Infos zur generalistischen Ausbildung

Berufsbild „Pflegefachfrau“ / „Pflegefachmann“

Wer zukünftig die Berufsbezeichnung „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“ führen will, durchläuft eine dreijährige, generalistische Berufsausbildung. Aus der Wahl des Ausbildungsbetriebes (Träger der Ausbildung) ergibt sich der Vertiefungseinsatz:

-      allgemeine Akutpflege in stationären Einrichtungen,

-      allgemeine Langzeitpflege in stationären Einrichtungen,

-      allgemeine ambulante Akut-und Langzeitpflege oder

-      pädiatrische Versorgung.

 

Die Ausbildung beginnt zunächst für alle mit dem generalistischen Ansatz. Im dritten Ausbildungsjahr besteht die Möglichkeit, dass Auszubildende mit der Vertiefung im Bereich Kinderkrankenpflege ein Wahlrecht ausüben:

Sie können die generalistische Ausbildung mit dem Abschluss "Pflegefachfrau/-mann" fortsetzen oder

eine Spezialisierung mit dem Abschluss "Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in" wählen. 

Die theoretische Ausbildung:
Der theoretische und praktische Unterricht in der Schule umfasst 2.100 Stunden.


Die praktische Ausbildung:
Die praktische Ausbildung umfasst 2.500 Stunden. Für die praktische Ausbildung sind weitergebildete Praxisanleiter:innen in den Einrichtungen zuständig, die unsere Auszubildenden während der praktischen Ausbildung begleiten und mit ihnen das Lernen in der praktischen Pflege gestalten.

 

Sowohl die theoretische als auch die praktische Ausbildung finden im Blocksystem statt. Das bedeutet, dass auf einen z. B. achtwöchigen Schulblock eine praktische Ausbildungsphase von z. B. sechs Wochen folgt. Auf diese Weise wechseln sich mehrwöchige Theorie- und Praxisphasen ab. Die meisten Praxiseinsätze finden beim Träger der praktischen Ausbildung statt. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass Sie in allen Versorgungsbereichen

·       Akutkrankenhaus,

·       stationäre Langzeitpflege,

·       ambulante Pflege

praktisch ausgebildet werden – so sieht es das Pflegeberufegesetz vor.

Schülermeinungen

Was macht den Beruf so attraktiv?

 

Krankenpflegeschülerinnen und Krankenpflegeschüler berichte über die Erfahrungen in ihrem Ausbildungsberuf.

Ich bin Stefanie D. und Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeschülerin im 2. Ausbildungsjahr. Obwohl es auf den Stationen manchmal stressig ist, ist der Beruf der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin sehr schön. Ich pflege und versorge kranke Kinder. Dies können sowohl Neugeborene als auch Kleinkinder, ältere Kinder oder Jugendliche sein. Zu den täglichen Aufgaben gehören das Messen von Puls, Blutdruck und Körpertemperatur, Beobachtung, Beratung und Dokumentation, die Durchführung ärztlicher Anordnungen und die Assistenz bei ärztlichen Maßnahmen.

Mein Name ist Rebecca R., ich bin 22 Jahre alt und mache die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpfleger im Bethanien Krankenhaus Moers. Warum ich diesen Beruf gewählt habe? Das Faszinierende für mich daran ist, dass man den Patienten auf dem Weg zur Besserung begleitet. Tag für Tag kann ich mit dazu beitragen, dass das Bestmögliche für die Patienten getan wird. Alle ziehen an einem Strang. Oftmals gibt es auch Rückschläge, jedoch muss man lernen, dies zu akzeptieren und weiter zu machen. Zudem ist es gut, zu wissen, wenn das Team hinter dir steht und für einen da ist. Durch die vielen Fachbereiche, wie Un-fall und Allgemeinchirurgie, Pulmologie, Gastroenterologie, Kardiologie, Gefäßchirurgie, Kinderklinik etc. hat man die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Krankheiten und die dazugehörige Pflege kennen zu lernen und eventuell nach der Ausbildung sich für einen Bereich zu entscheiden.

Ich heiße Amani S. und mache die Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin. Mittlerweile bin ich im Mittelkurs (2. Ausbildungsjahr) und bin weiterhin durchaus zufrieden mit meiner Entscheidung. Das erste Jahr verging sehr schnell, war jedoch nicht ohne Stress zu genießen. So sieht die Berufswelt aber aus und bis jetzt war jeder Theorie- und Praxisblock zu bewältigen. Motivation und Lernbereitschaft vereinfachen viele stressige Arbeitstage. Bei Unklarheiten, Fragen oder Problemen gibt es immer einen Ansprechpartner und Rückhalt, dies gibt uns Auszubildenden viel Stärke.

Mein Name ist Kevin V. und ich bin Gesundheits- und Krankenpflegeschüler im 2. Ausbildungsjahr am Krankenhaus Bethanien. Im Pflegeberuf sieht man „Dinge“, die man sonst nirgendwo gesehen hätte. Man erhält Einblicke in das Leben anderer Menschen, Einblicke in verschiedenste Kulturen und unterschiedlichste Charaktere. Wir lernen, ein breites Verständnis dafür zu entwickeln, jedes Individuum als solches zu behandeln, Ruhe in brenzligen Situationen zu bewahren, freundlich und respektvoll zu bleiben. Neben diesem sozialen Lernbereich und neben der Veränderung/Anpassung der eigenen Person, erlernen wir in der Kranken- und Kinderkrankenpflegeschule eine Menge über die Anatomie des menschlichen Körpers, über Kommunikation mit seinen Mitmenschen, über pflegerische Maßnahmen, Notfallmaßnahmen, Medikamente, Krankheiten, den Umgang mit psychisch veränderten Menschen und noch vieles mehr. Das ist eine ganze Menge an Lernstoff, bei dem man ständig am Ball bleiben muss. Doch ist es nicht zu vergleichen mit dem Unterricht, den man bislang gewohnt war. Hier ist der Unterricht in Blöcke unterteilt. Auf jeden Theorieblock, der in der Schule stattfindet, folgen einige Wochen in der Praxis. Zu dieser zählen selbstverständlich die verschiedenen Stationen und Funktionsbereiche des Krankenhauses Bethanien, doch auch das Altenheim oder die ambulante Pflege der Diakonie sind mögliche Einsatzorte. Während man auf der einen Seite theoretische Kenntnisse erwirbt, sammelt man auf der anderen Seite Unmengen an Erfahrungen, die es dann im folgenden Theorieblock zu diskutieren gibt. Egal, aus welchem Grund man sich für den Beruf des Gesundheits- und (Kinder)Krankenpflegers entscheidet, es lohnt sich allemal.