Sektion für Proktologie

Zertifizierte Inkontinenz Beratungsstelle und Partner des Darmzentrums

Erkrankungen am Enddarm oder After sind häufig und können jeden treffen. Aber aus Scham verschweigen viele Menschen ihre Beschwerden – auch wenn das ihre Lebensqualität einschränkt. So vergeht oft viel Zeit bis zur Diagnose und Therapie. Unsere Proktolog:innen kümmern sich einfühlsam um Ihre Beschwerden: mit modernen Verfahren, persönlichen Gesprächen und fachlicher Kompetenz. Unsere Inkontinenz Beratungsstelle ist sogar von der Deutschen Kontinenzgesellschaft zertifiziert. So können wir Sie immer bestmöglich versorgen.

Anschrift
Stiftung Bethanien Moers

Sektion für Proktologie

Betahnienstraße 21

47441 Moers

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Telefon:  +49 (0) 2841 200-2277

Fax: +49 (0) 2841 200-2834

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Krankheitsbilder Proktologie

Informationen für Patient:innen

  • Juckreiz
  • Schmerzen, Brennen
  • Nässen, Ausfluss
  • Blutung
  • Warzenähnliche Hautveränderungen
  • Schwellungen, Tumore
  • Vorfall von Gewebe
  • Stuhlhalte- oder Stuhlentleerungsprobleme

… dann lassen Sie sich am besten von einem proktologisch versierten Kollegen untersuchen. Dies alles sind meist eher unspezifische Anzeichen für verschiedene mögliche Ursachen. Nicht alle Beschwerden im Afterbereich lassen sich auf Hämorrhoiden zurückführen, viele Erkrankungen zeigen sich durch ähnliche Symptome.

Häufig gestellte Fragen

Zu allererst und mit das Wichtigste ist die sogenannte Anamnese. Hier sprechen wir miteinander, wir stellen gezielte Fragen, hören Ihnen zu, um herauszufinden, was genau Ihre Beschwerden sind. Als nächstes kommt die Inspektion, wir schauen uns den Befund, also Ihren After, an. Ebenfalls wichtig ist eine rektal-digitale Untersuchung, die „Hafenrundfahrt“. Mit dem Finger kann man beispielsweise Unregelmäßigkeiten im Analkanal oder unteren Mastdarm tasten und die grobe Kraft des Schließmuskels testen.

Nach dieser ersten Untersuchung sehen wir, ob weitere Zusatzuntersuchungen notwendig oder sinnvoll sind. Hierzu zählen:

  • eine Proktoscopie, d.h. das Einführen eines kurzen starren Gerätes, um in den Analkanal sehen zu können
  • eine starre Rectoscopie, d.h. das Einführen eines etwas längeren Gerätes in den After, um den Mastdarm mitbeurteilen zu können. Hierzu ist ggf. die Anwendung eines kleinen Einlaufes notwendig, damit der Mastdarm soweit als möglich entleert ist.
  • eine rectale Endosonographie, d.h. eine Ultraschalluntersuchung durch den After. Hier kann man beispielsweise die Schließmuskeln sehen. Auch Analfistelverläufe oder Wucherungen im Analkanal können dargestellt werden.
  • eine Sphincterdruckmessung, d.h. die Messung der Schließmuskelkraft
  • Veranlassung einer Coloscopie (Dickdarmspiegelung)
  • Veranlassung einer Defäkographie, d.h. einer Darstellung des „Stuhlaktes

Die Entscheidung zur ambulanten oder stationären Versorgung wird anhand des vorliegenden Krankheitsbildes, Ihres Gesundheitszustandes sowie der erforderlichen postoperativen Nachsorge gestellt.

Kleinere Eingriffe können, sofern Sie bei guter Gesundheit sind, in unserem ambulanten Operationsprogramm durchgeführt werden. Um Ihnen so viel Komfort wie möglich zu bieten, führen wir die Operation in den OP-Räumlichkeiten des Medizinischen Versorgungszentrums in der Homberger Straße durch. Alle Vor- und Nachuntersuchungen erfolgen im Rahmen unserer Sprechstunde, genauso, als wären Sie im Haupthaus. Die Operationen werden genauso durch uns ausgeführt. Sie schlafen nach der Operation in der operativen Tagesklinik aus und können dann von einem Angehörigen abgeholt werden. Medikation sowie entsprechende Verhaltensregeln werden Ihnen mitgegeben.

Ist eine stationäre Versorgung angebracht, wird im Rahmen eines vorstationären Termines die Aufklärung, die Narkosevorbereitung sowie das Formelle geklärt. In aller Regel nehmen wir Sie dann am Operationstag auf. Natürlich gibt es auch Patient:innen, bei denen die Aufnahme am Vortag notwendig ist. Die Entlassung erfolgt in aller Regel, je nach Größe des Eingriffes und postoperativem Verlauf, nach längstens einer Woche. Auch hier geben wir Ihnen einen Entlassungsbrief mit Therapieempfehlung mit. Zudem erhalten Sie ein Rezept sowie bei Bedarf eine Krankmeldung für eine Woche. In aller Regel werden Sie im Weiteren durch Ihre:n Hausärzt:in oder eine:n niedergelassene:n Chirurg:in versorgt. Falls notwendig, sehen wir Sie innerhalb von 14 Tagen nach der Operation noch einmal wieder zur Wundkontrolle. Normalerweise findet ca. 12 Wochen nach der Operation eine Kontrolluntersuchung über unsere proktologische Sprechstunde statt.

Je nach Operation werden Sie postoperativ ein Druckgefühl oder einen Wundschmerz im sehr empfindlichen Anusbereich verspüren. Natürlich erhalten Sie von uns schmerzstillende Medikamente. Diese haben zusätzlich eine abschwillende Wirkung. Wir empfehlen Ihnen, diese für etwa eine Woche bis 10 Tagen nach einem angegebenen Schema einzunehmen. Dieses finden Sie im Entlassungsbrief. Je nach durchgeführter Operation empfehlen wir zudem die Anwendung eines schmerzstillenden Gels im Wundbereich, welches Sie selbst mit dem Finger auftragen können. In den ersten zwei bis drei Tagen nach der Operation ist es angenehm, eine Kühlkompresse auf den Anus zu legen. Im Weiteren kann ein lauwarmes Sitzbad angenehm sein, entspannt die Muskulatur und wirkt so einer krampfartigen Anspannung entgegen.

Nach der Entlassung aus der stationären Behandlung, während der wir die Schmerzmedikation unproblematisch intensivieren können, wird der Sie betreuende Hausarzt die weitere medikamentöse Behandlung übernehmen.

In aller Regel ist nach einer proktologischen Operation die Darmentleerung nicht behindert. Bei entsprechender Schmerzmedikation und lokaler Wundpflege ist sie anfangs unangenehm, jedoch unproblematisch möglich. Es ist sinnvoll, so entspannt wie möglich an die Entleerung ranzugehen, daher auch die o.g. Schmerzmedikation und die warmen Sitzbäder. Außerdem empfehlen wir, auf eine gut geformte Stuhlsäule zu achten. Bei hartem Stuhl kann die Wundregion sehr gedehnt werden und die Entleerung ist schmerzhaft, bei weichem, breiigen oder dünnen Stuhl ist die Wundregion häufig gereizt, Sie müssen oft abwischen und auch hier ist die Entleerung unangenehmer. In unserem Entlassungsbrief werden Sie auch hierzu Empfehlungen finden, falls die Stuhlregulierung zeitweise einer medikamentösen Unterstützung bedarf. Viel können Sie über eine Ernährungsumstellung erreichen.

Bei ausgewählten und ausgedehnten Eingriffen ist eine vorübergehende Ernährung mittels Venenkatheter sinnvoll, sodass wir nach entsprechender Darmvorbereitung für einige Tage keinen Stuhlgang zu erwarten haben.

Die nach einer Operation im Bereich des Perianus, des Afterkanales oder des Mastdarmes entstehenden Wunden oder vernähten Areale können durch die Entleerungstätigkeit irritiert werden und punktuell bluten. Da die Wundheilung in diesem empfindlichen und sehr beanspruchten Bereich mehrere Wochen annehmen kann, ist es nicht ungewöhnlich, wenn Sie auch nach drei bis vier Wochen kleine Blutspuren bemerken. Dies ist unproblematisch und nicht besorgniserregend.

Nehmen Sie blutgerinnungshemmende Medikamente ein, ist das Risiko einer postoperativen Blutung höher. Daher sprechen wir mit Ihnen im Vorhinein die Medikation ab. Besondere Risikopatienten begleiten wir durch unsere Sprechstunde ambulant engmaschiger.

Es gibt mit wenigen Ausnahmen keine Einschränkung einer normalen ausgewogenen Ernährung. Ziel ist eine gut geformte Stuhlsäule. Auf blähende, extrem fetthaltige oder scharfe Speisen sollten Sie verzichten. Achten Sie außerdem auf Ihre Trinkmenge.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

 Inkontinenz Beratungsstelle

Die Proktologie ist Zertifizierte Inkontinenz Beratungsstelle in Kooperation mit der Gynäkologie am Krankenhaus Bethanien Moers

Darmzentrum

Kooperation mit dem Darmzentrum Bethanien Krankenhaus Moers

Gastroenterologie

Kooperation mit der Abteilung für Gastroenterologie des Bethanien Krankenhaus Moers

 Plastische Chirurgie

Kooperation mit der Sektion für Plastische, Rekonstruktive und Handchirurgie des Bethanien Krankenhaus Moers

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