Magencarcinom

Ursachen:
Begünstigende Faktoren sind die chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis), genetische Faktoren, Polypen, Morbus menetrier, Patienten, bei denen bereits eine Magenoperation vor Jahren durchgeführt wurde. Weitere Risikofaktoren sind Nikotin, der Konsum nitridhaltiger Speisen oder Alkoholkonsum.

Häufigkeit:
10 Erkrankungen pro 100000 Einwohner

Symptome:
Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Erbrechen, Gewichtsabnahme, Anämie (Blutarmut), Teerstuhl, Oberbauchschmerzen.

Diagnostik:
Anamnese und klinische Untersuchung, Magenspiegelung (Gastroskopie) mit Gewebeentnahme, Ultraschall (Sonografie), Endosonografie (Ultraschall während der Magenspiegelung), Röntgenuntersuchungen, Computertomografie, Blutuntersuchungen, Laparoskopie (Bauchspiegelung)

Therapie:
Die Operation ist die Therapie der Wahl. Je nach Lokalisation, histologischer (feingeweblicher) Einteilung und Einschätzung des Tumorstadiums erfolgt eine Teilentfernung oder die komplette Entfernung des Magens inklusive der Entfernung der zugehörigen Lymphknotenstationen. Das Ziel der Operation ist eine radikale Entfernung des Magencarcinoms in allen Dimensionen und damit die Chance auf Heilung. Zur Wiederherstellung der Nahrungspassage wird je nach Operationsverfahren die Speiseröhre oder der Restmagen mit dem Dünndarm verbunden. Abhängig vom Tumorstadium kann zusätzlich zur Operation eine Chemotherapie durchgeführt werden, diese erfolgt ggf. auch vor der Operation. Bei sehr fortgeschrittenen Tumoren oder wenn eine Operation nicht durchführbar ist (z. B. aufgrund des Allgemeinzustandes), kann die Chemotherapie zur Eindämmung der Erkrankung palliativ eingesetzt werden.

Mögliche Komplikationen

Intraoperativ (Während der Operation):
Organ- und Gefäßverletzungen, Blutungen, Notwendigkeit einer Bluttransfusion

Postoperativ (Nach der Operation):
Blutungen, Wundheilungsstörungen bzw. Wundinfektionen, Bauchfellentzündung, Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, Lungenentzündung (Pneumonie), Notwendigkeit einer erneuten Operation.

Nachsorge:
Postoperativ erfolgt zunächst die Behandlung auf der Intensivstation. Eine engmaschige Kontrolle der Laborwerte wird durchgeführt. Die Wunden und Drainagen werden täglich kontrolliert. Es erfolgt eine ausreichende Schmerzmedikation. Der Patient und / oder auch seine Familie erhalten während des stationären Aufenthaltes eine Diätberatung.
Bethanienstraße 21
47441 Moers
Tel. 02841/200-0

© 2018 Bethanien
Datenschutz
Impressum



Beauftragter für Medizinproduktesicherheit
Kontakt-E-Mail:
marcus.eidmann@bethanienmoers.de