Behandlung von chronischen Strahlenschäden nach Brustkrebstherapie im Brustwandbereich

Die Bestrahlung im Rahmen der Therapie des Mammakarzinoms führt – oft nach Jahren - in einem Teil der Patienten zu derart ausgeprägten chronischen Gewebeveränderungen, dass chronische Wunden im ehemaligen Bestrahlungsbereich auftreten. Diese Wunden können durch intensievste konservative Therapie vor allem dann nicht zur Abheilung gebracht werden, wenn der darunterliegende Knochen ebenfalls schwerwiegende aktinische Veränderungen aufweist.

Das Prinzip der multidisziplinären Defektsanierung liegt in einem adäquaten Debridement durch die Thoraxchirurgie mit anschliessender plastisch-chirurgischer Defektdeckung. Hierfür stehen zahlreiche Lappenplastiken zur Verfügung. Die operative Sanierung von grossen Thoraxwanddefekten nach Bestrahlung betrifft oft Patientinnen höheren Lebensalters mit oft deutlich reduziertem Allgemeinzustand. Durch die intensive Zusammenarbeit mit der Anästhesie kann die Morbidität und Mortalität derart schwerer Eingriffe gesenkt werden.

Die erfolgreiche Defektdeckung führt zu einer signifikanten Verbesserung der Lebensqualität, da die täglichen Verbandswechsel entfallen (Zeitaufwand, Schmerzen), eine normale Köperhygiene (Baden) wieder möglich wird und die soziale Akzeptanz (keine chronische Wunde mit Wundgeruch mehr) der Patienten deutlich verbessert wird.
Bethanienstraße 21
47441 Moers
Tel. 02841/200-0

© 2012 Bethanien
Datenschutz
Impressum