Analfistel

Was ist eine Analfistel? Welche Symptome macht sie?

Von einer Analfistel spricht man bei einem Verbindungsgang zwischen einer analen Duftdrüse innerhalb des Analkanales nach außen zur Haut. In ca. 50% ist eine Analfistel Folge eines Abszesses, wenn dieser Anschluss an die Haut gewonnen hat. Ein Teil der Fisteln ist bei der Operation des Abszesses auffindbar. Ein anderer Teil entwickelt sich erst Wochen bis Monate später. Bis heute ist eine Fistelentstehung im Rahmen eines Analabszesses nicht vorhersagbar. Besteht ein derartiger Gang, kann es zu kontinuierlicher Sekretion aus diesem kommen. Dies merken Sie an einem Nässegefühl, Juckreiz, Brennen oder Ausbildung eines Ekzemes. Heilt die äußere Öffnung ab und verschließt sich, kann sich im Weiteren ein neuer Abszess entwickeln.

Komplizierte Fistelsysteme mit schlechter Heilungstendenz finden sich bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (M. Crohn). Hier ist die Behandlung der Grunderkrankung essentiell.

Wie ist die Behandlung einer Analfistel?

Eine Analfistel heilt nicht von alleine ab, auch wenn sich die innere oder die äußere Öffnung zuweilen verschließen. Die Therapie besteht in der Entfernung des Fistelganges. Bei unteren Fisteln kann dies durch eine Spaltung geschehen. Bei ca. 30% der Patienten besteht eine hohe Analfistel. Hier muss zur Schonung der Schließmuskeln ein anderes Verfahren angewendet werden.

Ist eine Analfistel gefährlich?

Bei sehr lange bestehenden Fistelgängen mit lange andauernder chronischer Entzündung ist das Entartungsrisiko in seltenen Fällen erhöht. Daher ist auch diesbezüglich eine komplette Entfernung einer Analfistel anzustreben. Zudem besteht das Risiko einer erneuten Abszessentstehung bei verbleibender Fistel.
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