Im Krankenhaus Bethanien Moers konnte bei Rafaela Happe, einer 66-jährigen Patientin, ein Lungentumor frühzeitig erkannt und erfolgreich behandelt werden – ein Fall, der eindrücklich zeigt, wie entscheidend eine genaue ärztliche Einschätzung zur richtigen Zeit sein kann.
Besonders bemerkenswert: Dass die Erkrankung überhaupt entdeckt wurde, ist einem Zufall zu verdanken. Frau Happe, die mit ihrem Ehemann auf Zypern lebt und für medizinische Behandlungen regelmäßig nach Deutschland, in die alte Heimat nach Essen kommt, befand sich ursprünglich gar nicht selbst in Behandlung. Ihr Mann wurde im Alfried Krupp Krankenhaus in Essen vom Moerser Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie Dr. Thomas Krbek versorgt, als sie beiläufig ihre eigenen Beschwerden schilderte.
„Sie berichtete von einer ‚Milchglasveränderung‘ der Lunge und Atemproblemen im Zusammenhang mit einer bekannten COPD“, erklärt Dr. Krbek. „Diese Befunde waren zuvor mehrfach abgeklärt und als unauffällig bewertet worden. Für mich ergab sich jedoch ein typisches Bild, wie wir es bei einem frühen Lungenkarzinom sehen. Deshalb habe ich sie gebeten, die vorhandenen Aufnahmen mitzubringen.“
Die weitere Diagnostik bestätigte den Verdacht des Thoraxchirurgen: ein Lungentumor im Frühstadium. Zuvor war die Patientin über Jahre hinweg in fachärztlicher Behandlung gewesen, ohne dass die Erkrankung erkannt wurde – trotz mehrfacher CT-Untersuchungen. Rafaela Happe selbst beschreibt diese Erfahrung rückblickend deutlich: „Es wurde immer gesagt: alles im grünen Bereich. Es wurde nur an den Symptomen gearbeitet, aber nicht nach der Ursache gesucht.“ Umso größer ist ihre Erleichterung heute: „Ich bin dankbar, den richtigen Arzt getroffen zu haben, der mir rechtzeitig helfen konnte.“
Die Patientin wurde im Krankenhaus Bethanien Moers operiert. Während des Eingriffs kam es zu einem Zwischenfall: „Die gegenüberliegende Lungenseite kollabierte, was zu erheblichen Atemproblemen führte“, so Dr. Krbek. „Dennoch konnte der Eingriff erfolgreich abgeschlossen werden.“ Die operierte Seite ist inzwischen gut verheilt, die zweite Lungenseite wird aktuell noch behandelt. Die Prognose für die Essenerin ist positiv: „Der Tumor wurde in einem sehr frühen Stadium entdeckt und kann nach aktuellem Stand als geheilt betrachtet werden. Eine engmaschige Nachsorge bleibt dennoch wichtig“, betont Dr. Krbek.
Für Frau Happe ist neben der medizinischen Versorgung vor allem die menschliche Betreuung entscheidend: „Solche Ärztinnen und Ärzte habe ich noch nie kennengelernt. Ich bin hier keine Nummer.“ Trotz ihrer langen Krankengeschichte, unter anderem mit wiederholtem Pneumothorax, blickt sie optimistisch nach vorne: „Mir geht es danke der Hilfe im Bethanien wieder besser, es geht bergauf.“
Der Fall unterstreicht die Bedeutung einer sorgfältigen und individuellen Diagnostik. „Auch bereits bewertete Befunde sollten immer wieder kritisch hinterfragt werden – insbesondere dann, wenn Beschwerden bestehen bleiben“, so Dr. Krbek. Im Krankenhaus Bethanien Moers wird großer Wert auf interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine patientenorientierte Medizin gelegt. „Die enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in Essen und in unserem Haus hat in diesem Fall wesentlich zum Behandlungserfolg beigetragen“, erklärt Dr. Krbek.
Frau Happe wird auch nach ihrer Entlassung weiterhin im Krankenhaus Bethanien betreut. Ihr Fazit ist eindeutig: „Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben.“