Behandlungsschwerpunkte

Herzinfarkt

Wenn der "Motor" aussetzt

Hervorgerufen wird der Herzinfarkt durch einen Blutpfropf (Thrombus), der ein Herzkranzgefäß verschließt. Die dahinter liegenden Regionen des Herzmuskels werden dabei nicht mehr mit Blut und Sauerstoff versorgt. In den ersten Stunden nach einem Infarkt kann der Thrombus noch mit Hilfe von Medikamenten und/oder mit tels Herzkatheter aufgelöst werden. Eine sofortige Behandlung ist deshalb besonders wichtig, hier zählt jede Minute.

  • Ursachen

    Die Ursache eines Herzinfarkts ist in den allermeisten Fällen eine vorbestehende Blutgefäßverkalkung in den Herzkranzgefäßen. Durch bestimmte Faktoren können sich Kalkteilchen (Kalk-Plaques) lösen und die Herzkranzgefäße verstopfen.


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  • Beschwerdebild

    Leitsymptom des Herzinfarktes ist ein plötzlich auftretender, mehr als 5 Minuten anhaltender und meist starker Schmerz im Brustbereich, der in die Schultern, Arme, Unterkiefer und Oberbauch ausstrahlen kann. Er wird oft von Schweißausbrüchen, Übelkeit und evtl. Erbrechen begleitet. Allerdings treten bei etwa 25 % aller Herzinfarkte nur geringe oder keine Beschwerden auf. In der Akutphase eines Herzinfarktes treten häufig gefährliche Herzrhythmusstörungen auf. Auch kleinere Infarkte führen nicht selten über Kammerflimmern zum Sekundenherztod.


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  • Diagnosestellung

    Oft kann bereits der Notarzt vor Ort anhand eines EKG`s den Verdacht äußern. In unserer Notaufnahme wird der Arzt anhand Ihrer geschilderten Beschwerden, eines EKG`s und der Blutwerte die definitive Diagnose stellen. In einigen Fällen müssen weitere Kontrollen durchgeführt werden zur Sicherung der Diagnose. In diesem Fall werden Sie während des Aufenthaltes mittels Herzmonitor überwacht, um mögliche Herzrhythmusstörungen sichtbar zu machen.


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  • Behandlung

    Neben einer sofortigen medikamentösen Therapie, die der Notarzt breits beginnt, erfolgt im Rahmen unserer 24-Stunden-Herzkatheterbereitschaft die umgehende Herzkatheteruntersuchung. So kann das verschlossene Herzkranzgefäß dargestellt und eröffnet werden (mittels Ballondilatation) und ein passender Stent (Gefäßstütze) eingesetzt werden. Der Stent ermöglicht den ungehinderten Blutfluß zum Herzmuskel, welcher dann auch wieder mit dem lebenswichtigen Sauerstoff versorgt wird.


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  • Nachbehandlung

    Je nach Schwere des Herzinfarkts erfolgt eine Überwachung auf der Intensivstation. Die Suche nach Risikofaktoren und deren Behandlung gehört genauso zum Standard wie die optimale Versorgung mit individuell angepassten Medikamenten, um einem weiteren Herzinfarkt vorzubeugen.


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