Gleich zweimal begleitete das Team der Geburtsklinik des Krankenhauses Bethanien Moers vor Kurzem eine Geburt aus Beckenendlage (BEL) – und das mit Erfolg: Baby Leo und Baby Tino erblickten am 10. und am 12. April 2026 gesund und munter das Licht der Welt.
„Dass wir gleich zweimal innerhalb eines Wochenendes eine Geburt aus Beckenendlage begleiten durften, kommt nicht oft vor“, betont der Chefarzt der Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe, Gynäkologische Onkologie & Senologie Dr. Peter Tönnies. „BEL-Geburten sind eine Besonderheit in der Geburtshilfe. Nur drei bis fünf Prozent der Schwangerschaften betrifft dies. Wir sind eine der wenigen Kliniken für ,Steißgeburten‘ in der Region. Vor allem bei Erstgebärenden, wie es bei einer der beiden Mütter der Fall war, bieten nicht viele Kliniken diese Form der Geburtshilfe an.“ Oberarzt Fabian Bubeck erklärt: „Diese Geburten müssen gut geplant sein und die werdenden Eltern, vor allem die Mutter, vorab sogfältig aufgeklärt werden. Wir machen das zum Beispiel im Rahmen der Geburtsvorbereitungsgespräche, die wir einige Zeit vor dem errechneten Geburtstermin führen.“ „Das gesamte Team der Geburtsklinik ist auf oberärztlicher Ebene gut geschult und in der Lage BEL-Geburten zu begleiten, nicht nur Einzelpersonen. Das spricht für uns und die besondere Qualität in der Begleitung Schwangerer – auch dann, wenn eine Steißlage des Kindes vorliegt“, fügt Dr. Tönnies hinzu.
Geburten aus Beckenendlage sind aus medizinischer Sicht nicht immer möglich, bestimmte Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein. So darf das Kind nicht schwerer als 4.000 Gramm und der Kopfumfang nicht größer als der Bauchumfang sein. Zudem entscheidet die genaue Lage des Kindes darüber, ob eine natürliche Geburt möglich ist. Darüber hinaus muss bei BEL-Geburten mehr Personal vorgehalten werden: Neben einem bzw. einer Oberärzt:in zählen dazu ein:e Assistenzärzt:in, ein:e hintergrundhabende:r Ärzt:in und meist zwei Hebammen.
Anke Müller, die Sohn Tino am 12. April 2026 auf die Welt brachte, erzählt: „Eigentlich komme ich gar nicht aus Moers. Ich habe mich extra, weil man hier in der Geburtsklinik BEL-Geburten betreut, für das Bethanien entschieden. Es war eine schöne Geburt, trotz der besonderen Umstände. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt.“
Dem Fazit schließt sich auch Ronja Ziegler an. Ihr Sohn Leo konnte am 10. April 2026 ebenfalls aus Beckenendlage putzmunter auf die Welt geholt werden. Sie sei sehr zufrieden und alles sehr gut abgelaufen.