Nach mehr als zwei Jahrzehnten Tätigkeit im Krankenhaus Bethanien Moers war zum Jahreswechsel „Schicht im Schacht“ für den ehemaligen Chefarzt der Kinderklinik Dr. Michael Wallot. Nachfolger Dr. Gündüz Selcan nahm am 01. Januar 2026 seine Tätigkeit auf. Die Stiftung entließ ihren langjährigen Chefarzt Mitte Januar im Rahmen einer feierlichen Verabschiedung in den Ruhestand und hieß Dr. Selcan in seiner neuen Position willkommen. Weggefährt:innen, Kolleg:innen sowie die Familien kamen dazu in der Location Lufre in Kamp-Lintfort zusammen.
Ein Programm geprägt von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Zahlreich strömten die geladenen Gäste in die Räumlichkeiten des Lufre auf dem ehemaligen Zechengelände der Friedrich-Heinrich-Zeche, um sich von Dr. Wallot zu verabschieden und gute Wünsche an seinen Nachfolger Dr. Selcan zu richten. So betont auch Dr. Ralf Engels, Vorstand der Stiftung Bethanien, in seiner Rede: „Der eine sagt: ,Ich gehe`. Der andere sagt: ,Ich komme`.“ Er wünschte dem ehemaligen Chefarzt alles Gute für seinen neuen Lebensabschnitt zwischen Familie, Enkel, Garten und Reisen. Außerdem begrüßte er den vormals lange als Leitenden Oberarzt der Kinderklinik tätigen Dr. Selcan in seiner neuen Position. Dem Vorstand folgte der Stellvertretende Ärztliche Direktor Dr. Peter Tönnies mit einer Laudatio. Als Chefarzt der Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe, Gynäkologische Onkologie & Senologie verbindet ihn eine jahrelange enge Zusammenarbeit mit Dr. Wallot durch das Perinatalzentrum Level 1 am Krankenhaus Bethanien. Der gemeinsame Einsatz für die Gesundheit und das Wohlergehen von Kindern, insbesondere von Frühgeborenen, machte dann auch einen Schwerpunkt in Dr. Tönnies Rede aus: „Es mangelte ihm nie an Empathie. Sein Rat war immer sehr geschätzt, vor allem bei der gemeinsamen Weiterentwicklung unseres Perinatalzentrums. Ein herzliches Glück auf für deinen Ruhestand!“ Dem schloss sich auch der Ärztliche Direktor Dr. Christoph Chylarecki an, der stellvertretend für das Chefarztkollegium sprach und sich für das besondere Fachliche und vor allem Menschliche in der Zusammenarbeit bedankte. Den kollegialen Worten schlossen sich zwei Fachvorträge an. Prof. Dr. Lutz T. Weber, Weggefährte des ehemaligen Chefarztes und Leiter Klinische Forschung pädiatrische Nephrologie des Universitätsklinikums Köln, sprach neben Anekdoten aus vielen Jahren der gemeinsamen Arbeit über seltene Nierenerkrankungen und betonte, wie Dr. Wallot an diversen Studien für die Gesellschaft für pädiatrische Nephrologie von Moers aus beteiligt war. Eva Slany, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Köln, ging in ihrem Vortrag auf die Auswirkungen von „Haut-zu-Haut-Kontakt“ zwischen Baby, auch extremen Frühgeborenen unter 1.000 Gramm, und Mutter bzw. Vater für die kindliche Entwicklung ein.
Der neue Chefarzt Dr. Selcan legte den Fokus seiner Rede auf eine andere schöne Botschaft: „65 Jahre Kinderklinik Bethanien“. Bereits 2025 konnte die Klinik dieses außergewöhnliche Jubiläum feiern und nun noch einmal die Meilensteine und einige Anekdoten der letzten Jahre Revue passieren lassen. Ebenso ging der vormals langjährige Leitende Oberarzt auf seine Pläne und Ziele ein. „Gemeinsam haben wir viel erreicht“, dankte er seinem Vorgänger und betont, „Ich freue mich auf die Fortführung dessen und meine neuen Aufgaben.“.
Auch Dr. Wallot ließ es sich nicht nehmen, sich an Meilensteine seines Werdegangs und seine Zeit im Krankenhaus Bethanien Moers zurückzuerinnern. Besondere Worte fand er dabei für sein Team. „Hätte ich nur ein Wort zur Verfügung, dann wäre es Danke“, denn „alleine ist man nichts“. Abschließend richtete er einige Worte an seinen Nachfolger und wünschte ihm alles Gute. Geprägt war das bunte Programm außerdem von einigen Überraschungen, die Weggefährten für Dr. Wallot bereithielten, wie etwa die Übergabe eines Teddybären durch das Friedensdorf International in Oberhausen, für das sich der gebürtige Schwabe Wallot mit Herzblut einsetzte. Auch die Klinikclowns, ein fester Bestandteil im Alltag der Kinderklinik, durften mit einem improvisierten Abschiedsständchen nicht auf der Bühne fehlen.
Nach dem offiziellen Teil ging es dann zum gemütlichen Part der Veranstaltung über. Neben guten Gesprächen sorgten leckere Snacks für ein entspanntes Beisammensein, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und außerdem einen Blick in die Zukunft der Kinderklinik zu werfen.