca. 4 Wochen) heilt häufig unter einer konservativen Behandlung aus. Hier steht die Regulation des Stuhlganges mit dem Ziel eines gut geformten Stuhles und die Entspannung des Schließmuskels im Vordergrund. Wichtig ist hier die Ernährung sowie ggf. temporär die Einnahme eines Stuhlweichmachers. Um die Schließmuskulatur zu entspannen sollten Sie mehrmals täglich eine schmerzlindernde Salbe aufgetragen. Bei Bedarf ist zu Beginn zudem ein Schmerzmittel in Tablettenform hilfreich. Ebenso können warme Sitzbäder zur Entspannung beitragen.

Bei einer chronischen, nicht abheilenden Fissur ist die Behandlung in aller Regel ein kleiner chirurgischer Eingriff. Das schlecht heilende Gewebe wird bis zur Muskulatur entfernt, sodass eine Art Wundanfrischung entsteht. Innerhalb weniger Wochen nach der Operation sollte eine Heilung eintreten, der Schmerz lässt in der Regel schon einige Tage nach der Operation nach. Auch hier sind Stuhlregulierung und Entspannung der Schließmuskulatur essentielle Anteile der Behandlung.

Sind Analfissuren gefährlich?

Ein Krebsrisiko besteht bei einer Fissur nicht. Dauerhafte Beschwerden sollten jedoch untersucht werden, da bei anderen Erkrankungen ähnliche Symptome bestehen können.
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